Aubau des Bienenstandortes

  • Hallo zusammen,


    ich wollte euch mal fragen (da ich gerade dies tue) wie denn Euer Stand aufgebaut ist. Ich meine, nicht wie und wo die Beuten stehen, sondern was habt ihr sonst so für Euren Standort gemacht?


    Beispiel: Ich möchte auf den Beuten zumindest meinen Namen schreiben und evtl. das Volk benennen (Zahlen, Kennzeichen, Namen :) ). Habt ihr sowas? Ich denke sowas wäre für eine Kontaktaufnahme sinnvoll. Oder meint ihr, dass das gut und gerne für Späße genutzt wird?


    Zudem gibt es einige, die ein Schild wie: "Vorsicht Bienen!" aufstellen. Wie seht ihr das? Notwendig?


    Grüße,
    Elisei

  • N`Abend, Elisei!


    Ich denke in erster Linie sollte dein Standort kaum bis gar nicht einsehbar sein, idealerweise auch nicht für Unbefugte ohne größeren Aufwand zugänglich.
    Ein Warnschild halte ich da für kontraproduktiv, insbesondere für das Image deiner Bienen, da ein solches Schild ja eine von den Bienen ausgehende Gefahr impliziert.
    Wie du die Völker ansonsten markierst, kennzeichnest oder unterscheidbar hälst, sei dir überlassen. Nummerieren, farbig anmalen, Symbole anbringen, Namen der jew. Königin draufschreiben, markante Positionierung zueinander, gar nix...wie du magst...:wink:.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hi Patrick,


    Danke für deine Antwort. Und wie sieht das mit den Kontaktdaten des Imkers, für eine Kontaktaufnahme bei eventuellen Problemen?!


    Grüße,
    Elisei

  • Nabend,


    da meine Beuten auf meinen möglichen Standorten auf Privatgelände (bzw im Garten) stehen, sollte kein Fremder so nahe an meine Beuten kommen, dass ein etwaiger Aufdruck zu lesen wäre. Der ist also für mich überflüssig, außer die Familie vergisst den eigenen Namen. :wink:
    Bei den 3-4 Völkern dieses Jahr werde ich allerdings sicher noch genau wissen, welches Volk wo steht. Später denke ich wird für die Kennzeichnung (vorerst) ein Zettel mit Nummer unter der Blechhaube oder die Nummer mit Kreide auf dem Innendeckel (unter dem Blechdeckel) reichen.

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    wenn ich mich nicht irre, sollte ein Bienenstand immer in irgendeiner Form durch Hinweise gekennzeichnet sein, die auf den Besitzer hinweisen. Ich würde auf Adresse und Wohnort verzichten aber in jedem Fall Namen und Handy Nr. angeben. Angaben des Wohnortes lassen Rückschlüsse auf Deine Besuchszeiten am Bienenstand zu. Falls abgelegener Standort würde ich die Nachbarn auf den Zuwegungen ansprechen, das die mal ein Auge mit auf die Bienen haben und Dich als Imker kennen.
    Spart Ärger, bringt eventuell auch neue Kunden und gibt auch oft einen guten Tipp für super Standplätze (die nur Leute mit Ortskenntnis kennen).


    Beste Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo, Elisei!


    Ich habe meine Beuten nur auf Grundstücken stehen, wo die Besitzer immer im Vorfeld mein Kärtchen und meine Nummer(n) definitiv haben und wissen wann sie mich wie und wo erreichen können.
    Daher spare ich mir einen "Infozettel" an der Beute selber.
    Hat bisher immer gut funktioniert und jegliche Form von Schwierigkeiten kamen gar nicht erst auf.


    Zur Unterscheidung: Es gibt bei mir immer nur ein Volk auf einem Wabenmaß in einer Farbe, so kann es zu keinen Verwechslungen kommen. Sollte sich das ändern, würde ich mir den Standort der einzelnen Völker merken, ich räume die ja schliesslich nicht alle paar Wochen um.
    Zudem habe ich eine Übersicht in der ich eintrage, welches Volk mit welchem Status welche Königin mit welcher Herkunft (Geburtsjahr, Art d. Zeichnung, ggfs. Nummer / Buchstabe), Züchter /Eigenzucht, Tochter von wem, etc.) hat, also ob Altvolk, Ableger, KS oder Sonstiges.
    Soweti von mir.


    Gute Nacht
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Und wie sieht das mit den Kontaktdaten des Imkers, für eine Kontaktaufnahme bei eventuellen Problemen?!


    Kleine Plastikschilder mit Adresse samt Telefonnummer an der Bienenhaustür bzw. Gartenzauntür. Einmal kommt man so zu neuen Honigkunden :wink: und zum Anderen ist es hilfreich, wenn wiedermal Frevler am Werke waren und man so schneller informiert wird.
    Wenn man wandert, ist das Adressschild des Imkers am Wanderstand sowieso vorgeschrieben.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Kleine Plastikschilder mit Adresse samt Telefonnummer an der Bienenhaustür bzw. Gartenzauntür. Einmal kommt man so zu neuen Honigkunden :wink: und zum Anderen ist es hilfreich, wenn wiedermal Frevler am Werke waren und man so schneller informiert wird.
    Wenn man wandert, ist das Adressschild des Imkers am Wanderstand sowieso vorgeschrieben.


    Das habe ich mir auch gedacht. Aber ehrlich gesagt habe ich ein wenig Angst, dass die Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer) mißbraucht werden. Wer weiß... Bienengegner etc.? Habt ihr schon sowas gehört/erlebt?

  • Ein Warnschild halte ich da für kontraproduktiv, insbesondere für das Image deiner Bienen, da ein solches Schild ja eine von den Bienen ausgehende Gefahr impliziert.


     
    Da habe ich so ein schönes grelles gelbes mit einem sehr warnenden roten Rand.:wink:
    Ich habe es mir besorgt, da ich meine, irgendwo gelsen zu haben, dass ein Schild Pflicht wäre, welches auf die Bienen hinweist. Ich habe mir daher überlegt, ob ich nicht einfach das dran mache, welches die Aufschrift trägt:



    Das gab es mal bei Ebay. Da nehmen die meisten Leute hoffentlich die angebliche Gefährlichkeit nicht so ernst. Allerdings könnte ich mir auch so einige Leute vorstellen, die diesen Ratsclag doch glatt befolgen würden ... :lol::lol::lol:


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Hallo Friedrich,


    das mit dem "habe gehört" passiert mir auch sehr oft. Gibt es eigentlich hier irgendwo eine Struktur über das, was wirklich Pflicht ist, oder nicht? Sowas wie eine Liste o.ä.


    Das mit der Schildpflicht habe ich auch schon mal anderswo gehört. Aber eben nur gehört.


    Grüße,

  • ..... Gibt es eigentlich hier irgendwo eine Struktur über das, was wirklich Pflicht ist, oder nicht? Sowas wie eine Liste o.ä.


    Pflicht ist gar nix. Außer, dass Du den Standort bei Deinem örtlichen Verein anmeldest. Die geben das dann weiter zum Veterinäramt. (Oder Du gehst gleich selber zum Veterinäramt).
    Das Warn-Schild, welches auf Bienen hinweist, ist nur für versicherungstechnische Zwecke da. Pflicht ist das nicht....
    Hinweise ganz allgemein für die Imkerei findet man u.a. hier:
    http://www.lwg.bayern.de/bienen/info/
    http://www.llh-hessen.de/landw…neninstitut/beratung.html

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  • Das Warn-Schild, welches auf Bienen hinweist, ist nur für versicherungstechnische Zwecke da. Pflicht ist das nicht....


     
    Heißt das, dass, wenn an meinem Bienenstand jemand vorbei geht, der eine Bienengiftallergie hat, dieser gestochen wird und fast oder ganz umkommt, ich dann ohne Schild die Schuld trage, mit Schild jedoch nicht?


    Das wäre ein Grund mehr, die Bienen da aufzustellen, wo niemand hinkommt.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Heißt das, dass, wenn an meinem Bienenstand jemand vorbei geht, der eine Bienengiftallergie hat, dieser gestochen wird und fast oder ganz umkommt, ich dann ohne Schild die Schuld trage, mit Schild jedoch nicht?


    Ne, wenn ich das richtig im Kopf habe ist das bei Bienen so, dass Du mit und ohne Schild die A-Karte gezogen hast. Darum sollte man sich ja Bienen-Haftpflicht versichern.
    Also denke ich mir dann: Versichern und kein Schild aufstellen, so etwas lockt nur neugierige Alergiker an. :)

  • Ob ein Schild notwendig war, wird später im Einzelfall der Richter feststellen. - Dann ist es leider zu spät.


    heidjer Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)