Umlarven: Wieviele Larven nimmt ein Volk maximal an?

  • Hallo,


    ich möchte kurz von unserem Erfolg beim Umlarven berichten. Ich bin zusammen mit meinem Vater noch nicht lange im Geschäft. In diesem Jahr haben wir uns zum zweiten mal Zuchtstoff von einem Züchter geholt um Ableger zu erhalten. Dazu haben wir zunächst einen Sammelbrutableger zusammengestellt im Segebergersystem mit 9 Brutwaben und zusätzlich Bienen, bei der Durchsicht nach Weiselzellen war der Kasten dermaßen voll, dass wir 2 Rahmen mit 30 Näpfen eingehangen haben. Davon haben die Bienen 47 Zellen ausgebildet, wir haben nicht schlecht gestaunt!
    Jetzt meine Frage: Wie viele Larven nimmt ein Volk maximal an? Und die zweite Frage: Hat das einen Nachteil für die Entwicklung der einzelnen Königin so viele gleichzeitig in einem Volk zu haben?

    Imkerei seit 2008 gemeinsam mit meinem Vater (Rentner): Im Jahr 12-15 Wirtschaftvölker - zum Überwintern ca. 30 mit neuen Königinnen

  • ...


     
    Hallo Natase , es wird die eine oder andere Zelle und damit die Königin etwas kleiner sein . Und nicht vergessen nach dem verdeckeln sofort verschulen . Bei den jetzigen Trachtverhältnissen werden die Zellen sonst alle mit Wildbau zugebaut .
    Und neben den Hürdenrahmen Brutwaben hängen wegen der Bruttemperatur .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

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  • Hallo Miteinander,
    aus älterer Literatur sind mir Annahmezahlen so um die siebzig bekannt.
    Aber die hatten für die Anzucht ja oft Heidevölker...
    Ich plädiere lieber für zehn bis fünfzehn gut gepflegte Zellen, als für ein Vielfaches, aber evtl. schlechter gepflegte Zellen.
    Mittlerweile bin ich bei noch weniger angelangt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  • Ich plädiere lieber für zehn bis fünfzehn gut gepflegte Zellen, .....
    Mittlerweile bin ich bei noch weniger angelangt.


    :daumen: ... Manche, die mehr Königinnen in einem Anbrüter/Volk ziehen lassen, wundern sich, dass diese Königinnen im nächsten Jahr schon umgeweiselt werden.
    ... und wieder andere stauen, dass die "guten Königinnen" vom Züchter (gekauft für viel Geld) auch nur ein Jahr leben........

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Vielen Dank für die Antworten.
     
    Kann man denn jetzt sagen, dass bei der Vermehrung mit Sammelbrutablegern das Motto "Weniger ist" statt "Viel hilft viel" gilt? Worauf stützt sich diese Vermutung? Mehr als ein Häufchen Bienen kann doch eine Zelle eh nicht auf einmal bearbeiten und das war in unserem Fall auf jeden Fall gegeben! Zudem sind Pollen und Nektar im Überfluss vorhanden.

    Imkerei seit 2008 gemeinsam mit meinem Vater (Rentner): Im Jahr 12-15 Wirtschaftvölker - zum Überwintern ca. 30 mit neuen Königinnen

  • Weniger ist mehr! Keine Frage.


    Wichtig ist, daß sich Jungbienen um die Zellen kümmern, denn nur die produzieren aus Pollen Weiselfuttersaft. Wärme ist sekundär. Massenweise jüngste Bienen und ständig nachschlüpfend ist das Geheimnis.


    Ich biete einem Pflegevolk auf zwei Latten je 10 Larven an und habe normalerweise Annahmen von 15-18 Zellen. Das ist OK und findet in einer Zarge statt, die für die Bienen eigentlich zu klein ist, weil die Pflegevölker ja zudem mit Brutwaben verstärkt werden. Alle 5 - 7 Tage wird wieder Zuchtstoff gegeben. Die Endpflege übernhemen die Begattungs-Minis oder die Ableger.


    Diese kontinuierliche Pflege auf wenigen Zellen bringt deutlich größere Brustglieder als die "Eine-Serie-mit-60-Larven-Methode" bei der ich am Ende auch nicht weiß, was ich mit den ganzen Königinnen so auf einen Schlag anfangen soll.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


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    Ich möchte noch mal da einhaken. Ich brauche die Jungbienen doch nur in den 5 Tagen in denen die Larve gepflegt wird. Ich denke nun, ich habe 10 Waben Brut hineingegeben, da sollten doch auch bei 60 Königinnen (48 angenommen) genügend Jungbienen die Zelle pflegen? Dazu habe ich noch 2 Waben mit Pollen dazugegeben!

    Imkerei seit 2008 gemeinsam mit meinem Vater (Rentner): Im Jahr 12-15 Wirtschaftvölker - zum Überwintern ca. 30 mit neuen Königinnen

  • Wir unterhalten uns gerade in der Familie über diesen Fred hier.
     
    :liebe002::p_flower01::liebe002:
     
    Mein Ältester Sohn fragt warum macht der denn das?
    Will der keinen Honig ernten?
     
    Ich: ich weiß nicht warum er das so macht, ich frag Ihn nochmal!
    Sohn: nö, ließ mal, der will keinen Honig!
    Ich: was will er dann?
    Sohn: keinen Honig!
    Ich: Warum hat er dann Bienen?
    Sohn: Der hat keine Bienen!
    Ich: hä?!
    Sohn: die Bienen suchen Ihn heim!
    Ich: Achso.


  • Wir haben auch Honig, morgen schleudern wir!!! 7 Völker stehen am Rapsfeld. Ein Volk mussten wir daheim lassen. Wir haben bei den Völkern jeweils eine Brutwabe entnommen, das ist nicht viel! Das Volk zuhause haben wir aus verschiedenen Gründen aufgelöst, da kamen weitere Brutwaben her. So kommt einiges zusammen! Aber alles in Allem finden wir das Vermehren einfach spannend. Wenn das gut geht haben ca. 35 begattete Königinnen. Davon werden wir welche an zwei ältere Imker verschenken, die uns angelernt haben und den Rest verkaufen wir im kommenden Jahr!

    Imkerei seit 2008 gemeinsam mit meinem Vater (Rentner): Im Jahr 12-15 Wirtschaftvölker - zum Überwintern ca. 30 mit neuen Königinnen

  • ... den Rest verkaufen wir im kommenden Jahr!


    hmm ...

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"