verkümmerter/verkleinerter Flügel

  • Hallo ihr Imker und Imkerinnen,


    ich war gerade mal wieder bei meinem Bienenvolk, um mich an dem Gewusel, das am Flugloch herrscht zu erfreuen (Wie viel ist los? Was für Pollen? etc.). Ab und an sehe ich ein paar Bienen, die sich im Gras vor der Beute verfangen haben und versuchen hochzukrabbeln. Als ich mir eine Biene näher angeschaut habe, habe ich festgestellt, dass sie einen "normalen" und einen verkleinerten Flügel hat (Form normal, nur eben nur ca 50-60% so groß). Nun würde ich gerne wissen ob das normal ist, und es ab und zu so Mutationen gibt, oder ob Holland in Not ist und irgendeine Krankheit herrscht(trotz Gesundheitszeugnis)


    Alle anderen Bienen die ich beobachten konnte hatten keine Beeinträchtigungen.


    Die SuFu hat mir nur diesen: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=6138
    Thread beschehrt und eigentlich würde ich Varoatose ausschließen, da in 72h nur 2 Milben gefallen sind.


    Viele Grüße
    Felix

    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.~ Albert Einstein

  • Wenn Du eine 2. Meinung möchtest ?
    Drohn hat vollkommen Recht.
    Wenn in 72h nur 2 Milben gefallen sind, haben Tausende überlebt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Varroa!!!


     
    Abhilfe??? (Ich meine kann ich vor der Honigernte noch etwas gegen die Varoamilbe machen (ausser Drohnenbrut schneiden(bitte keine Diskussion über ob Drohnen schneiden Sinn macht oder nicht ))

    Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.~ Albert Einstein

  • Methansäure zuführen!
    Volk retten!
    Honig vergessen für dieses Jahr,
    außer Du hast späte Linde, Wald oder Heide.


    ....21 ist weit.


    ....
    in Dein Volk kann der Drohn von hieraus nicht schauen!
    Die Entscheidung liegt bei Dir!

  • ....wie schon oft gesagt : es kommt nicht darauf an was fällt , sondern was drin ist. Sehe es wie Drohn und Michael.
    Weitere Informationen zum Thema (Flügeldeformationsvirus) findest Du vermutlich hier : http://www.lvthi.de/downloads/…20kurzer%20ueberblick.pdf


    Beste Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • ... oder aber immer schön wachsam sein und die Situation im Auge behalten.
    Es kann sein, dass es nur "ein paar" Bienen erwischt hat, das Volk aber im großen und ganzen noch fit genug ist die Situation durch starke Brutleistung auszugleichen. Zumindest für die nächsten 4 bis 8 Wochen.


    Im Prinzip haben Daniel, Drohn und Michael recht: Varroa!


    Es kommt jetzt darauf an wie viel, und wie viel je Volk.
    Ich hatte so etwas letztes Jahr im Mai, bei drei Völkern an einem Stand, die standen direkt nebeneinander. Bei den dreien hat es bis zur Sommersonnenwende gereicht. Danach hab ich die totale Bauerneuerung gemacht und die Brutscheunen behandelt. Da hat es dann Varroa geregnet.


    Dieses Jahr ist aber alles ein wenig früher dran.
    Es kann also knapp werden. Wie der Drohn schon schrieb: "....21 ist weit."


    Es kann funktionieren, dein Volk kann aber auch ratz fatz zusammenbrechen.


    Zitat

    in Dein Volk kann der Drohn von hieraus nicht schauen!
    Die Entscheidung liegt bei Dir!



    In diesem Sinne!
    Arnd

  • Auch wenn hier schon einige Experten geantwortet haben, hier noch meine Meinung.
    Ich würde nicht vorschnell entscheiden. Die gefallenen Milbenzahlen sind für mich sekundär. Hier kann es Faktoren geben, die sie neg. beeinflussen.
    Ich halte es für möglich, dass der Flügeldeformationsvirus im Volk ist und dabei im Moment keine gefährlich hohe Milbenzahl vorliegt.
    Wenn jetzt das Brutnest ok ist und viele normal aussehende Jungbienen schlüpfen, dann würde ich die Frühtracht mitnehmen und zum Ende dieser die komplette verdeckelte Brut entnehmen.
    So kannst du dein Muttervolk sanieren, wenn dies überhaupt notwendig sein sollte und hast gleich einen Ableger. Diesen könntest du dann wenn nötig mit AS, OS oder MS behandeln.
    Gruß Peter

  • Hallo Felix,
    ich habe im Fruehjahr schon mehrmals Bienen mit veraenderten Fluegeln beobachtet und jedesmal haben sich diese Voelker praechtig entwickelt und den folgenden Winter gut ueberstanden. Mit diesen Beobachtungen stehe ich nicht alleine.
    Außerdem schrieb mir ein befreundeter Imker, dass Fluegelveraenderungen um diese Zeit auch auf verkuehlte Brut hinweisen kann.
    Gruss Peter

  • Hallo Miteinander,
    könnte auch verkühlte Brut sein.
    Bei den kalten Nächten und den großen Brutflächen...
    Viele Grüße
    Lothar
    der sich gerade fragt, ob dies als Symthom für Varroaschaden nicht erst später im Jahr typisch ist.

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.