Summsi und die Kunstrasse

  • Du hast Recht, auch meine Belgier sind echt Sch.....
    Aber nicht die Skandinavier. Aber warum willst du deren keine?



    Moin,
    vielleicht tu ich Dir ja unrecht...
    Ich habe das gefühl das Reiner es wohl eher um den Honigertrag und die Zucht geht und Dir wohl eher um eine gute Tat und etwas gutes zu tun geht!
    Hier werden zu oft Birnen und Äpfel verglichen!
    Auf der einen Seite die Berufs und Nebenerwerbsimker denen es um gute, gesunde ertragreiche und leicht zu bearbeitende Völker und Betriebsweisen geht und auf der anderen die hier die Bienen eher aus Idealismus halten, zum Kuscheln und zum rumspielen und keinen Honigertrag haben wollen oder es Ihnen nicht wichtig ist, aber dafür für jede gequetschte Biene eine Kerze anzünden!
    Das ist für mich so ein bißchen wie die Diskusion zwischen Berufsfischer und einem Angler, die Ansätze sind einfach zu verschieden.
    Ist ja vielleicht nicht nur mir hier so aufgefallen und es soll sich mal nicht gleich wieder einer auf die Füße getreten fühlen, alle von den oben genannten haben sicherlich Ihre für die jeweilige Art der Bienenhaltung die besten Vorsätze!
    Erstmal,
    Borderbee

    Irgendetwas ist ja immer...!

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  • Aber nicht die Skandinavier. Aber warum willst du deren keine?

    Weil das gar nichts damit zu tun hat die ursprüngliche Biene bei uns zu halten (der Gedanke hinter der Idee Dunkle Biene). Auch die Nigra war bei uns nie heimisch. Bienen die bei uns nicht heimisch sind habe ich schon und die sind gut, also bleibst dabei.

  • Bienen die bei uns nicht heimisch sind habe ich schon und die sind gut, also bleibst dabei.


    :daumen: Vor allem, was immer wieder vergessen wird: Es gibt nicht mehr die Umwelt in Mitteleuropa, als die schwarze Biene hier heimisch war und sich gegen alle anderen einwandernden Rassen durch Selktionsvorteil sich behaupten konnte. Der Mensch hat die Umwelt fundamental geändert und damit ändern sich auch die Bienenrassen, die hier einen natürlichen Selektionsvorteil haben. Und dazu kommt der Imker, der aufgrund seiner Ziele die Bienen selektiert.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Bienen die bei uns nicht heimisch sind habe ich schon und die sind gut, also bleibst dabei.


    Das haben sicher auch die Züchter der Nigra gesagt, als die Carnica kam und die C.züchter als die Buckis kamen...
    Geht das jetzt immer so weiter:confused:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Und dazu kommt der Imker, der aufgrund seiner Ziele die Bienen selektiert.

    Das ist jenseits aller biologischen Ordnungsbestrebungen die Quintessenz.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Das haben sicher auch die Züchter der Nigra gesagt, als die Carnica kam und die C.züchter als die Buckis kamen...
    Geht das jetzt immer so weiter:confused:


    ...logisch... wie mit den Beuten&Maßen.... es muß immer was Neues geben, damit es "modern" bleibt ...

    Wenn man mal in alte Bücher schaut, was es alles für Züchtungen gab, die heute kein Mensch mehr kennt, weiß man, dass die Suche des Imkers nach der "idealen" Biene eine immerwährende ist ......

    und wer sich über die natürlichen Rassen der Honigbiene kundig machen will, der sollte in den Ruttner schauen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Das ist jenseits aller biologischen Ordnungsbestrebungen die Quintessenz.


    :daumen: .. schau Dir doch die heutigen Hunderassen an... es ist einerseits erschreckend, was man aus dem Wolf gemacht hat, andererseits ist es erstaunlich, welche genetische Plastizität vorhanden ist..... bei den Bienen fällt uns das bloß nicht auf, weil sie für uns alle gleich aussehen ....... und wer wirklich mal vermehrt ohne zu selektieren, wird nach wenigen Jahren erleben, wohin die Natur selektiert.....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • ...und wer sich über die natürlichen Rassen der Honigbiene kundig machen will, der sollte in den Ruttner schauen.


    Auf einem Auge sieht man nicht räumlich, tu lieber noch Adam dazu und die Dunklen Osteuropas haben beide nicht gesehen....

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Auf einem Auge sieht man nicht räumlich, tu lieber noch Adam dazu und die Dunklen Osteuropas haben beide nicht gesehen....


    ... ich bin nicht so vermessen, zu behaupten, ich hätte Ahnung von Bienenrassen außerhalb Mitteleurops. Du hast natürlich völlig Recht, die Analysen bezüglich Bienenrassen auf dieser Welt scheinen noch einige "weiße Flecken" aufzuweisen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • :daumen: .. schau Dir doch die heutigen Hunderassen an... es ist einerseits erschreckend, was man aus dem Wolf gemacht hat, andererseits ist es erstaunlich, welche genetische Plastizität vorhanden ist.....


    Hunde werden genau wie Bienen vermenschlicht:http://www.nationalgeographic.…ntern/der-hundefluesterer


    Belyaevs Zähmung von Silberfüchsen (National Geographic april 2011 ist ein Artikel dazu) durch Auslese über 40 Jahre hat auch zu erstaunlichen hormonellen und körperlichen Veränderungen geführt - ähnliches ist vielleicht auch für die verstärkte Auslese bei der Biene aufgetreten.


    Zitat

    Mit Fortschreiten des Projekts konnten Veränderungen in den neurochemischen und neurohormonellen Mechanismen aufgedeckt werden, die für die genannten Bereiche eine wesentliche Rolle spielen, und zwar hauptsächlich der Cortisol-, Adrenalin- und Serotonin-Spiegel. Der stark abgesenkte Level der „Stresshormone“ Cortisol und Adrenalin und der abgesenkte Serotoninspiegel mit Zusammenhang zur Aggressivität sind plausible Erklärungsmuster für die zunehmende Zahmheit. Diese Reaktionen in den Hormonenspiegeln können neben den Verhaltensänderungen auch zu den Entwicklungsänderungen in Belyaevs Versuch beigetragen haben. Ein plausibles Modell geht davon aus, dass eine Verzögerung der angeborenen Furchtreaktion bei den Jungtieren die zunehmende Vertrautheit mit Menschen bewirkt. Diese Entwicklungsverzögerung ist durch entwicklungsbiologische Zwänge möglicherweise mit anderen Entwicklunhgsverzögerungen gekoppelt. Die typischen anatomischen Auswirkungen machen das Tier welpenähnlicher („Neotenie“), oft gekoppelt mit erhöhter Fruchtbarkeit. Besonders hat Trut darauf hingewiesen, dass der Fruchtbarkeitszyklus bei weiblichen Wildtieren genetisch normalerweise „fest verdrahtet“ ist und selbst in jahrzehntelangen direkten Züchtungsversuchen in der Vergangenheit nicht im Sinne der Züchter abgeändert werden konnte.[71] Solche Veränderungen gelangen aber im Versuch Belyaevs als Beiprodukt, und zwar auf dem Weg ausschließlich über eine gezielte
    Verhaltensselektion...


    Gruß molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“