Ersten Baurahmen ausgeschnitten

  • Ich bezog mich auf diese Aussage hier #15 von inge93

    Zitat

    .....hat derzeit einen natürlichen Milbenfall von ca. 1 pro Monat,........
    Ich habe die Drohnenwaben durchgeschaut (nicht jede verdeckelte Zelle, aber hier und da) und nichts gefunden. Das beruhigt mich.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Hallo Patrick,
    ich gestatte mir die Frage:
    Hast Du eine solche Reihe zum hier vorzeigen?
    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • die im Naturbau eh nix schnibbelt


    Die hoffentlich auch schwärmen lässt und somit für eine Brutpause sorgt und dadurch der Vermehrung der Milbe auf andere Art entgegenwirkt…

    Andreas, dem man als Anfänger den Gedankengang hoffentlich nachsieht:roll:

  • Moin,


    obi11: Schwarmvorwegnahme reicht völlig, man muß nicht hinter dem Schwarm herjagen.:wink:


    @Thorben: zu Drohnenbau & Honig kann ich auch reichlich erzählen - PM morgen oder so.


    wald&wiese: ich mache das zutiefst widerstrebend jedes Jahr bei der ersten Durchsicht, pro Volk je 100 Zellen Jungs & Mädels aufzumachen - seitdem ich den Naturbau im Hochformat 3x 8 hab, hat sich das ehemalige Verhältnis wieder in Richtung Drohnenbau verschoben - ABER: ich hab deutlich weniger belegte Drohnenzellen/Drohnen im Volk als Leute mit Baurahmen.
    Und bei mir wird auch im zweiten Jahr nicht hemmungslos "gedrohnt" - es gibt zwar viele große Zellen außen/unten, aber die werden sehr schnell zu Honigzellen.
    Von daher völlig konträr zu Reiners Erfahrungen im Dadant.


    Eisvogel: was nützt eine Zahlenreihe ohne das ganze Drumrum wie Standortbedingungen? Und ohne wissenschaftlichen "Segen", daß alles mit rechten Dingen zugegangen ist?(soviel das wert sein soll :lol:)
    Mir persönlich reicht es, wenn ich einen Trend sehe, und den gab es ganz klar seit der Umstellung - aber ich werd deshalb gewiß nicht im Naturbau rumschnippeln.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • @Thorben: zu Drohnenbau & Honig kann ich auch reichlich erzählen - PM morgen oder so.


    Zitat von Herr Doktor

    Helmut schreib mir mal Deine Erfahrungen über das Befüllen von Drohnenbau mit


    Nektar......auch als PM.


    Moin,


    eine bescheidene Frage.....
    Warum PM.....warum nicht öffentlich belabern ??




    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Moin babyfraggle,
    sehe ich auch so !


    Thorben, ich versuchs mal.
    Bei der Umstellung von Mittelwänden auf Naturbau/Anfangsstreifen habe ich Nr 2 und Nr 8 (10 DNM) als Leerrähmchen eingesetzt.
    Innenmaß 40 mal 40.
    Beide wurden tatsächlich mit Drohnenbau gebaut.
    Bei Nr 1 und 10 bauten sie nach wenigen cm, trotz Arbeiterinnenanfangsstreifen, Drohnenbau, der aber nicht bestiftet wurde.
    Nach dem ersten Drohnenschlupf von 2 und 8 wurde nicht bei allen Völkern das 2. mal bestiftet.
    1, 2,9 und 10 wurden mit Nektar/Honig befüllt
    Hier haben die Zaunpfähle noch nie gehonigt, also das Gegenteil vom Sklenar.


    Ableger habe ich mit 2 Waben(2 Brutwaben, )gebildet und mit 2 gedrahteten Leerrähmchen(teils ohne, teils mit Anfangsstreifen) bestückt und mit einem Schied eingeengt.
    Sie bauten nur Drohnenwaben, als hätten sie es verlernt kleine Waben zu bauen
    Nach dem 3. oder sogar erst nach dem 4. Drohnenrahmen hatten sie es dann wohl begriffen das sie sich damit selbst schaden , und stellten auf Arbeiterinnenbau um.
    Die 2 ehem. Brutwaben habe ich dann aber rausgenommen und alles an den Rand gezogen.
    Die 3 bzw 4 Drohnenwaben wurden mit Honig befüllt.
    In aufgesetzten Zarge wurde kaum noch Drohnenbau hergestellt.
    Ein Jahr später: Ableger von diesen Völkern sind dann schneller auf Arbeiterinnenbau gegangen.
    Noch später habe ich die beiden Brutwaben in die Mitte gesetzt und gleich das ganze Magazin mit Leerrähmchen gegeben.
    Sie haben nach und nach an allen Rähmen kugelförmig nach unten gebaut.
    Eigentlich gab es von da ab gar keine ganzen Drohnenrähmchen mehr,
    Wie auch später bei der Warre konnte ich sehen, das außen die großen Zellen waren und nach innen immer kleiner wurden.
    Die Bilder hatte ich hier mal eingestellt.
    Bildlich gesehen : Eine Kugel nach unten offen, außen Honig und Pollen, innen nur Arbeiterinnen in kleinen Zellen.
    Wenns denn stimmt, daß die am wärmsten ausgebrüteten Bienen die schlausten sind ist das auch logisch,weil die alles können müssen.
    Auch logisch, wenn die Drohnen abgetrieben worden sind, bleiben deren Zellen nicht leer,
    also: Honig rein
    Das habe ich jetzt mit bestem Wissen und Gewissen geschreiben, und ist kein wissenschaftlicher Bericht, aber auch kein Guttenberg
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Helmut,


    ich hab im letzten Jahr 2 Schwärme in alten Gerstungkästen übernommen. Die waren von sich aus dort eingezogen. Es waren wohl alte Waben Lehrrahmen und Mittelwände in der Kiste. Ja, ich weiß, dass man alte Waben so nicht rumstehen lassen sollte!
    Aber zum Thema. Bei beiden Völkern waren die Naturbauwaben am Rand mit großen Drohnenzellen belegt. Innen mit Arbeiterrinnenbrut. Die jeweils hinterste Wabe (Warmbau) war reiner Drohnenbau. Nachdem diese geschlüpft waren, wurde dort gegen Ende der Saison (Anfang August) das Winterfutter eingelagert. Ebenso im Drohnenbau am Rand der Waben. Ich geh mal davon aus, dass sie, soweit vorhanden, dort auch Honig einlagern würden. Also kann ich Dir in Deinen Ausführungen nur zustimmen.


    Viele Grüße
    Katrin

  • So, nun habe ich zum ersten Mal in meinen Imkerleben Baurahmen gegeben und werde sie mir bei der entnahme mal genau ansehen.


    Die Drohnenwabe , die ich unsinniger weise meinen Schwarm gegeben habe , war Naturbau. Im Hinterlader an der Scheibe wild gebaut und voller Milben.
    Damit hätte ich die Mädels fast gekillt.
    Der Drohnenbau den ich am Samstag bei einen Freund unter dem Segeberger Deckel entfernt habe ,war auch Naturbau und voll Milben trotz mengen an Damenbrut
    die wir natürlich nicht geöffnet haben.
    Wegen der Standbegattung mache ich mir keine Sorgen, fast alle meine Völker haben schon Drohen auf den normalen Waben,was ich etwas bedaure denn die ersten hätte ich gerne abgefangen


    Das mit den Naturbau finde ich allerdings klasse, ich werde das mal in meinen Ablegern versuchen, Pia Aumeier schreibt dazu das sie die ersten drei Rähmchen im Naturau ausbauen läßt , dann aber Mittelwände gibt weil die Damen dann zu Drohnenbau neigen
    Da kann ich erst im Herbst was zu schreiben...ich schau mir immer alles erst selber an

  • Im April Drohnenbau schneiden. Da blutet das Imkerherz. Jetzt wo sie alle Kraft brauchen um ein starkes ,gesundes und ausgewogenes Wirtschaftsvolk zu erzeugen.
    Ich nenne das Varroahysterie. meinst du wirklich du tust was gutes.

  • Hallo Eisvogel


    Ja, eine kleine Tabelle habe ich.
    Musste etwas in meinen Jahresaufschreibungen wühlen.
    Die Zahlen beziehen sich auf jeweils 100 gezogenen (verdeckelte) Drohnenpuppen und 100 gezogene verdeckelte Arbeiterinnenpuppen.
    Datum Arbeiterinnen Drohnen
    2006----------4------------1
    2007----------6------------2
    2008----------5------------1
    2008----------4------------1
    2010----------5------------0
    Die Daten beziehen sich auf meinen Standort im nordöstlichsten Zipfel in NRW.
    2010 war das erste Jahr, wo ich keine Varroa mehr in der Drohnenbrut (100 Stck) gefunden habe.
    Ich konnte dieses Trend schon vorher bis 2004 im Lipperland erkennen.
    Auf der letzten Kreisimkerversammlung in Lippe ist ähnliches hochgekommen.
    Frag mal Ruben, der war bei der Sitzung dabei.
    Selbst hier in meinem Heimatverein, habe jetzt schon mal ein paar Imker Varroen in der Brut ausgezählt, mit ähnlichem Ergebnis.


    Sollte bei Euch das Verhältnis noch anders sein, seit froh, und macht nicht die Fehler die hier in dieser Gegend schon zu solch Verschiebungen geführt haben.
    Wie schon mehrmals gesagt, selber ausprobieren und eigene Schlüsse ziehen.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

    4 Mal editiert, zuletzt von Patrick Weiskorn () aus folgendem Grund: Die Tabelle will nicht wie ich will....

  • Hallo Patrick,
    danke, ich kann nicht mit solchen Zahlenreihen dienen. Kenne auch keinen im Verein der solches bisher untersucht.
    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Hallo Eisvogel


    Das muss auch nicht zwingend untersucht werden.
    Zumindest nicht von uns Imkern, sondern von denen die es in jeder Schulung / Ausgabe der Binenenzeitschriften
    das Drohnenschneiden propagieren.


    Ich kann mich aber noch gut an die roten Drohnenwaben von vor 20 Jahren erinnern.
    Fällt denn niemand der alten Imker auf, das sich da was geändert hat?
    Ich denke schon, nur keiner sagt etwas. Der Grund ist mir unbekannt.


    Deswegen: lasst die Drohnen leben.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Patrick,
    entschuldige, dass ich schon wieder nachfrage. Was für rote Drohenenwaben gab es vor 20 Jahren?
    Ich habe ja die Gnade der frühen Geburt und habe noch ein paar Jahre ohne Varroa geimkert, aber der Begriff rote Drohnen ist mir noch nicht untergekommen.
    Zum Thema Drohnenbrut schneiden besser gesagt Baurahmen schneiden noch eine Bemerkung. In meiner Anfängerzeit (ich glaube die habe ich noch nicht wirklich beendet) war das Baurahmen schneiden in den HB gängige Praxis. Der Baurahmen war ein Anzeiger u.a für die Schwarmlust.
    Zander/Böttcher empfahl für die Magazinimker schon früh das kippen der Magazine zur Schwarmkontrolle, für die HB Zitat: "lohnt sich das Beobachten und Ausschneiden des Baurahmens eher".

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010