• Hallo Kollegen,


    was mich schon lange mal interessiert hätte, und langsam auch wieder aktuell wird:
    Unternehmt ihr etwas gegen Ameisen (ich meine jetzt nicht Chemie o. Ä.), sondern z. B. Leimringe?
    Entsteht mir als Imker, der gerne Honig ernten wollte, ein Nachteil durch Ameisen im Bienenvolk, d. h. klauen die Ameisen grundsätzlich Honig, und wenn ja, wieviel?


    Viele Grüße und Danke für Eure Antworten


    D.

  • Ich unternehme nichts mehr gegen Ameisen (sofern es keine Waldameisen sind) weil die nüscht machen und mir jede Bekämpfung zu viel Arbeit macht.
    Wenn die Ameisen in der Beute sind sollten sich die Bienen darum kümmern. Bei mir sind sie im Deckel und nutzen die Wärme für ihre Brut.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Waldameisen vor dem Flugloch erzeugen immer eine gewisse Unruhe bei den Wächterbienen. Ich habe meine Bienenkästen auf einem Balkenlager, daß auf 4 in den Boden eingedrehten Bodendübel ruht. Um diese Bodendübel schmiere ich einen Ring aus Wollfett. Man muß aufpassen, daß kein Grashalm eine Brücke bildet, die Ameisen finden diese bald.


    Viele Grüsse
    Günter

  • Hallo Imkerkollegen,


    danke für Eure Antworten. Scheinbar sind also Ameisen in der Beute bis zu einem gewissen Grad normal. Ich habe auch schon Leimringe um die Kanthölzer, auf denen meine Beuten stehen, geschmiert. Allerdings ist es immer nur eine Frage (sehr kurzer) Zeit, bis die Ameisen wieder in den Beuten zu finden sind. Ich habe sogar schon beobachtet, dass sich einzelne Ameisen quasi geopfert haben und im Leim der Leimringe eine Brücke für die anderen gebildet haben. Will man sicher gehen, so muss man schon einen nicht unerheblichen Aufwand treiben, und den würde ich eigentlich gerne vermeiden...


    Gruss


    D.

  • Hallo Leute,
    war letzte Woche beim Imkerfreund und das haben wir festgestellt als wir seine Beute besucht haben: (Anhang)


    Das waren echt agressive Viecher! Sobald ich mit der Hand näher an die Beute gekommen bin, haben sich die Ameisen in die Höhe gestreckt und wollten zubeissen. Und die Beute ist blitzblank gewesen, keine Larven, kein Nektar, keine Pollen und natürlich keine Bienen. Da werd mal einer Freund mit den Tieren.

  • Letztes Jahr hatte ich viele Ameisen und Ohrschlüpfer - dieses Jahr (noch) gar keine. Wo sind sie wohl geblieben? Vielleicht der Trockenheit erlegen? Gibt es auch unerklärte Ameisen- und Ohrschlüpfersterben? Dafür hat es viel mehr Mücken als sonst (trotz der Trockenheit).
    Liebe Grüsse,
    Ulla

  • Wenn die Ameisen in der Beute sind sollten sich die Bienen darum kümmern. Bei mir sind sie im Deckel und nutzen die Wärme für ihre Brut.


    Ich habe das gleiche "Problem". Heute bemerkte ich beim Beobachten meiner fleißigen Bienen, dass auch einige Ameisen fleißig an einer Beutenkante hoch- und runterliefen.
    Als ich dann eine Ameise mit einem Arbeiterinnenkokons nach oben laufen sah, wusste ich schon, was gespielt wird. Und in der Tat hatten es sich die Ameisen im Deckel unter der Isolierung gemütlich gemacht. Bereits ein Stapel Arbeiterinnenkokons lag dort, viele Ameisen wuselten rum sowie mind. 1 geflügelte - evtl. die Königin eines neugegründeten Ameisennests?


    Immerhin konnten sie nicht in den Brutraum vordringen - die Holzeinsätze für die Bienenfluchtöffnungen waren zum Glück ameisendicht.


    Ich habe als Sofortmaßnahme alle Ameisen beseitigt, die Kokons entsorgt und den Deckel ausgewischt sowie den Weg der Ameisenstraße an der Beutenaußenseite abgewischt (damit sich die Geruchsspur der Ameisen verliert).


    Kommen die Ameisen wieder?


    Speziell @ Olli: Du lässt die Ameisen also einfach in deinem Deckel gewähren und ihre Brut großziehen bzw. ein Nest aufbauen?


    Anm.: Es handelt sich bei den Ameisen um schnöde Lasius niger (Schwarze Wegameise).


    Viele Grüße
    CyberDrohn

  • Weitere Frage zum Thema Ameisen: Wenn Ameisen in der Beute sind, werden die doch von den Bienen "bekämpft", sie werden die Ameisen ja nicht einfach dulden. Wenn Ameisen angegriffen werden versprühen sie Ameisensäure. Würden sie so nicht indirekt auch gegen Varroa helfen? Natürlich mit ner geringeren Dosierung. Aber an sich dürften Ameisen in der Beute nur gut sein.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Zitat

    keine Larven, kein Nektar, keine Pollen und natürlich keine Bienen.

    Ich sehe da verdeckeltes Futter/Honig. Ist ne Einladung, nicht nur für Ameisen.


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Zusammen,


    an dem neuen Platz, den ich für meine Bienen ausgesucht habe, sind Ameisen.
    Erst hatte ich sie gar nicht bemerkt, aber mit fortschreitender Jahreszeit werden die Sandhaufen größer und man sieht auch, dass die Erde in dem Bereich besser abtrocknet. Und der Bereich ist so groß, dass ich nicht mehr glaube, dass da "ein kleines Ameisennest" ist. Die Ameisen sind ziemlich groß und schwarz (soweit ich das ohne Brille sehe ,-).


    Sollte ich die Bienen da lieber nicht hinstellen?
    oder die Ameisen bekämpfen (was fast aussichtslos erscheint, weil es noch mehr davon im Garten gibt)
    oder von vornherein mit baulichen Maßnahmen vorbeugen?


    Was meint ihr?


    Danke! grüße
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.