Schwärmerei

  • Moin Imkers,
     
    Mann-o-mann war das ein Ding, heute Mittag.
    Ich sitz an der Wachtelvoliere und quatsche mit dem Nachbarn,
    da geht ein Getöße am Bienenhaus los, und was wars, mein erster Schwarm
    während meiner dreijähigen Laufbahn als Bienenhalter.
    Zum Glück gings nur bis in Nachbars Garten aber in einen total verwachsenen
    Apfelbaum, nix mit Astabklopfen und rinn in die Kiste (laut Imkerbücher).
    Okay, nun hat er Kellerhaft und wartet auf bessere Zeiten.
     
    Gut, das war Belletristik, jetzt zum Fachlichen.
     
    Ich möchte den Schwarm, der meiner Meinung nach recht stark ist,
    auf DN 1 1/2 setzten.
    Soll ich ihn gleich auf 11MW setzten oder einengen, auf wieviel?
    Baurahmen auch?
    Gibt es noch Wichtiges was ich beachten muss?
    Also, ich bitte um Hilfe, is ja schließlich mein Erster,
    meine schwarmmäßige Defloration sozusagen. (o:
     
    schön Tach auch
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Ich möchte den Schwarm, der meiner Meinung nach recht stark ist,
    auf DN 1 1/2 setzten.
    Soll ich ihn gleich auf 11MW setzten oder einengen, auf wieviel?
    Baurahmen auch? schön Tach auch Bernd


    Moin ,Moin aus Hamburg,
    herzlichen Glückwunsch zu Deinem 1 ( erwischten ) Schwarm Deiner Völker :cool:
    Sie sind ausgezogen um zu arbeiten , also gib Ihnen Arbeit und lass Sie machen.Die wirst erstaunt sein, wozu Schwarmbienen fähig sind. Solche Leistung schafft kein Ableger.
    Achte auf Tracht und Wetter in den nächsten Tagen. Sonst (wenn Probleme ) mit Futter unterstützen.


    Ein tolles Erlebnis ........immer wieder :p_flower01:


    Beste Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Okay, meinen Senf also auch noch.
    Gib ihm so viele Anfangsstreifen, wie Waben in die Kite passen.
    Was sie bis zum Trachtende nicht ausgebaut haben, nimm ihnen wieder raus.
    Aber wundere dich nicht, die werden bauen, als ob sie Geld dafür bekämen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Warum Kellerhaft??? Rein in die Kiste und aufstellen, am besten am Platz des Muttervolkes, mit dem HR des Muttervolkes.
    Gruss
    Günter


     
    Hallo Bernd . Sofort aufstellen auf den Platzt des Muttervolkes . Alle 11 Waben geben . AUF GARKEINEN FALL DEN HONIGRAUM DES MUTTERVOLKES AUFSETZEN ! ! ! ! Schwärme haben für drei Tage Futter mit und ziehen bei Fütterung vor drei Tagen wartezeit wieder aus ! Lass sie einige Tage in Deiner 1 1/2 Zarge bauen und gebe dann einen neuen Honigraum und lass den anderen beim Muttervolk .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Bernd,
    gib den ganzen Brutraum auf einmal.
    Stell ihn auf den Platz des Muttervolkes.
    Gib den Honigraum erst später, der Schwarm hat für drei Tage Vorrat, den er erst verbauen soll.
    Damit "frisst" er mitgebrachte Krankheitskeime erst mal auf.
    Wenn er den Honigraum jetzt schon bekommt, "tankt" er wieder auf und haut ab (evtl.).
    Am vierten Tag bekommt er den Honigraum vom Muttervolk.
    Vielleicht auch noch Schüttelbienen von Waben als Verstärkung.
    Was ist mit den Muttervolk zu tun?
    Auf neuen Standplatz.
    Flugbienen verstärken den Schwarm.
    Schwarmzellen bis auf eine ausbrechen
    oder
    in Ableger mit jeweils einer WZ aufteilen (wenn es eine nachzuchtwürdige Königin ist).
    Nicht füttern wegen Räubereigefahr (einige Flugbienen könnten sich den neuen Standort gemerkt haben).
    Viel Glück und
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Was ist denn hier passiert?
    Zwei Imker - eine Meinung?!
    Noch zur "Kellerhaft":
    Braucht es nicht.
    Mache ich mangels Keller auch nicht.
    Auch wenn der Drohn seine Schwärme beerdigt und wiederauferstehen lässt,
    das kommt in der Natur so nicht vor.
    Der Schwarm zieht in sein neues Zuhause und fängt dort neu an.
    Einzig eine Wartezeit, in der sich der Schwarm in seiner Fangkiste beruhigt und sich wieder zur Traube findet, ist wichtig.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ... und gebe dann einen neuen Honigraum und lass den anderen beim Muttervolk .


    Mit dem Honigraum auf'm Muttervolk wird man keine Freude mehr haben. Da kommt in der Regel bis zum Ende der Saison mangels Bienen kaum mehr was rein. Es sei denn, man hat eine Spättracht.
    Den HR vom Muttervolk setz ich in der Regel einen Tag nach dem Schwarmakt samt Bienen die darin sind, auf den Schwarm. Ausgezogen ist da noch nie was. Das Muttervolk schröpf ich noch durch Platzverstellen um seine Flugbienen und setz es auf einen anderen abgeschwärmten auf, so bringt es auch noch etwas Honig.
     
    Viele Grüsse
    Günter

  • Hallo Miteinander,
    bitte messt die Leistung eines Bienenvolkes nicht nur an der Honigmenge.
    Ein Schwarm baut zwei Zargen mit Waben aus.
    Die Königin schafft eine Brutleistung von dreißigtausend Eiern in zehn Tagen (nach Bretschko).
    Mit welchem Aufwand bekommt man das in einem bestehenden Volk hin?
    Und das so ein Schritt zur Arterhaltung getan wurde, sei auch noch erwähnt.


    Zum Zeitpunkt des Umsetzen des Honigraumes:
    Bedenken, das das Muttervolk wegen Flugbienenmangels noch ausreichend mit Futter versorgt sein soll.
    Seht Euch die großen Brutflächen dort an, die das Erbe an den Bestand des Volkes sind.
    Die vielen hungrigen Mäuler müssen versorgt werden.


    Zur Behandlung der SChwärme gegen Varroa.
    Richtig!
    Das ist ein guter Zeitpunkt für alle Behandlungsmethoden bei brut- und wabenfreien Völkern.


    januarsturm :
    frühe Schwärme sind der Vermehrungstrieb des Biens.
    Die späten Schwärme entstehen durch Varroadruck.


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ein Vorschwarm im April oder Mai bringt noch jede Menge Honig, wenn die Natur mitspielt. Was da eine OS-Behandlung soll, ist mir schleierhaft, es sei denn, man erntet keinen Honig von diesem Volk.


    Wenn hier Honigkunden mitlesen, die bekommen das Grausen.


    Sachen gibts, die gibts nicht,


    meint der Bienenpeter

  • Hallo Bienenpeter,
    so schlägt es Januarsturm vor.
    Ich bevorzuge eine Wärmebehandlung.
    Da gibt es keine Rückstände.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.