Eine Wabe ergibt ein Volk

  • Was haltet ihr von der unten beschriebenen Ablegerbildungsmethode? 135

    1. Ich finde die Methode gut. Ich verwende sie schon. (48) 36%
    2. Ich finde die Methode gut. Ich werde sie verwenden. (33) 24%
    3. Ich finde die Methode nicht gut. Ich werde sie nicht verwenden. (27) 20%
    4. Ich bin sehr skeptisch und werde die Methode vielleicht verwenden. (22) 16%
    5. Ich habe die Methode angewandt. Sie hat nich funktioniert. (5) 4%

    Unter diesem Titel wird im Deutschen Bienenjournal in der Ausgabe 5/2011 auf Seite 27 in der Rubrik "Tipps & Tricks für faule Imker" eine Möglichkeit der Ablegerbildung vorgestellt, bei der man jedem Ableger nur eine Brutwabe gibt, die auf jeder Seite zu drei Vierteln mit verdeckelter Arbeiterinnenbrut und etwas Eiern oder möglichst jungen Larven versehen ist. Mindestens die Hälfte der Fläche sollte mit ansitzenden Bienen besetzt sein. Die Brutwabe wird direkt an die Zargenwand gehängt, daneben eine Mittelwand und zuletzt eine Futterwabe. Alles sollte bis Mitte Mai geschehen sein. Der Ableger wird zwei Kilometer vom Muttervolk aufgestellt. Das Flugloch wird an der Stelle, ander die Brutwabe sitzt verkleinert. Nun kann man vier Wochen warten.
    Dann sollte die Königin bereits seit einer Woche Eier legen. Das Flugloch wird weiter eng gehalten. und die Bienen werden gefüttert.


    Nun, was haltet ihr von dieser Möglichkeit der Ablegerbildung. Ich werde diese dieses Jahr ausprobieren.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Hört sich nach Pia Aumeier an.


    Mein Imkerpate hat mir ähnliches empfohlen, meinen ersten Ableger habe ich auf diese Weise gemacht, Königin müsste morgen/übermorgen schlüpfen, Volk sieht stark genug aus um die Zeit zu überstehen.

  • Hallo


    aus solchen Ablegern können nur minderwertige Königinnen entstehen. deshalb lehne ich die Methode ab.Wenn eine Königin im Vollvolk gezogen wurde und dann zur Begattung in so einen Ableger kommt, würde ich noch zustimmen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Na ja, Notlösung eben. Nachschaffung. Weiselzellen aus einem schwarmtriebigen Volk sind selbst und freiwillig und "richtig" hergestellt.
    Hier wird mit einem Minimum eine Weisellosigkeit ausgelöst, das Notprogramm läuft an. die Zusammensetzung des "Volkes" (welches ja nun echt überhaupt keins ist, sondern ein armes Amputat desselben) ist nicht optimal. Dann das Verbringen an einen Neustandort, Füttern könnte man auch noch hinzunehmen, wenn man`s extrem sehen will.
    Funktioniert. - und zeigt, was die Immen so alles wegstecken und kompensieren können.


    Das war wohl gemeint.


    Denkt Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich habe damit kein Problem, und ich denke, die Bienen auch nicht.
    Was heißt schon: Nicht optimal...
    Wachsen Menschen optimal auf, Hunde etwa...?
    Optimal wäre, Bienen völlig sich selbst zu überlassen.
    Geht aber nicht mehr...


    Ich mache dieses Jahr noch kleinere Ableger auf 3 verschiedene Weise.
    Das will ich per Foto dokumentieren und ich stelle die Ergebnisse auch hier rein. Spätestens im nächsten Frühjahr.


    Kann funktionieren, kann aber auch in die berühmte Hose gehen.:cool:
    Bin sehr gespannt.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • beetic : besser hätte ich es auch nicht sagen können.
    Wir dürfen uns nicht über das Bienensterben aufregen, wenn wir derartige Vermehrung machen. Wie sollen diese Bienen externe Störfaktoren (PSM, Pollenmangel/Vergiftung, imkerliche Engriffe etc.) kompensieren, wenn sie damit beschäftigt sind, die Inneren zu kompensieren. Solche Völker laufen mehr als ein Jahr „auf der Felge“

  • luxnigra ,
    wie lange lebt ne Sommerbiene?
    @all,
    Das dabei Nachschaffungszellen verwendet werden, find ich nicht so gut, mit ne Edelzelle und entsprechendem Futter, kann das funktionieren.
    Es gibt aber auch andere Methoden.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Leute,


    wie entsteht eine Königin?
    Sollte das Volk mit der nachgeschaffenen nicht einverstanden sein, dann machen die sich im Herbst eine die besser passt.:wink:


    Gruß Ralf

  • Drohn


    Ich hatte mir diese Frage verkniffen, aber der Hartmut hat GsD gehandelt.
    Ich sag nur: BiFi muss mit!


    @alle
    Also es ist nach meiner Meinung so wie der beehead sagt:


    Es kommt darauf an, dass so ein Ableger mit nur einer Wabe genauso "bienengerecht" ist wie ein EWK. Nämlich überhaupt nicht!
    Beim EWK hat das Volk keine Wabengasse. Und der bien lebt in Wabengassen.


    Beim Ableger mit einer Brutwabe sollte "natürlich" auch eine weitere Wabe mit Bienen dabei sein. Futterwabe am besten. Aber sich auf der einen Brutwabe eine Königin in Form einer Nachschaffungszelle ziehen lassen, das scheidet aus!
    Das wird zwar vielleicht eine NOTkönigin, aber in aller Regel keine richtige Regentin eines Bienenvolkes.


    Man(n)/Frau sollte schon eine Edelzelle für diese Vermehrungsmethode nehmen.


    Nach meiner Erfahrung funktioniert diese Methode, aber ein Ableger mit zwei oder besser drei Brutwaben bringt jetzt um diese Zeit erstellt noch Honig in einer eventuellen Waldtracht. Letztes Jahr war es zumindest so!


    Ableger mit zwei Brutwaben hatte Mitte Juli eine Honigzarge Zander 2/3 voll! Habe nicht geschleudert sondern den Honig belassen. Das sind heuer in diesem Frühjahr richtige Bringer! Kaum ein Unterschied zu den überwinterten Altvölker.


    In gute Ableger zu investieren ist eine Maßnahme, die sich IMMER auszahlt!


    Der sprichwörtliche "Imkergeiz" ist hier fehl am Platz!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)