Aggressive Völker nach PSM Einsatz ???

  • Gestern habe ich die Durchsicht nach zehn Völkern abgebrochen,
    weil meine Damen derart aggressiv waren, dass normales Arbeiten
    an den Völkern nicht möglich war.
    Das Wetter war ausgezeichnet. 21°C , leichter Wind, keine Bewölkung.
    In direkter Nachbarschaft meines Standes gibt es eine Baumschule
    und einen Bauern der irgendein Getreide eingesät hat.
    Kann es möglich sein, dass dort Gestern Früh irgendwelche Pflanzenschutzmittel
    ausgebracht wurden und die Bienen deshalb sauer waren?
    Die Völker waren total nervös. Die Bienen sind sobald ich mich genähert habe
    aufgeflogen und haben Angriffe gestartet.
    So etwas habe ich noch nie erlebt.
    Hat Irgendjemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht.
     
    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • Ein älterer Imker hat mir erzählt, dass er in den 50er Jahren Beuten aus Holz von der Bahn gefertigt hatte. Dieses Holz war mit einer Flüssigkeit gegen Verrottung geschützt. Jedenfalls waren die Bienen in diesen Behausungen so aggressiv, wie er es nie zuvor erlebt hatte. Dazu kam noch, dass die Bienen das Holz "abfrästen".


    Eigene Erfahrungen kann ich dazu aber nicht beisteuern. Bei mir werden sie nur regelmäßig im Spätsommer aggressiv. Das führe ich aber auf den Trachtmangel zurück.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Hallo Schilling,
    zumindest bei den Neonics, verursacht das Nervengift Verhaltensstörungen. Diese können u.U. so massiv sein, dass man es bei der Volkskontrolle nicht annähernd bis zum 10. Volk schafft, selbst unter Schutz.
    Momentan sieht man viele LW im Getreide und im Raps spritzen.
    Im Getreide wird sicherlich ein Herbizid verwendet, möglicherweise Round up. Beim Raps bin ich mir nicht sicher.Jedenfalls habe ich in den Osterklocken massig Käfer.
    Gruß Peter

  • Hallo Fritze,

    Zitat

    Da wäre doch eigentlich einmal eine genauere Untersuchung fällig?!


    Find ich auch. Gute Idee.
    Fang an!

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,


    leider bin ich noch Schüler und habe voraussichtlich erst in 8 Jahren mein Studium in der Veterinärmedizin beendet.
    Zudem , was heißt das schon, müsste sich doch ein Bieneninstitut darum kümmern. Allerdings bin ich interessiert an der Forschung mit Bienen.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Hallo Friedrich,
    8 Jahre sind doch kein Problem.
    Und ein Thema für deine Dissertation haste auch schon.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg auf deinem Lebensweg.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    könnte vielleicht an Hunger liegen....


    gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Gestern bin auch ich von meinen Bienen angegriffen worden, ging nur 30 m an ihnen vorbei.
    Entweder ist es der Wetterumschwung, die Rübsentracht auf 3 km eines Biobauern, oder die Neonics, die JETZT im Raps gespritzt werden. (völlig sinnlos, denn beim Biobauern sassen mehr Bienen als Rapsglanzkäfer auf den Rübsen, der ja Artverwand ist)

  • Gestern habe ich die Durchsicht von voriger Woche beendet.
    Alles im grünen Bereich. Der BSV war da und ich habe ihm geraten
    vorsichtshalber den Schleier aufzusetzen.
    Er hat ihn dann nach weingen Minuten wieder abgenommen.
    Die Völker waren wieder sehr sanftmütig.
    Eventuell leicht nervöser als sonst.
    Die Trachtsituation ist echt verrückt.
    Obst in Vollblüte; Löwenzahn in Vollblüte
    und gestern rief mich " mein " Bauer an der Raps
    würde aufgehen ich könnte aufwandern.
    Im Obst sind bei uns momentan Tageszunahmen von 1,5 kg
    zu verzeichnen.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • also mich hat ein Erdbeerbauer an besagtem Wochenende um den 8.4. angerufen, da gebe es einen Imker in einer benachbarten Kirrschanlage und dem seine Bienen würden stehen wie der Teufel. Seine Leute sind gerade beim hacken in den Erbeeren und könnten das nicht mehr weiter machen.
    Am Montag war ich dann dort und hab mir das angesehen. Die Bienen so friedlich wie man sich das wünscht. Auch 300 m weiter noch ein Bienenstand auch alles ganz friedlich.


    Dann bin ich der Sache nach und hab Obstbauern gefragt was es an Maßnahmen im Obst gab, denn an dem Samstag hab ich selber sehr viele in den Äpfeln bei voller Blüte mit der Spritze fahren sehen.


    Raus kam, dass in die Apfelblüte an diesem Tag ein Ausdünnungsspritzung vorgenommen wurde. Auch Feuerbrandbekämpfung war angestanden.


    Jedenfalls erklärt das die Agressivität durchaus. Wenn da in die offene Blüte gespritzt wird egal ob nun Bienenungefährlich oder nicht, so werden die einzelnen Flugbienen mit dem Zeug getroffen und diese Bienen richen dann auch anders was die Agression im Stock auslösen könnte.


    Das ist nicht neu. Das habe ich schon 1983 in Fehmarn selber live erleben dürfen, als man mit Flugzeugen den blühenden Raps mit Ronilan bekämpfte. Ich war vorher und seither nie mehr so brutal verstochen worden.


    Frage na Schilling:


    kann es auch sein, dass der Bauer da Mais gesäht hatte?


    gibt es Apfelanlagen in der nähe bei dir?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Toyotafan,


    nein kein Mais, ich glaube Gerste.
    Keine Apfelanlage; Flußaue mit Streuobstwiesen.
    Leider aber Baumschule und die waren auch unterwegs.
    Weis aber nict wer mit was zugange war.
    Durchsicht Heute: 20 Völker kein Rauch, kein Stich.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.