Wann kommen neue Flugbienen?

  • Hallo zusammen.
     
    Wie in einem anderen Fred schon erwähnt, hatte ich einen Ableger auf einem starken Volk überwintert. Vor zwei Tagen habe ich die beiden voneinander getrennt und versucht, den "Trick" des "Umstellens auf kurze Distanz" aus diesem Forum anzuwenden. Also das große Volk (2zargig) zur Seite gestellt, den 1zargigen Ableger2010 am alten Platz stehen lassen. Das Flugloch des 2Zargers schön mit Gestrüpp (Efeu) verbarrikadiert, so dass sie erstmal klettern mussten, bis sie ausfliegen konnten.
     
    Als ich das Flugloch geöffnet hatte, sah es auch so aus, als sei der Versuch erfolgreich, denn die ersten Bienchen flogen mit dem Popo voran und guckten sich erst mal die eigene Beute an (ich würde sagen, sie flogen sich ein). Später am Tag aber fiel auf, dass doch erheblich weniger Bienen aus dem 2zarger kamen als aus dem am alten Platz verbliebenen Einzarger. Ein Blick in die Kisten zeigt, dass der Einzarger tatsächlich deutlich mehr Bienen beinhaltet als vorher. Demnach ist der Versuch nicht ganz geglückt. Nur gut, das ich zur Sicherheit das kleinere Volk habe stehen lassen, sonst wären dessen Flugbienen jetzt im ohnhin stärkeren und die kleine Kiste fast leer.
     
    Nach soviel Laberei jetzt meine Anfängerfrage: wann hat sich das Volk erholt und neue Flugbienen rekrutiert? Kann ich damit "in den nächsten Tagen" rechnen, oder dauert sowas durchaus länger? Es ist immer noch ganz ordentlich bestückt, aber eben anscheinend nur noch wenige Flugbienen dabei.
     
    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf


    Nachtrag: das Trennen hatte ich am Abend gemacht, die große Kiste verschlossen und am nächsten Morgen wieder geöffnet. Es war schon recht dunkel und kühl, also werden das nicht alles Spätheimkehrer sein

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  • Hallo Ralf


    wenn an der alten Stelle eine Beute stehen bleibt fliegen 99% der Flugbienen auch dahin zurück.Ich bin auch davon überzeugt das dieses System auch bei Volltracht nicht richtig funktioniert. Das ist eher eine Sache für flugarme Zeiten. Du hast nichts falsch gemacht, aber nimm so schnell wie möglich das Grünzeug weg, das behindert nur die Bienen. Wenn genug Brut im Zweizarger war merkst du in einer Woche nichts mehr vom Umstellen. Bei kaltem Wetter werden die zur Verfügung stehenden Bienen zum halten der Bruttemperatur gebraucht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Ralf,
    leider schreibst Du nicht, wie der oben überwinterte Ableger vom unteren Volk getrennt war.
    Wenn er mit Absperrgitter getrennt war, hast Du in dem Ableger kaum Flugbienen, weil dieser Jungbienen aus dem unteren Volk absaugt.
    Wenn Du in dann seperat aufstellst, fällt natürlich das Fehlen der Flugbienen auf.
    Aber keine Angst, wie von Frisch schon nachwies, erfüllen bald jüngere Bienen diese Lücke.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  •  
    Hallo Ralf , in einigen Tagen hast Du auch wieder Flugbienen .

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Danke an alle für die Antworten. :p_flower01:
     
    Lothar : ja, sie waren mit Absperrgitter getrennt. Aber nicht dort fehlen die Bienen, sondern am großen Volk, das ich daneben gestellt habe. Ich hatte ja gerade das große Volk zur Seite gestellt, weil dieses wohl Bienenverluste eher verkraftet als das kleine.
     
    Drobi : Grünzeug ist weg.
     
    Peter : Frühtracht hab ich hier eh nicht. Ich verbuch's unter dem Stichwort "lernen"
     
    Zurzeit hab ich leider andere Sorgen: Ich weiß jetzt, dass ich Bienengiftallergiker bin. :-( Durfte die Nacht von Sa auf So im Krankenhaus verbringen, weil mich eine meiner Kleinen in den Arm gestochen hatte. Jetzt muss ich erst ne Desensibilisierung machen, bevor ich wieder an die Völker darf. Einstweilen kümmert sich mein Pate um meine Völker.
     
    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

  • Herzliches Beileid. Ich hab letztes Jahr während eines Ausschwärmens während des Baurahmenchecks, als ein ganzer 20-Völker-Stand völlig aus dem Häuschen geriet, feststellen dürfen, dass ich neun Stiche nicht vertrage: Kreislauf total in den Keller, juckender Hautausschlag am ganzen Körper. Seither trage ich Schleier, Handschuhe und Fleece überm T-Shirt, auch wenn es so warm ist wie heute. In diesem Jahr hat mich noch keine gestochen. Allergie ist kein Grund mit der Imkerei aufzuhören. Aber die Kleidung muss dann eben stimmen. Ingerich

  • ...Allergie ist kein Grund mit der Imkerei aufzuhören. Aber die Kleidung muss dann eben stimmen. Ingerich


    Hallo Ingerich,


    auch die Beste Kleidung schützt nicht vor Stichen.
    Zur Sicherheit: Notfallbesteck und Handy!


    Übrigens: Ganz früh morgens ist es noch gut temperaturmäßig zu ertragen.
    Ich weiß, wovon ich spreche...:roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Nee, nach meiner Erfahrung vom Samstag bleib ich den Immen erst mal fern. Es ist bereits meine dritte stärkere Reaktion, immer ein bißchen mehr. Ich wäre am Sa nicht mehr in der Lage gewesen, selbst zum Arzt zu fahren. Zeitweise fühlte ich mich, als hätte ich drei Flaschen Whisky getrunken. Außerdem hatte ich erhebliche Atemnot.
     
    Beim nächsten Mal, möglicherweise allein, kann's das Ende sein. Ich sehe, wie auch die Ärzte, nur zwei Möglichkeiten: Aufhören mit dem Imkern oder Desensibilisieren.
     
    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf
     
    Übrigens, Ingerich: Beim Bienenweber z.B. steht ausdrücklich dabei, dass die Kleidung nicht für Allergiker reicht, weil 100%iger Schutz nicht gegeben sein kann.

  • Nee, nach meiner Erfahrung vom Samstag bleib ich den Immen erst mal fern. Es ist bereits meine dritte stärkere Reaktion, immer ein bißchen mehr. Ich wäre am Sa nicht mehr in der Lage gewesen, selbst zum Arzt zu fahren. Zeitweise fühlte ich mich, als hätte ich drei Flaschen Whisky getrunken. Außerdem hatte ich erhebliche Atemnot.


     
    Aus Neugier: wie kam es zu dem Stich (Biene versehentlich gequetscht, oder Biene einfach genervt)? Wie lange dauerte es bis zum Einsetzen der allergischen Reaktion?


    Ich selber bin mein ganzes Leben lang nie von einer Honigbiene gestochen worden, bis letztes Jahr, als ich mit dem Imkern anfing (es war aber keine von meinen, die mich gestochen hat). Daher kann ich noch nicht wissen, ob ich beim nächsten Stich allergisch reagieren würde, deshalb vorsorgliches Interesse an Details.


    Mich würde interessieren, ob in so einem Fall ein Stichheiler/Bite away geholfen hätte. (ein kleines batteriebetriebenes Gerät mit einem beheizten Metallplättchen, das man auf den Stich drückt, und das durch Hitzeeinwirkung einen Teil des Giftes neutralisieren soll) Der Hersteller sagt: ja, kann helfen, aber keine Garantie.
    Außerdem wäre interessant, ob die vorsorgliche Einnahme eines Medikaments wie es z.B. bei Pollenallergie genommen wird, die Reaktion hinreichend unterdrückt hätte. Ich nehme z.B. im Frühjahr sowieso oft Cetirizin wegen meiner Hasel/Erle/Birkenpollenallergie


    Vielleicht könntest du mit dieser Kombination weiterimkern: morgens erstmal eine Cetirizintablette, Schutzjacke mit Schleier und Handschuhen, Stichheiler in der Tasche.


    Grüße,
    Robert



    Edit: sorry, Fläming, hast recht. Vielleicht kann ein Moderator die entsprechenden Postings abtrennen und in den passenden Thread verschieben?

  • So, ein letzer Beitrag zum Thema Allergie, Fläming hat ja recht.
     
    Aber ohne solche Abschweifungen fänd ich - ehrlich gesagt - so ein Forum doch sehr trocken und geradezu langweilig. Ist ein bißchen wie "Stammtisch": man fängt bei einem Thema an und kommt über wildeste Umwege auf ganz andere Themen.
     
    Re-Mark : die Reaktion kam innerhalb von Sekunden. Wie mir der Arzt im Kkhs. sagte, verläuft genau an der Stelle eine Vene. vermutlich hat sie die getroffen, so dass das Gift ruck-zuck im ganzen Körper verteilt war.
     
    Ich glaube nicht, dass diese Geräte die Du meinst, bei einer Allergie helfen. Die sind was für die "normale" Reaktion mit lokaler Rötung, Schwellung und Juckreiz. So eine richtige Allergie ist ne andere Hausnummer. Auch die 40 Tropfen Fenistil, die ich gleich genommen habe, haben nicht gereicht. Ohne Cortison war da nix. Cetirizin habe ich am nächsten Tag bekommen, weil der Arm immer noch geschwollen war bzw. jetzt noch ist.


    Zum Hergang: Es ist ein etwas schwächeres Volk, ich wollte mal schauen, wie weit sie sich inzwischen ausgebreitet haben. Also eben die Folie angelupft und schon kamen einige herausgekrabbelt, diese eine dann geradewegs auf meinen Arm und zack, war's geschehen. Dabei hatte ich vorher noch überlegt, eine Jacke anzuziehen, bin aber dann doch im T-Shirt an die Bienen gegangen.
     
    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

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