Bau der Bienenkiste


  • Solange es nur einen Hammer, Akkuschrauber und die Säge braucht baue ich gerne mit Holz. Bei der Bienenkiste hat uns der detaillierte Bauplan überzeugt. Auch für Menschen mit zwei Linken Händen ist der Bau der Bienenkiste im Detail beschrieben.
    Wir haben uns das Holz im Baumarkt sägen lassen und die Inneneinrichtung als Bausatz bei Mellifera bestellt.
    Das war in der Tat nicht die billgste Lösung, aber durchaus gut, um mit den Kindern (derer hab ich drei im Alten von fast 1, 5 und 8 Jahren) im Wohnzimmer dann werkeln zu können.
    Gebaut war fix. Das Lasieren hat davon fast am längsten gedauert.


    Bei der nächsten Kiste würde ich vielleicht ein paar Details von Anfang an noch ändern.
    Die wichtigste wäre der Varroaboden. Bisher ist das nur als zusätzliches Element zum zwischenklemmen vorgesehen, hier würde ich das gleich in das Bodenbrett integrieren.


    Dann noch einen Griff an das rückseitge Brett und evtl. ein Beobachtungsfenster für die Kinder in die Seite des Brutraumes (da bin ich mir jedoch nicht sicher, wie sehr dies die Bienen beeinträchtigen würde).


    Das Flugloch sollte noch einen Schieber bekommen, hier gibt es Bauteile für 1,60 Euro, welche das Gefummel mit dem Gittereinsatz eigentlich nicht rechtfertigt.


    Bei unsere Kiste werden wir den Boden nun nochmal austauschen und den Fluglochschieben anbringen. Das dürfte bei auch bei der besiedelten Kiste machbar sein und der Boden wird dann rechtzeitig vor einer möglichen Varroabehandlung ausgetauscht.


    Im nächsten Frühjahr kann dann bis zum Sommer auch wieder der glatte Boden rein. so sollten es die Bienen leichter haben, ihr Zuhause selbst sauber zu halten (oder ist denen der ganze Dreck unter dem Varroagitter egal? Macht es nix, wenn sich da die Larven der Wachsmotten sammeln?

  • Hallo scoutladen,
    kann ich bestätigen, das Bauen einer Bienenkiste begeistert Kinder enorm und auch meine acht jährige Tochter war mit Feuereifer beim Bau der Warrè Beute dabei.
    Heute schauts allerdings eher so aus das mich das sitzen vor dem Flugloch mehr in den Bann zieht :oops: als meine Kinder, die lieber in den Pool ihre Freizeit verbringen.
    LG
    Andreas

  • Das ist das unbenommen Recht der Kinder, sich mit allem Engagement für etwas zu begeistern, sich dann aber auch wieder abwenden zu können und frei für neue Entdeckungen zu sein.
    Ich bin noch am Überlegen, wie ich den Kindern auf Dauer möglichst interessante Einblicke bieten kann, ohne die Bienen zu sehr zu plagen.

  • Hallo scoutladen,
    da ich mich aus eingen Gründen nicht für die Bienenkiste entschieden habe und trotzdem nie den Gedanken an Alternativen aufgab, habe ich eine Warrè mit Guckfenster für und mit den Kids gebaut. Guckfenster sind für den ersten Wissensdrang zwar schön und die Möglichkeit wird auch teilweise genutzt, aber viel interessanter ist das angucken der offenen Brut und das Beobachten des Schlupfes einer Biene.
    LG
    Andreas

  • Da ich mit zwei Systemen imkere hab ich bei meinen Segeberger Kunstoffbeuten im DNM die Möglichkeit die Kinder bei der Durchsicht gucken zu lassen. Ich habe den Umweg beim Einstieg in die Bienenhaltung gewählt, weil es einfacher ist einen Paten zu bekommen und ich halte den Praxisteil für sehr wichtig.
    Wie bei Dir stand der Grundgedanke der wesensgemäßen Haltung von Bienen an erster Stelle und mit vielem was ich sah und las konnte ich mich nicht wirklich anfreunden.


    LG
    Andreas

  • Hallo Scoutladen,


    Nur mal interessehalber: Wie hast Du das große Deckelbrett am Rest der Beute befestigt? Ich könnte mir vorstellen, dass es sich bei Regen sehr leicht verzieht. Bei selbstgebauten DNM/Zander-Zargen liest man häufiger ja mal von 5 Schauben pro Kante, um ein Reißen des Holzes zu verhindern. Das sind dann Schrauben im Abstand von gerade mal 5 cm.


    Kannst uns ja mal auf dem Laufenden halten, sobald die Beute in Benutzung ist.


    Grüße,
    Markus

  • ich hab 28 mm Fichte Leimholz D3 verwendet. Die Schrauben sitzen ca. alle 15 cm. Zusätzlich ist alles verleimt. Eigentlich habe ich da keine Bedenken wegen Rissen oder Verzug. Dennoch ist die Kiste durch ein zusätzliches Dach wettergeschützt. Seit vierzehn Tagen steht sie draussen, seit Sonntag mit einem kleinen Völkchen


  • ich hab 28 mm Fichte Leimholz D3 verwendet. Die Schrauben sitzen ca. alle 15 cm. Zusätzlich ist alles verleimt. Eigentlich habe ich da keine Bedenken wegen Rissen oder Verzug. Dennoch ist die Kiste durch ein zusätzliches Dach wettergeschützt.


    Meine Erfahrung nach einem Jahr:
    1. Kiste nicht aus Holz, sondern Schichtplatten - ja, das gibt einen Aufschrei, atmet nicht usw., ist aber viel leichter und wetterbeständig. Keinerlei Verzug etc. nach 2 Sommern.
    Aber: Ich bin mir durchaus unsicher, wie sich diese Kiste im Winter verhält, beschlägt eventuell die Feuchtigkeit voin innen oder oder?


    2. Kiste tischlermäßig wetterfest verleimt aus Nadel-Holz, nach Bauanleitung: erster Verzug und Risse bereits nach vier Monaten. Besonders der Verzug macht zu schaffen, ich muss eine neue Rückwand bauen, da diese klemmte und nicht mehr dicht war. Da gingen die Wespen lustig zum Hintereingang rein. (War aber ein aggressiver Schwarm, der hats den Wespen gezeigt.)
    Ich denke, die Holzplatten sind sehr groß, so dass die Gefahr des Verziehens vorprogrammiert ist. Meint auch der Tischler.


    Bei der www.bienenkiste.de gab es im Herbst eine Umfrage zu diesem Problem, dort können Interessierte detailliert nachfragen.


    LG J.

  • ...atmet nicht


    Das spielt keine Rolle. Die Bienen überziehen die Innenseiten eh mit Propolis und das ist ebenfalls wasserdicht. Nach der Propolisierung atmen da nur noch die Bienen, sonst nix mehr.


    Viel eher spielt die geringe Isolationsfähigkeit solcher Schichtplatten eine Rolle. Die Wände sind dann schneller kalt und es kommt eher zu feuchten Niederschlägen.



    ...beschlägt eventuell die Feuchtigkeit voin innen oder oder?


    Korrekt. Die müssen nicht per se schlimm sein, nur wenn die Feuchtigkeit auf die Bienen heruntertropft oder die unbesetzten Waben anfangen, wegen der überschüssigen Feuchte zu gammeln.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Zusammen,


    wir haben zwei Kisten aus Fichte seit 2 Wintern besiedelt draussen. Kein Thema mit Verzug des Holzes oder ähnlichem. Holzschutz auf Wachslasurbasis. Die Kisten werden mit Fluglochschiebern betrieben, statt Mäusegitter wie in der Anleitung. Der Griff an der Aussenseite des Trennschieds ist ebenfalls eine Sache die wir angebracht haben und es erleichtert das Handling ungemein. Da das Trennschied über eine Nut gehalten wird, brauche ich die Kisten auch nicht oft komplett zu öffnen. Bis jetzt haben sich die Damen gut gehalten und eine Kiste ist wirklich noch sehr voll, wie sich bei der Winterbehandlung gezeigt hat.
    Mal sehen wie sie die hohenTemperaturen verkraften und was das Frühjahr bringt. Bis jetzt hat sich das Kistenmodel für uns bewährt.


    Viele Grüße
    Rainfarn