Was kann das für ein Honig sein?

  • Moin,
    wir haben gestern überall die (alten) untersten Zargen entfernt, und bei 3 Völkern festgestellt, daß sie je zwei Zargen voll Honig übrigbehalten haben (bitte bedenken, wir arbeiten mit 3-5 Z a 8W und hatten letztes Jahr keinen Honig entnommen, und deshalb auch keine Winterfütterung gemacht).
    Wir haben die obersten per Bienenflucht weggenommen und dann beim Zerlegen festgestellt, daß jeweils 2 ganze Waben offensichtlich nagelneu/frisch sind, und einen knallgelben und sehr leckeren Honig ohne starkes Aroma enthalten - Farbe fast wie Löwenzahn, nur blüht der hier noch nicht.
    Dieser Honig muß in den letzten zwei Wochen reingekommen sein, weil da die jeweiligen Rähmchen noch leer waren.


    Weidenblüte kann's nicht sein, von der Farbe und dem Geschmack her, aber was gibt es noch im Norden im diese Zeit?
    Was kann das sein?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo, Thorben, :Biene:


    nein, leider weder noch, sogar auf dem Friedhof ist grad Schneeheide überall gegen Stiefmütterchen ausgetauscht worden...:evil:


    Und Huflattich ist hier auch nur in Mini-Mengen vorhanden.
    Außer gelbem Zeugs hab ich bisher nur vereinzelt auch mal blau/lila Pollen von Traubenhyacinthen reinkommen sehen, wobei teilweise schon komplett gelbe Bienen dabei waren - aber Löwenzahn ist hier und ringsum grad mal 8cm hoch, das dauert wirklich noch.
    (Außerdem schmeckt der Honig nicht wie Löwenzahn, mir fehlt jetzt grad Johannes' anschaulich-poetisches Vokabular...:lol:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene
    Märzenbrecher in der Nähe?? Alternativ fällt mir noch die Küblerweide und Dotterblume ein.
    Grüße

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Moin,
    Weiden haben wir hier reichlich in verschiedenen Arten, aber Weidenblütenhonig ist eher farblos und schmeckt nur sehr, sehr zart.
    Märzenbecher in Mengen für ganze Waben voll gibt es auch nicht, hier ist Sandboden auf Moor - Weide, Erlen, und Huflattich - mehr gibt es hier nicht, Hasel ist schon lange durch, und Mahonien kommen grad erst. Ich hab echt keinen Schimmer....:confused:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen, hallo Sabine,
    war's der vielleicht?



    Der Spitzahorn wird oft unterschätzt. Das Grüne sind keine Blätter - alles Blüten! Und das ist ein noch junger Baum.



    So dicht stehen die Blüten.



    Die Bienen waren zu hoch im Baum. Ein besseres Bild ist mir leider nicht gelungen.


    Bei uns ist der Spitzahorn am Ende der frühen Weidetracht aufgeblüht, steht jetzt in Vollblüte und wird nächste Woche nahtlos durch Schwarzdorn und Wildkirsche abgelöst.
    Der Nektarwert wird als gut eingestuft und der Pollenwert als mittelmäßig.


    Der Spitzahorn ist zu meiner Zeigerpflanze für die erste Mittelwandgabe geworden.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Hallo Rudi,


    kannst Du "junger Baum" in Zahlen ausdrücken (so in etwa)? Lt. Pritsch Bienenweidebuch Blühreife des Spitzahorn ab 15-20 Jahren. Kommt das hin?


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo Jule!


    Die wird aber nur ausnahmsweise beflogen. Zumindest bei mir, wo es genügend Weiden gibt...
    Tippe eher auch auf "Ahörner" :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo Heike,

    Heike schrieb:

    kannst Du "junger Baum" in Zahlen ausdrücken (so in etwa)?

    Kann ich leider nicht. Der im Bild gezeigte Baum ist doch nicht mehr ganz so jung - wenn man genauer hinsieht. Der war schon mindestens einmal "auf den Stock gesetzt".
    Die Krone ist aber noch relativ klein. Ausgewachsene Spitzahörner haben mächtige Kronen mit mächtig viel Blüten.
     

    Heike schrieb:

    Lt. Pritsch Bienenweidebuch Blühreife des Spitzahorn ab 15-20 Jahren. Kommt das hin?

    Weiss ich auch nicht. Aber aus dem Bauch heraus kommt mir das zu üppig vor. Ich denke, ich habe schon ziemlich dürre Stängel blühen sehen.
     
    Unter unseren Jungimkern ist eine clevere Försterin, die frag ich mal.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Hallo,


    ich würde die auf dem ersten Foto abgebildeten Bäume auf 20 bis 22, vielleicht 25 Jahre schätzen.
    Als ich eben zur Arbeit geradelt bin, habe ich darauf geachtet, wie der Entwicklungsstand der hier recht reichlich wachsenden Spitzahornbäume aussieht: die alten Bäume stehen nur ganz vereinzelt in voller Blüte, höchstens ein Drittel hat überhaupt schon Blüten, während die jungen Exemplare samt und sonders voll erblüht sind. Jung heißt dabei unter 15 Jahren, wobei darunter genug Bäumchen sind, die ich auf 8-10, maximal 12 Jahre schätze.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Hallo MIteinander,
    da Sabine ja noch etwa hundert Kilometer nördlich von mir wohnt,
    bei mir der Ahorn erst seit einigen Tagen blüht,
    würde ich Ahornhonig ausschließen.
    Vielleicht doch Weide, vermischt mit "was aromatischen"?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.