Umlogieren von Flachzarge auf Ganzzarge

  • Hallo zusammen,
     
    ich habe in dieser Woche meine ersten beiden Völker von einem Imkerkollegen übernommen. Die Völker befinden sich jeweils zweizargig in Beuten. Die untere Ganzzarge ist aus Holz und die obere Flachzarge aus Kunststoff (Taunuszarge). Beide Völker sind bereist recht stark.
     
    Ich möchte nun die Völker in meine Hohenheimer Beute um logieren. Mit der unteren Holzzarge ist das ja kein Problem, einfach 1 zu 1 die Rähmchen umsetzen. Aber wie verfahre ich mit der Flachzarge?
     
    Von meinem Imkerpaten habe ich die Info bekommen, ich sollte eine zweite Hohenheimer Zarge mit Mittelwänden auf den um logierten unteren Brutraum aufsetzen, dann ein Absperrgitter einlegen und anschließend die Flachzarge obenauf setzen (Königin um unteren Brutraum ist klar). Ich sehe allerdings als Problem, das ich damit das bestehende Brutnest auseinanderreiße.
     
    Gibt es von Euch Tipps wie ich besser verfahren soll?
     
    Schöne Grüße
     
    Mintard


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    Hallo Tahoma , ich würde die Waben der Flachzarge nach unten setzen . Abspergitter auflegen . Flugloch auf fünf Zentimeter breite verkleinern . Nach 21 Tagen sind alle geschlüpft . Die Königin in die Normalmaßzarge geben und oben sofort erweitern ! Und alles jetzt sofort machen .
    Nach schlüpfen der Flachzarge ( 21 Tage ) Zarge unten entfernen und Zargen richtig aufsetzen . Erweiterungszarge bleibt
    oben. Dann sofort 3. Zarge als Honigraum aufsetzen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,


    danke für deinen Tipp. Allerdings passen dann Boden / Taunusflachzarge / Hohenheimer Zargen nicht aufeinander wegen der verschiedenen Maße.


    Was ist, wenn ich


    - die Rähmchen aus der Flachzarge eine Hohenheimer Zarge setze (als unteren Brutraum) ohne Königin
    - darüber ein Absperrgitter
    - darüber dann die Rähmchen aus der bisherigen Holzzarge in eine weitere Hohenheimer Zarge
    - darüber nochmals eine Hohenheimer Zarge mit Mittelwänden.


    Nach 21 Tagen dann die untere Zarge und das Absperrgitter dort entfernen und oben eine neue Zarge mit Mittelwänden als Honigraum geben (mit Absperrgitter)


    Die Mädels werden dann zwar in der unteren Zarge wegen des Freiraums zum Boden hin Wildbau betreiben, aber damit muss ich dann leben.


    Wäre aus eurer Sicht sowas auch möglich?


    Schöne Grüße


    Mintard


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    Hallo Mintard , Ich würde die Waben ........ schrieb ich . Nicht die Zarge ! Ansonsten alles so machen wie geschrieben .
    Aber sie können ja nach oben bauen ,und die Königin wird auch nach oben in die neu aufgesetzte Zarge gehen . Deshalb wird sich der Wildbau jetzt um diese Jahreszeit in Grenzen halten .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Mintard!


    Um diese Jahreszeit dürften vermutlich noch nicht all zu viele Bruträhmchen vorhanden sein. Ich würde versuchen die Bruträhmchen in eine Zarge zusammen zu bringen. Dies müsste machbar sein. Auf diese Zarge wird sofort eine Zarge mit Mittelwänden/Leerwaben aufgesetzt. Im Laufe der Saison immer wieder Leerwaben oder Brutwaben in die Mitte der untersten Zarge einhängen wodurch die auszuscheidenden Waben auf die Seite gelangen, allmählich auslaufen und entfernt werden können.


    Die überschüssigen Futterwaben in den Unterboden einlegen. Die Bienen tragen das Futter um.


    Die Variante mit dem Absperrgitter birgt die Gefahr in sich, dass die Bienen den Pollen nicht durch das Absperrgitter tragen und diesen unter dem Absperrgitter ablagern. Somit ist der Pollen nach dem Entfernen der Zarge verloren. Vermutlich wird in der oberen Zarge die Brut dadurch auch schlechter versorgt.


    Ein Auseinanderreißen des Brutnestes würde ich auch nicht machen.


    MfG
    Honigmaul