Rähmchen im Einheitsmaß

  • Hallo :)
     
    zuerst möcht ich mich mal kurz vorstellen:
     
    Ich bin 22 Jahre und kommen aus Niederösterreich, imkere seit vorigem Jahr und habe bis jetzt 5 Stöcke auf Einheitsmaß, wobei ich aber 3 davon erst diese Woche in Form von Schwärmen bekommen habe.
     
    Meine Frage: Wie viele Rähmchen gehören in eine Einheitsmaßzarge?
     
    Ich hab mir eine Beute gekauft und diese dann genau so nachgebaut. Das Einheitsmaß hat eine Breite von 37 cm und die Rähmchen sind jeweils 2,5 cm stark. Somit kann ich bei einem beespace von 0,8 mm 11 Rähmchen einhängen.
     
    Ich habe mich für dieses System entschieden, da mein Onkel auch in dieser Betriebsweise imkert und ich mir so leichter etwas ausborgen bzw abschauen kann.
    Dieser hat aber immer nur 10 Rähmchen in der Zarge. Jetzt stellt sich bei mir die Frage, wie viele Rähmchen nun wirklich in eine Einheitsmaßzarge gehören? Oder gehört der Abstand zwischen den Rähmchen einfach größer?
     
    Vielen Dank schon mal im Voraus! :)

  • Hallo [Name?],


    wenn ich dich richtig verstehe, dann rechnest du mit 25+8=33 mm Breite für eine Wabe. Üblich sind soweit ich weiß eher 36-38 mm. Es gibt aber auch (gerade hier im Forum) Leute, die mit 32 mm arbeiten. Ich stelle meine Rähmchen jetzt erstmal auf einen Wert zwischen 33 und 34 mm ein, dicker werden sie im Laufe der Zeit von alleine werden. So bekomme ich auch 11 Rähmchen in meine Zargen statt der vorgesehenen 10, wobei das außerdem durch die gegenüber Bauplänen etwas dünnere Materialstärke (18 mm Leimholzplatte) ermöglicht wird.


    Also: egal, wieviel in deine Beute "gehören", du kannst soviele reinstecken, wie zu deinem Rähmchenabstand passen, es sollte aber noch ein wenig Rangierplatz bleiben. (Bin nicht sicher, wieviel da üblich sind, schätze mal es sollten mehr als 15 mm Platz an einer Seite bleiben.)


    Grüße,
    Robert

  • Oh sorry... Bernhard heiße ich :)


    Ja da hast du mich richtig verstanden... mein Onkel hat auch dickere Rähmchen, aber das eine Rähmchen, welches ich mir zur Zarge dazu gekauft habe, hat eben auch nur diese 2,5 cm Stärke gehabt und ich habe mir gedacht, ich bau das Ganze einfach nach dem Gekauften nach.


    Dann werd ich das einfach beim nächsten Schwarm bzw. Ableger mit 11 Rähmchen probieren. Seh ich dann eh was heraus kommt :D
    Aber auf die 15 mm komm ich dann glaub ich nicht ganz hin, das muss ich mir noch anschaun.


    Vielen Dank auf alle Fälle mal.


    Eine Frage hätt ich da noch:


    Soll man den Fluglochschieber im Sommer auch vor dem Flugloch lassen, damit sich die Bienen besser verteidigen können und es so nicht zur Räuberei kommt, oder gehört dieser weg?


    Mfg,
    Bernhard

  • Hallo
    Ich mache gerade an der FU Berlin den kostenfreien Lehrgang für anfänger = 4 Termine


    So wie ich es verstanden habe benötigen die größeren Rassen wie die Westberliner Carnica mehr Platz um die Waben bearbeiten zu können sollte der abstand 10mm betragen.


    Wir stehn ja auch nicht gern im Stau. :wink:


    Gruß Thilo

    "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlohrener Tag." Charly Chaplin

  • Hallo,


    das wird aus folgendem Grund vermutlich zu eng (wie Remstalinker ja schon schrieb): Durch Propolisierung wird zumehend jedes Rähmchen von allein etwas breiter, die Feuchte im Stock und die Quellfähigkeit des Holzes solltest Du auch berücksichtigen. Da ist bei den 11 Rähmchen also mit 33 mm gerechnet, so wie Du meinst, 36,3 cm verbraucht. Das kann ganz schön eng werden, so dass Du die Rähmchen nur noch mit Gewalt raus bekommst. Die Axt ist nicht wirklich übertrieben...:wink:


    Hoffmannschenkel verden mehr verkittet, das ist auch noch ein Thema.
    Alle Rähmchen an einer Seite zusammenschieben, in jeder Zarge gleich wegen Verbau, auf der Gegenseite den Platz nutzen zum Schieben/ Ziehen, dann kann weiter geschoben werden.
    Drohnenwaben sind länger als Arbeiterinnenbrutwaben, da kommt also noch was dazu rechnerisch.
    Mit mehr Platz ist das einfacher.


    Ansonsten gibt es Imker, die rechnen mit 35 mm Abstand und die Bienen kommen damit offensichtlich klar, recht rasseunabhängig. (Wie groß ist denn die Mega-Westberliner-Carnica? Ist das ne Citybiene?)
    Es sollte so sein, dass je nach gegebenem Abstand die Waben evtl. dicker ausgezogen werden (s. z.B. Dickwaben im HR)
    Den Wabenbau machen die Bienen so, dass sie noch einen passenden Arbeits-space dazwischen haben, den bauen sie nämlich selbst. Es ist nicht so, dass sie sich an den Holzrand des Rähmchens halten, um dann festzustellen: "uih, der Imker hatte ne Fehlberechnung, wir passen hier nicht durch" Sie bauen dann eher so, dass es dem Imker nicht mehr in den Kram passt, verbauen, verbinden, etc.


    Irgendwo gab`s dazu eien Fred bereits, ich find leider nix.


    Quintessenz: take ten! :daumen::Biene:


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Kannst ohne Probleme 11 versuchen.
    Wenn`s dann zu eng wird, eine weglassen.


    In meiner Golz sind 17. Klemmt schauderhaft... und immer diese Rollbienen...
    Beim nächsten Durchgang schmeiß ich eine raus.
    Stimmt dann zwar nicht mehr mit dem Absperrgitter überein, aber mal sehen, ob dann wirklich viel verbaut wird.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.


  •  
    DIe 10mm beziehen sich bei DN auf dem Wabenabstand, d.h. 25mm Holz plus 10mm Abstadshalter. Der Abstand zwischen den Waben (beespace) ist damit immer noch 7-8mm. Die Abstandshalter haben nichts mit "größeren Rassen wie die Westberliner Carnica" zu tun. Das ist IMHO Mumpiz.


    Etwas Luft einzuberechnen ist immer gut um die Waben besser auseindaerrücken zu können. Deshalb sind viele Beuten auf "ein halbes Rähmchen breiter berechnet".


    LGR

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • "Westberliner Carnica" :lol::lol::lol:


    Is ´n top Nickname für´s Forum.:daumen:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“