altes Martin-Auszugsbeuten System von 1984 trotz Milbe nutzbar?

  • Ich bin Anfänger und habe einige Bücher gelesen sowie Termine an der FU Berlin,
    die übrigens kostenlos sind, mitgemacht.
    Im Bürgervolkspark an der B96a sah ich Jungimkern über die Schulte.

    Beim Familienfest nach Jahren das erste Mal in Berlin, kam nun und bei einer
    Dampferfahrt auf dem Tegeler See raus, dass das Imkern wohl in der Familiengenen steckt. Es erzählte mein Vater mir das erste Mal, nun 87, dass er in Kyllburg die Bienen seines Vaters übernehmen durfte, wenn die Schulnoten nicht darunter litten. Er saß also hinter den Beuten und paukte Vokabeln. ;-)
    In dem Jahr gingen ihnen die Gläser aus und der Honig wurde von ihm kurzer Hand in die Emalie Schüssel geschleudert, in der man sich die Hände waschen wollte. Was seine Eltern dazu sagten…
    Nun ja mein Vater war bekannt für unorthodoxe Ideen. Als er das größte Schaufenster im Ort mit einem Ball zerlegte nahm Großvater ihm den Ball weg. Er schlachtete sein Sparschwein und schenkte meiner Oma einen Fußball aus Leder zum Muttertag! Raten Sie mal wer konnte so wieder spielen? In Kyllburg war das damals nicht einfach, da es keine Ebene gab – außer dem Kreuzgang im Kloster… dachte mein Vater.:wink:

    Aber nun zu meinem ‚Problem’ ich habe 6 Martin-Auszugsbeuten mit je 2 Zwischenböden gestellt bekommen. 5 Stehen in einer Reihe in einem gespendeten umgebauten Bauwagen
    auf der Familienfarm Lübars – aber ohne Völker. Ich werde sie ausflammen und
    mit 3%-iger Natronlauge säubern, Abschleifen und mit schwarz-weißer kontrastreichen Floglochkennnungen versehen um den Heimflug zu erleichtern.
    Aber wie kann man heute mit solchen Beuten die Milbe bekämpfen? :confused:


    Soll ich die Brut auf die 2. Ebene hängen und unten ein Gitter mit Windel stellen?

    Ich werde versuchen ein Drittel neue Waben im Honig oben bauen zu lassen, damit sie gar nicht erst auf dumme Gedanken kommen und schwärmen wollen, aber mir schwant, dass die Bienen mit Propolus die Schlitten verbauen und ich jeden Rahmen mit der Zange einzeln ausziehen darf. Gut, wenn ich da die sehr sanfte Westberliner Carnika ansiedeln kann.
    Wer hat mit Martins-Auszugsbeuten Erfahrung?
    Oder ist es Tierquälerei - heute mit der Milbe mit Beuten die nicht Zargenweise händelbar sind zu arbeiten?


    Soll ich ehr Milchsäure Behandlungen machen oder AS. Hier gibt es wie ich hörte im Reinickendorfer Verein noch keine Erfahrung mit Oxialsäure. Wäre dass ggf. ein Lösungsansatz? Da ich nicht unnötig Königinnen züchten möchte könnte ich versuchen
    3-4 Jahre die Drohnen aus zu schneiden oder?

    Wer einen Schwarm für mich hat meldet sich bitte. DANKE.

    Gruß Thilo

    "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlohrener Tag." Charly Chaplin

  • Hm ich möchte dich ja in deinem Enthusiasmus nicht bremsen aber besorge dir am besten gleich Magazinbeuten. Das was du da hast klingt nach Hinterbehandler - da würde ich nicht anfangen mit wollen.
    Ohne mir jetzt den Zorn der Imker aufhalsen zu wollen, die noch mit Hinterbehandlern arbeiten, aber diese Beutentypen sind meiner bescheidenen Meinung nach ziemlich antiquiert.
    Mach dir noch mal Gedanken drüber ob du das wirklich willst (obwohl ich aus meiner Sicht sagen kann, dass man beim Einstieg keine Ahnung hat was man will).
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Bei uns ist ein Altimker, der behandelt mit Thymol, oder Apilife, aber das ist ja auch Thymol. Und im Winter OS-Träufeln.
    Nebenbei bemerkt: die heutigen Bienenstämme sind zu starkbrütig für die Martinsbeuten. Dem Altimker seine schwärmen jedes Jahr. Er hat auch C drin. Aber es macht ihm Freude damit zu imkern: die gehen als letztes aus dem Haus, diese Kästen.

  • Hallo,


    ich denke für den Anfang une gerade bei begrenzen Geldmitteln sind die Beuten schon OK.
    Sicher gehören die eigentlich in ein Museum aber für die ersten Jahre wird das schon gehen. Ging bei mir ähnlich. Ich hatte Hinterbehandler Blätterstock.
    Lass dir am besten von einem Imker der solche ähnlichen oder die gleichen Beuten hat zeigen wie der imkert. gerade wegen der pflege der Auszüge. Ich meine die werden mit Melkfett oder so gangbar gehalten..


    Achja und kauf dir eine Geldkasette da kommt das Geld aus dem Honigverkauf rein, damit kannst dann neue Beuten kaufen.


    Wegen Milbenbehandlung. Also bei meinen Beuten war unter den Waaben so viel platz das ich eine dünne Platte unter die Brutwaaben schieben konnte zum Milbenzählen. Dabei auf das Flugloch achten. Behandelt hab ich von oben mit AS. Im spätsommer den Honigraum leergeräumt, Schwammtücher auf das Absperrgitter gelegt. Den gesammten Honigraum dann mit Folie abgedeckt das die Däpfe durch das Brutnest müssen.
    Auch bei einem drittel Mittelwänden wirst du die Bienen nicht unbedingt vom schwärmen abhalten können.
    Beuten würde ich eher bunt streichen oder mit buntem Muster


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Bei uns ist ein Altimker, der behandelt mit Thymol, oder Apilife, aber das ist ja auch Thymol. Und im Winter OS-Träufeln.
    Nebenbei bemerkt: die heutigen Bienenstämme sind zu starkbrütig für die Martinsbeuten. Dem Altimker seine schwärmen jedes Jahr. Er hat auch C drin. Aber es macht ihm Freude damit zu imkern: die gehen als letztes aus dem Haus, diese Kästen.


     
    Hallo,


    vielleicht Bienen von einem alten Hinterbehandler Imker nehemen, die sind unter Umständen auf die kleineren Kisten selektiert. Ansonsten Ableger machen, Kustschwärme machen, Schwärme fangen....


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo und Willkommen im Forum Thilo,
    auskennen mit den Beuten tu ich mich nicht wirklich, aber ich kenn den Stand auf der Familienfarm Lübars und hab bedauert das er leer stand.
    Mit einem Schwarm wird’s für dieses Jahr wohl eng, da das Bienenjahr fast rum ist und fürs nächste Jahr kann Dir vielleicht die Schwarmbörse helfen. Da ich dein Stockmaß nicht kenne, aber DN möglich sein sollte, kann ich Dir vorerst fürs nächste Jahr höchstens einen Ableger anbieten.


    Bevor Du allerdings umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen einleitest solltest Du mal durchrechnen was der Bau von Magazinen kostet und die Variante mal ins Auge fassen.



    LG
    Andreas