Beutenreinigung mit Natronlauge

  • Hallo,
     
    leider habe ich in der Literatur und im Netz nur sehr wenig konkretes zur Beutenreinigung mit Natronlauge finden können. Folgende Fragen habe ich:
     
    a.) Reicht einfaches, kurzes untertauchen der Beute (auch Styroporbeute) in einem ca. 3 %-tiges Natronlaugenbad aus, um die meisten Krankheitserreger (nicht Faulbrut) abzutöten?
     
    b.) Ist es ausreichend, wenn ich die Beute ca. 30 min später mit Kaltwasser aus dem Wasserhahn abspritze oder sollte ich abschrubben, damit keine Natronlaugenreste, die dem Volk schaden, verbleiben? (Hochdruckreiniger möchte ich nicht nehmen, da ich ja dann die Natronlauge durch die Gegend verspritze.)
     
    c.) Muß ich kurzgetauchte Holzrähmchen ebenfalls abschrubben, damit keine Natronlaugenreste hinterher im Honig sind? Besteht durch Natronlaugennutzung die Gefahr, dass der Honig nicht verkauft werden darf?
     
    d.) Wie reinigt Ihr Stockmeisel? Taucht Ihr die von Volk zu Volk in Natronlauge, um keine Krankheiten zu verschleppen.
     
    e.) Wer kann mir konkrete Tipps aus der Praxis zur Desinfektion von Segeberger Styroporbeuten geben. Abkochen mit Natronlauge kommt für mich nicht in Frage. Extrem zeitaufwendige Verfahren (1 Beutenseite 1 Nacht tauchen, 1 Zarge = 4 Tage) kommen ebenfalls nicht in Frage.
     
    f.) Gibt es Literatur oder Links zum Thema Styropo-Beutenpflege mit Natronlauge o.Ä.?
     
    Grüße
    Günter


  • a.) Reicht einfaches, kurzes untertauchen der Beute (auch Styroporbeute) in einem ca. 3 %-tiges Natronlaugenbad aus, um die meisten Krankheitserreger (nicht Faulbrut) abzutöten?


    Soweit ich weiß: nein, kurzes Untertauchen in kalte Natronlauge 3% reicht nicht. Dazu müsste die Lauge schon heiß sein. Außerdem braucht es auch etwas Zeit, um Wachs- und Propolisreste aufzulösen, in/unter denen sich ja auch Sporen verstecken können.
     

    Zitat

    b.) Ist es ausreichend, wenn ich die Beute ca. 30 min später mit Kaltwasser aus dem Wasserhahn abspritze oder sollte ich abschrubben, damit keine Natronlaugenreste, die dem Volk schaden, verbleiben? (Hochdruckreiniger möchte ich nicht nehmen, da ich ja dann die Natronlauge durch die Gegend verspritze.)
     
    c.) Muß ich kurzgetauchte Holzrähmchen ebenfalls abschrubben, damit keine Natronlaugenreste hinterher im Honig sind? Besteht durch Natronlaugennutzung die Gefahr, dass der Honig nicht verkauft werden darf?


    Meiner Meinung nach ist Natronlauge in der Hinsicht völlig unkritisch, denn Natronlauge reagiert mit Kohlendioxid aus der Luft zu Natriumcarbonat=Soda. Kurzes Abspülen sollte genügen.


    Grüße,
    Robert

  • Moin, moin,


    kein Schmarrn, es gibt Böden mit Alugitter bei Segebergers. Wenn man so im Hygienerausch ist, liegt es nahe, die auch zu behandeln, die Böden...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo,


    also dieser Umgang mit Natronlauge, "besonders wenn sie angewärmt" (WB), ist ein zu heißes Ding!!! Ich würde das NIIIE profülaktisch (prophylaktisch --- oder wie immer man das schreibt, also "einfach nur so") unternehmen. Und im Ernstfall würde ich es mir auch sehr überlegen ob ein Steichholz nicht die Risiko-losere Variante ist. [e.):] Wenn verseucht ist der Weg in die Müllverbrennungsanlage ist bestimmt der einfachste und beste; ansonsten ist es Restmüll .


    Alois

  • Muss es immer Natronlauge sein.
    Mit Soda geht´s doch auch.
    Wenn man die bei Ranga Yogeshwar http://www.wdr.de/wissen/wdr_w…ehen/11/04/05_2100_w.php5 gezeigten Reinigungszusammenhänge Chemie, Temperatur, Dauer und Intensität beachtet kommt man zu guten Ergebnissen.
    Ist halt leider noch nicht von den Instituten untersucht.
    Statt dessen bringen die Bienenzeitungen in ihren Winterausgaben gefährlich dampfende Wurstkessel auf ihren Titelbildern. Dazu muss Imker mindestens Kleinbauer sein. Reihenhausimker würden mit dieser Furcht erregenden Apparatur von ihren Partner von der Terrasse gejagt.

  • Hallo zusammen


    Das reinigen mit Natronlauge funktioniert sehr gut.


    Wir haben einen alten Geschirrspühler (draussen) den wir mit Natronlauge betreiben.


    Unsere Kleinteile wie alle Fenster unserer Schweizer Hinterbehandler, Deckbrettchen, Fensterkeile und Werkzeuge werden wie neu.


    Und das ohne gross zu schruppen .......


    Viele Grüsse, Ernst

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.


  • Hallo Schlumpf


    Ich habe beim einem Küchengerätehändler einen alten gebrauchten geholt. Noch funktionsfähig aber aus einem Küchenumbau, der währe eh der geregelten Entsorgung zugeführt worden.


    Das Wasser wird frisch zugeführt, die Lauge als Pulver direkt in den Spüler gekippt, dann das Programm Deiner Wahl einstellen. Ich wähle in der Regel das intensive Programm wo die Lauge dann stark erwärmt wird. Denn kalt wird es nichts.


    Das Abwasser führe ich in einen Kessel der regelmässig entleert werden muss. Dieses Abwasser kann ich gut verdünnt dem normalen Abwasser mitgegeben werden. (Auskunft Abwasserreiniger der Region)


    Es macht Sinn die gebrauchte Lauge jedes Mal zu ersetzen, denn die Brühe ist meist so, dass man es sich nicht mal mehr überlegt sie überhaupt nochmals zu verwenden.


    ABER bitte Sicherheitshinweise zu Natronlauge beachten.


    Auch würde ich es NUR draussen machen, die Geruchsemissionen sind halt einfach da.
    Zudem kann es sein, dass die Lauge ein wenig schäumt und das ist dann im Hause nicht so schön wenn die Brühe raus läuft.


    Wie bereits schon in einem anderen Beitrag oben erwähnt darf kein Alu rein …., das Verfärbt sich oder es löst sich auf.
    Holzteile (Echtholz) sind kein Problem, Presspan oder so Schichtverleimte Platten würde ich nicht waschen, da sind dann nur noch die ursprünglichen Bestandteile vorhanden und verstopfen den Abfluss. :lol:


    Am Schluss wird noch alles klar nachgespült.


    Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.


    Viele Grüsse, Ernst

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.