Varroa außer Kontrolle - und was Pestizide damit zu tun haben

  • Diese Studie zeigt, daß Pestizide zur Verkürzung der Lebensdauer der Bienen um bis zu vier Tage führt - und gleichzeitig die Dauer der Verdeckelung erhöht.


    Zitat:
    "Worker bees reared in relatively uncontaminated brood comb lived an average of 4 days longer than bees reared in comb containing high levels of pesticide residues (Fig. 5, p = 0.005). Emergence time was also affected by contamination of control comb after multiple brood cycles, resulting in a shift in the proportion of worker bees that emerged on days 20, 21 and 22 (Fig. 6A–C). During the first brood cycle (Rep 1), a significantly higher proportion of bees emerged from control combs on days 20 and 21 of development compared to emergence on day 22. Of worker brood reared in control combs, 42% and 53% emerged as adults on days 20 and 21, respectively, while only 5% emerged on day 22 (p<0.0007). In contrast, by the third brood cycle (Rep 3) adult emergence from control comb on day 22 was much higher (18%) than emergence on day 22 during the first brood cycle (Rep 1) (5%). In addition, only 2% of worker brood reared in control comb on the third replicate emerged as adults on day 20 compared to 42% of brood that emerged on day 20 during the first brood cycle. The majority (80%) of brood from replicate 3 emerged on day 21 of development (Fig. 6A–C). These data suggest a shift in the occurrence of adult emergence from day 20–21 to 21–22 and delayed emergence for developing worker bees as a result of pesticide residue exposure to contaminated brood comb."


    Genau wie im Dokument "Varroa außer Kontrolle" beschrieben.


    Siehe:
    Sub-Lethal Effects of Pesticide Residues in Brood Comb on Worker Honey Bee (Apis mellifera) Development and Longevity
    Wu JY, Anelli CM, Sheppard WS, 2011 Sub-Lethal Effects of Pesticide Residues in Brood Comb on Worker Honey Bee (Apis mellifera) Development and Longevity. PLoS ONE 6(2): e14720. doi:10.1371/journal.pone.0014720


    Online: http://www.plosone.org/article…71%2Fjournal.pone.0014720
    PDF: http://www.plosone.org/article/fetchObjectAttachment.action;jsessionid=0E375F98CEE8C512D76667680E14019E?uri=info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0014720&representation=PDF



    Vergleiche auch: http://www.immenfreunde.de/smcell.pdf - dort die Tabellen und Grafiken zur Varroavermehrung bei veränderter Dauer der Verdeckelung.


    Gruß
    Bernhard


  • anscheinend soll es noch viel schlimmer kommen.
    letzten Samstag war Tag der offenen Tür in Hohenheim.
    bei der Vorführung der Vraroabehandlung wurde erwähnt, daß wir in den nächsten 5 jaheren mit weiteren 5 -6 Krankheiten bzw, Parasiten zu rechnen haben.
    ein Käfer wurde erwähnt, welcher sich bereits auf dem Weg zu uns befindet.
    weiss den Namen leider nicht mehr.

  • >>Mit der „Liebefelder Schätzmethode“ lassen sich die Abläufe im Massenwechsel eines Bienenvolkes gut erfassen. Sie dient auch dazu, imkerliche Massnahmen oder die Auswirkung von Pestiziden auf die Volksentwicklung zu überprüfen.<<
    aus: http://www.agroscope.admin.ch/…1322491728_af68_d_web.pdf


    Siehe Kapitel 8. Sollte viel mehr so oder anders gemacht werden! Und dokumentiert!


    Wer macht so etwas schon und hat welche Erfahrungen damit?


    Gruß
    Bernhard

  • Dann bin ich gespannt, ob er in seinem neuen Buch mehr verrät...


    Gruß
    Bernhard

  • Quod erat demonstrandum.


    Zitat:
    >>Laut der im Auftrag des Europäischen Parlaments durchgeführten Untersuchung hat der Rückgang der Bienenvölker zwar multifaktorielle Gründe; aber der Einsatz der Neonikotinoide werde in aktuellen wissenschaftlichen Studien immer häufiger als wesentlicher Faktor angesehen. Neonikotinoide hätten eine hohe akute Toxizität auf Honigbienen, aber auch die chronische Kontamination der Bienenvölker mit kleinsten „subletalen“ Dosen könne ernste negative Effekte verursachen, heißt es in der Studie. Diese reichten von Verhaltensstörungen bis zur Schwächung der Widerstandsfähigkeit der Tiere gegen Krankheiten und Parasiten.<<
    (Hervorhebungen von mir)
    aus: http://www.proplanta.de/Agrar-…ie_article1356523242.html

  • langsam dämmerts


    Fragt sich nur wem?


    Ich hab erst kürzlich gelesen, dass Dr. Liebig während seiner Arbeit an der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim an mehr als 3000 Völkern über 400.000 Populationsschätzungen durchgeführt haben soll!


    Eine beachtliche Leistung!


    In einem Komentar zu einem Film der die Neonics Kritisierte war von ihm zu lesen, dass in 2008 am Oberrhein kein einziges Bienenvolk an den Vergiftungen durch die Maisbeizen gestorben sein soll!


    Lediglich die Flugbienen wären seiner Zeit dezimiert worden, schreibt er da weiter!


    Er muss auf jedenfall in dem Jahr eine sehschwäche gehabt haben!


    Denn nicht nur die Flugbienen waren Opfer der Neonics!


    Es waren auch massenweise Jungbienen dabei, die den vergifteten Pollen konusmiert hatten!


    Man konnte diese gelähmten und toten Jung-Bienen jeden Morgen auf den Bodenbrett finden!


    Mit Beginn des Bienenflugs wurden diese aber dann immer fleisig weg geräumt!


    Und wollte man das z.B. den TV Teams dann erst um halb Acht zeigen, waren keine mehr da!


    So kann man sich halt auch sehr schnell verschätzen!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!