Ableger + Schwarmverhinderung + einfach gemacht

  • Hallo Imkers,


    erstmal: frohe Ostern!


    Ich habe schon etliche Beiträge über Ableger gelesen und verstehe immer weniger.


    Vieleicht beschreibe ich lieber, was ich vorhabe und einer von Euch hat einen Tipp für mich.


    Mein Bauchgefühl sagt, meine Bienen sitzen quasi schon auf gepackten Koffern. Ich bin
    aber die nächste Zeit auswärts auf einer Baustelle und kann daher keine Schwärme fangen, auf die ich eigentlich gehoft habe.


    Ich will nun 3 Ableger für meinen Bruder machen und diese in 4 Wochen mit nach Bayern nehmen.


    Wie packe ich die Sache an ? Ich möchte zudem verhindern, das die 3 zur Vermehrung
    vorgesehenen Wirtschaftsvölker darnach schwärmen, denn wer soll dann
    den Honig sammeln:wink:?


    Zur Verfügung habe ich 3 einzargige Segeberger Beuten, Normalmaß.


    Ähmm:roll:, ich bin übrigens kein Genie im auffinden der Königin und das Reinbugsieren derselben in den Käfig. Auch hier bin ich für Tips offen!


    Vielen Dank im Vorraus für alle Antworten + volle Honigtöpfe -


    Gruß Jörg

  • Hallo,
    1-zargig Segeberger ist zuwenig Brutraum. Wenn 1-zargig, dann mit 1,5 DNM, sonst 2-zargig. Wie lange bist du weg? Wenn es maximal 7 Tage sind, würde ich die Völker gründlich durchsehen. Von den 3 besonders schwarmtriebigen Völkern würde ich einen Königinnenableger mit 1 Brutwabe, 1 Futterwabe (alternativ Leerwabe + Futterteig), 1 Wasserwabe und dem Bienenbesatz einer weiteren Brutwabe am gleichen Standort bilden. So bleiben die Flugbienen im Muttervolk und die Honigleistung bleibt erhalten.
    Was mit den Restvölkern geschehen kann, hängt von deiner Abwesenheitsdauer und vom Zustand der Völker ab. Wenn möglich, würde ich einen Kleinableger mit verdeckelter Weiselzelle als Reserve bilden. Falls die Abwesenheitsdauer 7 Tage nicht überschreitet, könnte man in einem Volk nur Weiselzellen mit jüngsten Maden stehen lassen und diese nach der Rückkehr käfigen, um eine Königinnenreserve aufzubauen. Die Anzahl der anderen Weiselzellen sollte bis auf 1 reduziert werden. Es können auch mehrere sein, wenn sie sich auf derselben Wabe befinden.
    Bei den anderen Völkern würde ich alle Weiselzellen brechen und Zwischenbodenableger bilden. Zusätzlich würde ich alle Völker so schnell wie möglich auf 2 Brutraumzargen erweitern.
    Die Königinnenableger werden weiter gefüttert. Die Restvölker müssen auf Nachschaffungszellen durchgesehen werden.
    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph,


    vielen Dank für die ausführliche Antwort!


    Uff! Jetzt muß ich das erstmal in Ruhe durchlesen und durchdenken.


    Vorab zum Klarstellen: alle 4 Wirtschaftsvölker sind schon lange 2 - zargig und 3 davon seit 10 Tagen mit Honigraum! Die zur Verfügung stehenden 3 Segeberger
    Beuten bezogen sich außschließlich auf die Verwendung für die Ableger.


    Mir ist daran gelegen möglichst viele Ableger meinen Bruder mitzubringen. Ich könnte in die Segeberger Beuten einen Trennschied einsetzen und 6
    kleine Ableger mit verdeckelter Weiselzelle, Futterwaben usw. machen. Die könnten sich dann 4 Wochen ausgelagert bei einem Bekannten entwickeln.
    Währe das so richtig?


    Gruß Jörg

  • Gerade überschlagen sich die Ereignisse am Bienenstand!


    Schwarm abgegangen! Sammelt sich an einer Birke, ich habe Zeit, eine leere Beute und ich komme an ihn ran. Mein erster Schwarm!!!!!!
    Jetzt muß ich erstmal eine Leiter holen und alles vorbereiten - näheres später.


    Gruß Jörg

  • :lol: Soviel zu den Themen:


    Ableger
    Schwarmverhinderung
    +leicht gemacht


    alle auf einen Schlag - äh Schwarm - erledigt.:Biene:


    Viel Erfolg beim Einschlagen!


    Berichte mal!


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,


    ha,das war leider nichts mit dem ersten Schwarm. Kaum hatten die sich auf der Birke niedergelassen, sind die wieder zurück zur Beute und haben sich unterhalb
    des Flugbretts und der Beutenwand gesammelt; und trapp, trapp, trapp, wieder in die Beute einmarschiert! Auch so kanns gehen.
    Schade nur, daß ich mich die nächsten 3 Wochen nicht um die Bienen kümmern kann. So bleibt obiges Thema für mich weiterhin aktuell.


    Jetzt bereite ich gerade die Ablegerbeuten vor und erweitere heute Abend provisorisch meinen Bienstand & vorsichtige Durchsicht der Völker.
    Mal gucken was ich so vorfinde. Wahrscheinlich werde ich Brutwaben mit Weichselzellen entnehmen, das ist für mich das Einfachste. Die Kö finde ich
    eh nicht und die Völker werden in den nächsten Tagen so oder so schwärmen. Dann lieber jetzt schröpfen!


    Irgendwann klappts bestimmt mal mit dem Schwarmfang -irgendwann.


    Gruß Jörg
    Gruß an alle

  • Zitat


    wie soll sonst der Drohn Links zurückhalten können


    Indem Du bitte mal versuchst Deine Gedanken in Satzform zu veröffentlichen.
    Ein Anfänger benötigt Hilfe, der hat evtl. Panik und Angst um seine Bienen, kann keinen klaren Gedanken mehr fassen... und dann kommst Du mit Deinen stichpunktartigen Denkaufgaben und Caputschüttelei.
    So kommen wir hier nicht richtig weiter....


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo Jörg,
    ich kann gut verstehen, dass du in heller Aufregung bist! Mich würde es wahnsinnig machen, wenn ich weg wäre und wüsste, dass jeden Moment ein Schwarm rausgehen könnte...


    Wieso bist du so sicher, die Kö nicht zu finden? dann wäre dir schon viel geholfen... Auch ungezeichnete Königinnen findet man...


    Vielleicht antworten hier mal die Profis, wie du entweder Zwischenbodenableger machst, und/ oder das schwarmtriebige Volk auflöst, indem du mit der Kö einen Kunstschwarm machst und den Rest des Volkes mit den vorhandenen Weiselzellen auf die Ablegerkisten aufteilst.


    Ich bin selbst noch nicht sattelfest genug um dich da anzuleiten, sorry.


    gruß und *mitfühl*
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • So ist es nicht lieber Drohn,


    mein Bienenpate und ich halten das Schwärmen für die einzige richtige Vermehrungsform. Vor 2 Jahren habe ich ( mit dem Bienenpaten zusammen )
    einen Ableger gemacht. Nicht nur der Ableger war bis zuletzt schlapp, sondern auch die Wunden in dem Spendervolk haben sich erst nach Wochen geschlossen.
    Das tat schon weh.
    Für mich habe ich resümiert, daß Ableger für mich ( wohlgemerkt für mich ) kaum Sinn machen.


    Und trotzdem stehe ich vor der Frage wie ich meinem Bruder


    - a. Bienen mitbringen soll, und
    - b. mir Reservevölker und Königen parken soll, und
    - c. ich rund um die Uhr arbeiten muß.


    Mein Pate konnte mir die Fragen nicht beantworten - er hat allerdings auch noch nicht so lange Bienen .


    Vieleicht kann der Drohn mir helfen. Ich bin für jeden Tipp dankbar und setze ihn sofort um.


    Was ich bis heute Abend gemacht habe :
    den Bienenstand provisorisch erweitert, 3 leere Beuten mit schon bebrüteten Waben auf den Stand gestellt, in der Hoffnung, daß das Odre einem Schwarm
    gefällt und dort einzieht. Morgen Früh bin ich weg. Mehr schaffe ich auch nicht, weil ich noch für die Baustelle packen muß.
    Trotzdem: immer her mit den guten Ratschlägen.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jule,


    ich geh am Stand nachher noch die Kö such - ich bin ja auch noch nicht ganz fertig.
    Es macht mich auch wuschig das ich zur Zeit wo die Schwärme fallen viel unterwegs bin.


    Jetzt muß ich aber raus, es wird eh noch ein langer Abend. Später schau ich hier
    im Forum nochmal vorbei.


    Bis dahin -
    Jörg :Biene: