Bio Honig - Was ist zu beachten

  • Ich möchte gerne ein Bio Zertifikat für unseren Honig erhalten, leider sind die Informationen so vielfältig daß ich mich schon seit Tagen durch endlosen Stoff lese.
    Um die Sache zu verkürzen habe ich bei unserer IHK angerufen, aber auch von dort bekam ich nur einen Leitpfaden der ellenlang ist und nichts über die Preise z.B. für das Bio Zertifikat sagt.
    Wer bietet bereits Bio Honig an und hat Tips für mich was die Anmeldung angeht und wenn möglich auch Preise für so ein Zertifikat.
    Freue mich über Eure Hilfe :)

  • Frag doch mal bei den Bioverbänden (Bioland fällt mir da ein) an ... nur so als Tipp eines Unwissenden.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Du kannst keinen Honig zertifizieren lassen. Eine Bio-Zertifzierung bekommt der erzeugende Betrieb, also deine Imkerei. Wenn da alles stimmt kannst du deinen Honig als Bioware vermarkten. Vorher nicht.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Was stand drin?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Sorry :) stimmt natürlich die Infos sind vielleicht für andere auch so interessant. Ich fasse mal zusammen was ich an Infos erhalten habe:


    Die Kosten für die Biozertifizierung kostet z.B. das Bio - Siegel nach EG-Ökoverordnung je nach Kontrollstelle die man sich aussucht (siehe http://www.oekolandbau.de/serv…sen/oeko-kontrollstellen/) und Anzahl der Bienenvölker ca. 180-400 EUR im Jahr. Man macht mit einer Kontrollstelle einen Vertrag, füllt ein paar Formulare aus.
    Zusätzlich zur EG-Ökoverordung gibt es noch die Anbauverbände wie Bioland, Demeter etc., da muß man noch mal 150-250 EUR im Jahr bezahlen.
    Wenn man schon Bienen hat, gibt es ein Umstellungsjahr, d.h. frühestens in einem Jahr gibt es das Siegel! Wenn man gleich mit zertifizierten Bienen startet umgeht man das Jahr, bitte aber vorher mit der Kontrollstelle abklären. Die haben da unterschiedliche Auffassungen.
    Man muß für alles einen Nachweis (Rechnungen, Lieferscheine etc.) haben. Wenn man Holzbeuten hat und nur Oxal- und Ameisensäure verwendet, muß man nur noch Futter mit EG-Öko Zertifikat verwenden und die Bienen müssen einen Standort haben, wo im 3 km -Radius weniger als 50% der Fläche konventionelle Landwirtschaft sind, ist man schon fast am Ziel...


    Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken :) diese Infos habe ich heute per PN bekommen. Vielen Dank an den lieben Verfasser :)

  • Hallo Miteinander,
    "...die Bienen müssen einen Standort haben, wo im 3 km-Radius weniger als 50% der Fläche konventionelle Landwirtschaft sind..."
    also Großstadt, Industriegebiet, bestenfalls Forst.
    Duck und Weg
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Na da muss man aber ganz schöne Preise verlangen damit sich die Mehrkosten (die sich auch in zertifiziertem Futter und Wachs niederschlagen) überhaupt ansatzweise rechnen. Das Geld ist vielleicht besser in gutes Marketing angelegt ;)
    Olli

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    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
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