jetzt Futterwaben Vorrat anlegen?

  • Liebe Profis.


    Ich bin Jungimkerin und stecke seit Wochen mein Näschen in Bücher und ab und zu mal in mein erstes Volk...bisher alles gut: vor 6 Tagen eine WZ gebrochen. Mi guck ich wieder rein, ich hoffe bis dahin sind noch alle Bienen da. Dann evtl. Zwischenboden(ableger)... machen.


    Meine Frage:


    Wenn ich einen Ableger bilden möchte, benötige ich ja oft Futterwaben...
    Ich hab aber noch keine. Ich hab schon geplant - und mit meinem Paten besprochen - das ich bei der Ernte 2-3 Waben nicht auschleudern werde und für solche Fälle aufbewahre.
    Jetzt meine Gedanken/Frage:


    Kann ich nicht jetzt schon 1-2 zu 3/4 verdeckelte HW aus dem HR entnehmen und wieder MW reinhängen?


    1. um den FW Vorrat zu haben,
    2. um Platz zu schaffen (und dann evtl. eben auch wieder mehr Honig zu ernten)


    Oder läuft der Honig dann Gefahr zu gären (Wassergehalt noch zu hoch)!?


    Gruß Leena

  • Moin, Moin!


    Die Alternative zur Futterwabe wäre doch, den Ableger beständig zu füttern. Mir erschließt sich nicht ganz, warum Du unbedingt dafür *richtige* Honigwaben ver(sch)wenden willst. Die Futterwaben werden üblicherweise gewonnen aus dem Überschuss des Winterfutters. Oder, manche Imker halten sich ein Volk als "Futtermacher", dieses wird dann halt beständig gefüttert.


    Um das Gären der FW zu verhindern, frosten manche auch die Waben ein.


    Der Angst, in trachtlosem Spätsommer und im ausgehenden Winter Dein Volk mit Futterwaben versorgen zu müssen, kannst Du entgehen mit erstens nicht zu scharfem Abschleudern und zweitens mit wirklich genügend Einfüttern...


    Gruß
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


  • Hallo,


    na da kommt doch wieder der Imkergeiz durch:lol:
    ich geb meinen Ablegern meistens eine gut angetragene Waabe aus dem Honigraum mit. der ist dann nicht ganz so trocken, dann müssen die nicht gleich schon wasser holen...
    Ich hab aber auch Honig genug, da kommt das auf eine Waabe mehr oder weniger pro Volk nicht an.


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Man benötigt zur Ablegerbildung keine Futterwaben. Der Ableger benötigt lediglich eine Wasserwabe, da zunächst die Wasserholer fehlen. Fütterung macht sich gut mit Futterteig, den man einfach als flachen Fladen auf die Wabenoberträger legen kann (darunter Plastikfolie). Wenn der aufgezehrt ist, Futterkränze beurteilen und ggf. einen weiteren Fladen auflegen. Wenn man Futterwaben hat, kann man die natürlich alternativ zum Futterteig verwenden, aber notwendig ist das nicht.
    Ach und noch etwas: Frühjahrshonig kristallisiert ziemlich schnell in den Waben. Solcher Honig kann nach meiner Beobachtung nur schwer von den Bienen verwendet werden. Die unverdeckelten Zellen ziehen Wasser und der Honig darin kristallisiert nicht, könnte aber möglicherweise schlecht werden. Ich würde aus der Tracht keine Futterwaben auf Vorrat bilden.
    Gruß Ralph

  • Hallo Miteinander,
    Brutwaben mit ordentlichen Futterkränzen reichen auch für Ableger aus.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Futterwaben in Ablegern sind eine sinnvolle Verwertung für überschüssiges Winterfutter. Nicht mehr und nicht weniger. Extra für die Ablegerbildung Futterwaben zu sammeln halte ich für absolut überflüssig, wenn nicht gar unsinnig.
    Ich gebe den Ablegern oder Jungvölkern lieber wie Lothar schon schreibt Brutwaben mit ordentlichen Futterkränzen (was bei guter Tracht fast zwangsläufig ist) und füttere sie bei Bedarf flüssig mit recht dünnem Futter (maximal 1:1). Das bringt die Jungvölker wesentlich schneller hoch als Futterwaben und regt den Bautrieb an. Meine Ableger bekommen auch keine Mittelwände oder Leerwaben sondern nur Anfangsstreifen. So wächst ein natürliches Brutnest nach dem Bedarf der Bienen und nicht nach den oftmals nicht bedarfsgerechten Vorstellungen des Imkers.

  • Hallo,
     
    na da kommt doch wieder der Imkergeiz durch:lol:
    ...
    Gruß Thorsten


     
    So ist es ja nun wieder nicht. Ich bin nicht geizig.
     
    Bei meinen Völkern bleibt alles, ALLES!, was in den Bruträumen ist, den Immen. Oben isses meins... So habe ich bei ausgewählten Völkern gerade mal drei Kilo einfüttern müssen.


    Was mich aber zu der Überlegung veranlasst, evtl. zukünftig nicht mit zwei DNM- Bruträumen zu arbeiten, sondern auf DNM 1,5 umzustellen.
    Also doch der geiz? Oder nennen wir es Optimierung?


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Erzgebirgler () aus folgendem Grund: absatz dazu


  • ...


    Was mich aber zu der Überlegung veranlasst, evtl. zukünftig nicht mit zwei DNM- Bruträumen zu arbeiten, sondern auf DNM 1,5 umzustellen.
    ....


    Hagen


     
    Hallo,


    diese Überlegung hatte ich auch schon, irgendwie scheint 1 DN zu klein und 2 ND zu groß, ausserdem ist da ne Lücke drin... Mal sehen wohin mich mein Weg noch treibt...


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Ich habe auch einige Futterwaben zurückgelegt (Bruttraum war zu voll),
    sie haben leider angeschimmelt.
    Soll ich sie nächste Mal einfrieren?


    Grüße 123sonne

  • Moin Hagen,


    Bei meinen Völkern bleibt alles, ALLES!, was in den Bruträumen ist, den Immen. Oben isses meins... So habe ich bei ausgewählten Völkern gerade mal drei Kilo einfüttern müssen.


    Was mich aber zu der Überlegung veranlasst, evtl. zukünftig nicht mit zwei DNM- Bruträumen zu arbeiten, sondern auf DNM 1,5 umzustellen.
    Also doch der geiz? Oder nennen wir es Optimierung?


     
    Die Besitzverhältnisse sehe ich auch so. Was aber tut mein eines Volk? Bei der Durchsicht letztes Wochenende: keine Stifte, keine Queen zu sehen, aber beiderlei Brut im DN 1,5. Einige sehr bucklige Drohnenzellen. Der zwischengesetzte Flache Honigraum im Ausbau, ich habe am Rand in einem Rähmchen eine Korrektur vorgenommen und mit etwas Sorge und Fragen im Sinn auf dieses Wochenende gewartet.


    Wieder wenig Brut, dafür Honigeintrag unten, aber immerhin eine gestiftete Wabe. Beim Absetzen des HR so ein Summ!. Und richtig: jede Wabe in der Flachzarge mit wunderbarer Brut und einem schönen Näpfchen...


    Bienen sind Damen und machen was sie wollen... Meine haben nicht gelesen, dass sie ein nicht unterbrochenes Brutnest brauchen, außerdem erklären sie sich im Stande, die erforderlichen Aufstiege selber zu bauen...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  •  
    Arbeitest Du ohne Absperrgitter?
    Da ist es nicht unnormal sondern eher ganz natürlich, dass die Bienen das Brutnest nach oben ausdehnen, vor allem wenn der untere Raum mit viel frischem Nektar belegt ist. Im Gegenteil, wenn du eine leere Zarge zum Ausbauen oder mit Altwaben in denen zuvor schon Honig war aufsetzt, ist es zu dieser Jahreszeit vollkommen normal, dass die Königin den Baubienen folgt und das Brutnest dahin verlagert, wo gebaut wird oder der starke Honigduft reiche Nahrung für den Nachwuchs verspricht. Da kann ich irgenwo nicht nachvollziehen, warum Du davon ausgehst, dass die Bienen eine Trennung zwischen Brut- und Honigraum vornehmen, wenn sie ihnen nicht aufgezwungen wird. Das Brutnest ist ja auch nicht unterbrochen, wenn man mal von den Unter- und Oberträgern absieht.


    Wenn Du mit absperrgitter Imkerst, dann hast Du sicher die Königin versehentlich nach oben gesperrt, da bleibt ihr nichts anderes übrig, als oben zu stiften.

  • Moin Wulle,


    ich hatte gelesen und im Kurs erfahren, dass die Bienen gerne eine nicht durch Oberträger und Leisten unterbrochene Brutfläche hätten, eigentlich brauchen, Naturbau und möglichst ohne Draht, dass deswegen der 1,5er Brutraum optimal wäre und eine Sünde aus Bequemlichkeit des Imkers und wider den Bien, in einfachen Zargen zu imkern, da sie das dann nicht haben können. Wenn sie unten genug Platz hätten, bräuchte man auch kein Absperrgitter. Also habe ich keines.


    Den Nektar unten haben sie erst eingetragen, als oben schon gestiftet wurde, was ich zwar nicht gesehen hatte, aber aus verdeckelter Brut zurückrechnen kann.


    Echte Sorgen habe ich deswegen nicht, es ging mir hauptsächlich um den Hinweis, dass Grundsätze, die Besitzverhältnisse am Honig betreffend, manchmal eine gewisse Weitherzigkeit brauchen...


    Ich kann ja dann später die flache Brutzarge ganz nach unten stellen, da wird sie dann wohl auslaufen, und dann kann sie für meinen Eigenbedarf immer noch Honigraum werden.


    Immerhin aber sehe ich nun zu meiner Freude, dass der Umstand mit dem 1,5er Brutraum - solche Zargen hat mein Händler nicht vorrätig und muss sie bestellen, die im Winter bestellten sind noch nicht geliefert und vielleicht kriege ich Anfang dieser Woche welche - den Bienen offenbar gar nicht sooo wichtig wäre... Nu ja, bei bisher einem Napf hat es ja auch noch Zeit, und ich muss nur die Ruhe behalten.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

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  • Hallo Clas,
    ...und der Kursleiter hatt zufällig nicht solche Beuten verkauft?


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin Lothar,


    in dem Fall wüßte ich ja immerhin, wer sie mir liefert und hätte ein zuständiges Gegenüber und könnte...


    Aber leider ist es anders.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...