Wann Ernte im Korbvolk

  • Hallo in die Runde,


    ich hätte da eine Frage an die Korbimker.


    Ich hab mir heuer 2 Lüneburger stülper gekauft, ca. 80 Jahre alt. Bis auf einen neuen Anstrich mit Dung sind die sofort einsatzbereit.
    Ich werde die so bald wie möglich mit einem Schwarm besetzen, sodas sie sich Wabenwerk und Futter für den Winter möglichst selber suchen können.


    Ich kenne die Videos von der Korbimkerei Klindworth, wo die Völker abgestoßen werden und dann abgeerntet werden.
    Die Völker, welche überwintert werden, werden aber mit Zucker aufgefüttert und das ist es, was mir nicht gefällt.
    Da ist mit Sicherheit Zucker im Frühjahr dann im Honig und wird im Sommer mit ausgepresst.


    Jetzt meine Idee:
    Ich überwintere das Volk auf eigenen Honig und schneide im frühjar, wenn die Blüte einsetzt, alle Waben, die keine Brut aufweisen, aus und presse den Honig dann aus. So hab ich nur den Überschuss geerntet.


    Einzig dagegen sprechen könnte, das die Bienen dann zu wenig Platz übers Jahr gesehen haben könnten.
    Aber dann schwärmen sie halt ein paar mal, was mich nicht stören würde.


    Nach 2 oder 3 Saisonen mache ich im Frühjar, wenn das Volk bereits stark genug ist, totale Bauerneuerung. Früh genug das sich die Bienen wieder selbst das Winterfutter suchen können.


    Wie macht Ihr das und was sagt Ihr zu meinen Überlegungen.

  • Nach 2 oder 3 Saisonen mache ich im Frühjar, wenn das Volk bereits stark genug ist, totale Bauerneuerung. Früh genug das sich die Bienen wieder selbst das Winterfutter suchen können.


    Wie macht Ihr das und was sagt Ihr zu meinen Überlegungen.


    Hallo Günther , Solche Korbvölker werden in der Regel nach der Saison nach der Heidenlüte abgetrommelt und als nackte Heidevölker verkauft .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,


    ich weis, wie es die alten Korbimker machten. Ich suche aber nach einer Möglichkeit, ein einzelnes Korbvolk zu überwintern und das über mehrere Jahre.
    Ich will eben keinen Zucker zufüttern, das ist es, was mich stört. Sonst könnte ich ja auch einfach neu starten, mit totaler Bauerneuerung, sozusagen.

  • Und wenn Du mit Honig auffütterst? Keine Ahnung, wieviel da dann Netto noch für Dich bleiben würde, ob ein Überschuss da wäre, sicher ein kleinerer als bei Deiner Methode.


    Bei der Gelegenheit: Die Links funktionieren nicht mehr, oder?:-( Warum? gibt`s die noch irgendwo anders. Ich fand die sehr lehrreich....


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Günther,
    Aus meiner Erfahrung würd ich sagen,Honig nur korbweise ernten.
    Ich habe bei mir auch ein paar Körbe stehn und schneide oft und gerne mal eine Ecke aus den Randwaben, wenn Kinder oder Wabenhonigfans vorbeikommen. Kleine Stücke, mit geübter Hand ,kein Problem.
    Aber alle Honigschweren Randwaben, das würde ich mir und den Bienen ersparen ! !!
    Da gibt es so einen Korb ( westfälische Kappe oder so ), der hat oben eine Öffnung.
    Wenn das Volk den Korb gut ausgebaut hat und voll besetzt, wird die Kappe auf gesetzt als Honigraum.
    Ist sie voll,wird geerntet und das Loch wieder mit einem Stopfen verschlossen.
    Hatte mal einen Lüneburger Stülper auch so" umgebaut", funktioniert, nette Spielerei!
    Das Volumen beträgt ca 1/3 des Korbes.
    Das scheint mir besser geeignet.
    Grüße, Kalle

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  • Hallo Günther,
    für die Ernte bei Korbvölkern gibt es nur zwei Termine:
    Bei Spättracht im Herbst und bei sonstiger Tracht im Frühjahr vor der Frühtracht.
    Da ich den Eindruch habe, Du möchtest lieber letztere Methode anwenden,
    hast Du allerdings die falschen Körbe.
    Lüneburger Stülper sind dafür zu klein, sie sind auf Schwarmbetrieb mit Spättrachtnutzung ausgerichtet.
    Für Deine Pläne brauchst Du sogenannt Drehrümpfe.
    Diese sind größer, im Frühjahr wurde eine Hälfte mit Wabenhonig ausgeschnitten, der leere Teil dann nach vorne gedreht.
    Die Fluglocher sind bei diesen Körben nicht im Korb, sondern im Bodenbrett auf dem sie stehen eingearbeitet.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.