• Hi,
    ich will von einem starken Volk einen Ableger machen. Den soll man ja nicht in unmittelbarer Nähe des Ursprungsvolkes hinstellen. Wie groß muss der Abstand sein? Gibt es sonst noch Tips oder auf was ich besonders achten sollte?:Biene:

  • Hallo sting,


    der "klassische" Abstand um den ein Ableger mindestens versetzt werden soll schwankt nach meinen Erfahrungen je nach Quelle zwischen 2-5 Km.
    Ich habe einen Ableger von einem nicht so starken Volk gemacht und 2,5km versetzt, bei mir hat es geklappt.


    Alternativ kannst Du vielleicht auch die Ablegerbildung mit der Umsetzung von Beuten auf kurze Distanz versuchen.
    Patrick wollte so einen Ableger erstellen (siehe etwas weiter im genannten Thread), hat aber noch keine Ergebnisse von seinem Experiment gemeldet.


    Wenn Du keine Königin zusetzen willst ist es nach meinen bescheidenen Erfahrungen nicht verkehrt, wenn in den Ableger schon verdeckelte Brut mitgenommen wird, so können über gewisse Zeit frisch schlüpfende Bienen die sterbenden ersetzen.

  • Hallo,


    du kannst den Ableger auch am gleichen Stand belassen. Aber


    dann den Ableger mit mehr Bienen ausstatten. Ableger mit offenen Flugloch irgendwo hinstellen, Ableger am Abend nach beendigung des Flugverkehrs auf seinen "richtigen" Standort stellen.


    Warum dieses Hin und hergestelle? Flugbienen die zum Ursprungsvolk zurückfliegen merken sich ev. das Futter und kommen dann ev. am nächsten morgen zum Räubern. Da wir die Kiste nun aber einige Meter weg gestellt haben finden die nix mehr...
    Darum auch den Ableger stärker bilden, da ihm ja einige Flugbienen abhanden kommen.


    Wenn du den Ableger ausserhalb des Flugkreises des Muttervolkes stellst, fliegen sich die Flugbienen neu ein.


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Ich denke das sollte so klappen, so in der Art mache ich es auch, ich fege halt noch von ein zwei BW die Bienen mit dazu, aber ich belassen Ableger auch am gleichen Standort und da gehen die Flugbienen halt "verloren" (fliegen in das Ursprungsvolk zurück).
    Wobei ich dieses Jahr einen Ableger gemacht habe und bei dem das Flugloch die ersten Tage extrem klein (ca 2-3cm) gehalten habe. Bei dem sind zumindest nicht sichtbar die Flugbienen zurückgeflogen und es herrschte bereits ab dem ersten Tag reger Flugverkehr (nein keine Räuberei). Ich denke das das sehr verkleinerte Flogloch den gleichen Effekt hat wie ein Ast bei der Methode: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=12017

  • Hallo miteinander. Flugloch klein halten ist wichtig um Räuberei vorzubeugen. Ein kleines Flugloch läßt sich besser gegen Eindringlinge verteidigen.
    Hier aus meinem Grundkurs eine Zusammenfassung zur Bildung von Brutablegern, anzuwenden bei Auffinden von Weiselbechern bei der 7tägigen Schwarmkontrolle:
    TAG 0 (Null)
    1(-2) “Brutbretter“ (viel verdeckelte Brut) mit jüngsten Larven (handtellergroße
    Fläche genügt), ansitzenden Bienen (jede Wabenseite sollte halb mit Bienen
    bedeckt sein) und eine Futterwabe + ev. Zusatzfutter in Magazin außerhalb Flugradius (2-3km) aufstellen. Ableger nun 3-4 Wochen nicht stören!
    TAG 11
    Erste Königin ist aus Nachschaffungszelle geschlüpft.
    TAG 18
    Königin absolviert (falls Wetter geeignet: sonnig, über 18ºC) Hochzeitsflug und beginnt danach sofort mit der Eiablage.
    TAG 21
    Alle Arbeiterinnenbrut ist nun geschlüpft, die Jungkönigin ist in der Regel bereits in Eilage.
    ab TAG 28
    Erst jetzt KONTROLLE DER ABLEGER:
    X es ist bereits erste verdeckelte Arbeiterinnenbrut vorhanden und zeigt die erfolgreiche
    Begattung der Königin an.
    X die Königin kann jetzt im noch kleinen Volk gut aufgespürt und je nach Wunsch gezeichnet und/oder beschnitten werden.
    X da noch wenig verdeckelte Brut vorliegt, ist nun der geeignete Zeitpunkt für eine Varroa-Behandl. mit 15%iger Milchsäure (2 Sprühstöße je bienenbesetzter Wabenseite).
    X Die Völker können nun auch an den Heimatstand zurückgewandert werden.


    Im Weiteren Flugloch eng halten , füttern, Waben ausbauen lassen.
    Im September Winterauffütterung & Varroabehandlung mit Ameisensäure.


    Eure Biene Nimmersatt