Überwinterungsergebnisse, die Xte

  • Hallo,


    zumindest im Fall der letztjährigen Königinnen möchte ich aber auch an das Wetter im vergangenen Frühjahr erinnern. War da nicht ein verbreitetes Wehklagen, was die Königinnenzucht betraf? Und gab es nicht größere Bedenken hinsichtlich des Begattungserfolges, als zur Ausflugzeit der Jungköniginnen länger anhaltend feucht-kaltes Wetter vorherrschte? Von Drohnenbrütigkeit habe ich in diesem Winter überdurchschnittlich oft gehört - zuletzt bei einem Neuimker, den ich betreue.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Ich hege die Vermutung, daß in vielen Fällen die Behandlung sowohl die Königinnen als auch die jungen Maden erledigt hat.
    Vielleicht ist es notwendig diese Volksgruppe während der Sommerbehandlung zu evakuieren.
    LG Elk

  • ...die im Winter eingegangenen hatte ich mit Zeugnis gekauft, 2010. Nach Deiner Rechnung wäre dieses Jahr wieder Proibe drangewesen. Muss man also wohl jedes Jahr machen.


    Hallo Clas,


    Mit Zeugnis von 2010? Da ist es sehr unwahrscheinlich, daß die jetzt schon das klinische Bild haben.
    Wenn überhaupt, wären sie ja nur minimal belastet.


    Ich sehe da eher 2 andere Infektionsquellen:


    Sie haben ein stark krankes Volk ausgeräubert (Nachbarstand oder wilder Stand). Dann hast Du sehr bald das klinische Schadbild.
    Oder sie haben Zugriff auf eine andere stark belastete Sporenquelle (Glaskontainer oder Fabrikation von Honigprodukten, Bäckerei...).


    Schau Dich mal in der Gegend um...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin Hardy,


    das eine Volk war ja sogar klinisch tot und auch sonst, das andere ist der Vorschwarm daraus gewesen aus dem vorigen Jahr und hatte klinische Symptome.


    Nach der Quelle suche wohl nicht nur ich, ob ich sie aber finden werde, weiß ich nicht.


    An ein Trachtverhalten, das vielleicht Räuberei hätte gewesen sein können, kann ich mich nur aus dem Frühjahr erinnern. Wo sie da aber waren, weiß ich nicht. Irgendwo, wo es auch Milben gab.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin Imkers,


    Bernhard zu #343, dem kann ich nur zustimmen, und es ist leider keine Satire.
    Ich kenne ein paar "Alternative" akademisch gebildete, wenn ich höre was die mit den armen Tieren veranstalten.
    Regen sich auf wenn einer "mordlustig" eine Mücke totschlägt, schicken aber reihenweise Bienenvöljker über den Jordan.
    "Wir sind ja nicht am Honig interessiert, wir lieben die Bienen" und sie haben immer Recht.
    Es ist zum Kotzen.


    trotzdem
    schön Tach noch
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."


  • Hallo Bernd,


    und ich glaube doch, das Bernhard das durchaus satirisch gemeint hat -was nicht heisst, dass es Deine Spezies nicht gibt.


    Jedenfalls sind meine Wald- und Wiesenbienen gut drauf. Selbst die in einfachen 18-mm Leimholzkisten einzargig überwinterten leben. 11 von 11 -bis jetzt.


    Einen Teil habe ich auisschließlich auf eigenem Honig überwintern lassen -hatte früh abgschleudert und behandelt (16.07.; wollte in Urlaub) und bei dreien lohnte sich zu diesem Zeitpunkt die Entnahme nicht (zu feucht, zusehr verteilt). Das sind jetzt die stärksten Völker.


    Grüsse
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Clas,


    ich habe mal den Dr. Otten/Mayen gefragt.
    Es ist also so, daß es tatsächlich von Volk zu Völk unterschiedlich sein kann.
    Also bei gleicher Infektionslage ist das Eine früher auffällig als das Andere.
    Das war mir neu.
    Dann doch FB-Kontrolle jedes Jahr > immer noch billiger, als 1 Volk zu verlieren.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Zitat

    Dann doch FB-Kontrolle jedes Jahr > immer noch billiger, als 1 Volk zu verlieren.

    Bei uns nennnt man euer Vorgehen Hysterie. Eure Institute sollten sich mehr mit dem Varroa- und PSM-Problem beschäftigen, als mit Faulbrutsporen. Viele Leute haben TB Bakterien bzw. Antikörper und sind nie erkrankt. Man hat schon vor Jahrzehnten die Tests eingestellt. Wennn das so weiter geht haben wir noch zusätzlich wissenschaftliche Pollentests von jeder Schleuderung, Tests für den Nachweis der Nosemarassen, müssen Waben einschicken wegen der Kalkbrut und pro Volk ein Eimer Erde, welcher vor dem Flugloch entnommen wird zum Nachweis des Beutenkäfers. Wenn dann noch die angeordnete Varoabekämfung kommt, welche bei Drohn nur unter Polizeischutz und zeitweiliger Inhaftierung durchgeführt werden kann, dann sind weir so weit.


    Varroa und PSM sind die Geisel der Imkerei. Das Verhältnis der Volksverlust durch Faulbrut und Varroa ist sicher 1 : 1000. Also beschäftigen wir uns mit dem was wir können, dann haben wir auch etwas getan, denn jedes Volk das an Varroa abgeht bekommt keine Faulbrut.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Bei uns nennnt man euer Vorgehen Hysterie.


    Hallo? Wir haben in unserem kleinen Ländle 4 Faulbrutsperrbezirke!
    Ich möchte nur auf Nummer Sicher gehen - ganz ohne Hysterie.
    Meinst Du: Augen zu und durch wäre sinnvoll?


    Zitat

    Eure Institute sollten sich mehr mit dem Varroa- und PSM-Problem beschäftigen, als mit Faulbrutsporen.


    Das sind 3 verschiedene Spielwiesen. Ein Vergleich macht keinen Sinn. Im übrigen haben wir keine Bieneninstitute...


    Zitat

    Viele Leute haben TB Bakterien bzw. Antikörper und sind nie erkrankt. Man hat schon vor Jahrzehnten die Tests eingestellt.
    Wennn das so weiter geht haben wir noch zusätzlich wissenschaftliche Pollentests von jeder Schleuderung, Tests für den Nachweis der Nosemarassen, müssen Waben einschicken wegen der Kalkbrut und pro Volk ein Eimer Erde, welcher vor dem Flugloch entnommen wird zum Nachweis des Beutenkäfers. Wenn dann noch die angeordnete Varoabekämfung kommt, welche bei Drohn nur unter Polizeischutz und zeitweiliger Inhaftierung durchgeführt werden kann, dann sind weir so weit.


    Sowas nennt man "Polemik".:roll:


    Zitat

    Varroa und PSM sind die Geisel der Imkerei. Das Verhältnis der Volksverlust durch Faulbrut und Varroa ist sicher 1 : 1000. Also beschäftigen wir uns mit dem was wir können, dann haben wir auch etwas getan, denn jedes Volk das an Varroa abgeht bekommt keine Faulbrut.


    Frag mal die Faulbrutbetroffenen...
    Ich will sie einfach nicht haben - basta.
    Und wenn ich was dagegen tu und berichte darüber, betrifft es Dich doch nicht, oder?


    Ich beziehe mich hier auf Faulbrut, das schließt doch nicht das Ignorieren von PSM und Varroa ein...
    Es gibt übrigens noch mehr "Geiseln": Z. B. ausgeräumte Landschaften...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Lieber Hardy,
    da habe ich dich hart getroffen. Wenn ich das Faulbrutkataster und das Verzeichnis des Landesverbandes Württemberg sehe, so muss ich feststellen, dass ersteres total veraltet ist. Es ist schon tragisch. Im Bereich Sulz am Neckar ist schon seit über 5 Jahren ein Sperrgebiet. Das zeigt, dass hier falsche Maßnahmen greifen. Ganz einfach, es gelingt diesen einfach nicht den Herd zu finden. Ergo, nicht alle Bienenstandorte sind bekannt und so wird "fröhlich" die Faulbrut weiter geflegt. Das Problem ist doch, dass nur Wanderimker untersucht werden und viele Stände gar nicht bekannt sind. Vor einem Jahr wurde ich von zuständiger Stelle ermahnt, dass meine Stände nicht bekannt wären, obwohl man mir bei der ersten Meldung sogar eine "Nummer für die Schweinehaltung" auch noch zugeteilt hat. Ich habe als zuständiger für die Bienenhaltung in meinem Bezirk eine Kartierung der Bienenstände und deren unbekannter Halter mit eingereicht. Rückmeldung nach einem halben Jahr, null. Es liegt doch daran, dass dein "Nachbar" bei den ersten klinischen Anzeichen, diese gar nicht bemerkt oder hilflos herumhantiert. Eine bessere Bildung der Imker schreit zum Himmel. Nach meinen Erfahrungen ist die AFB eine Anfängerkrankheit. Die Experten wissen sich zu helfen. Ich hatte in meinem Bezirk viele Jahre nur erfahrene Leute. Das hat sich durch die vielen Neuimker geändert.


    Zitat

    Und wenn ich was dagegen tu und berichte darüber, betrifft es Dich doch nicht, oder?

    Entschuldigung, ich habe nicht dich kritisiert, sondern das Verfahren.


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

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  • #340


    Vielen Dank :-)
    Das habe ich wohl meinem großartigen Paten, meinem Fleiß (beim Bienologie studieren) und einer Prise Glück zu verdanken. Leider hat bie mir im Herbst die Probenentnahme nicht funktioniert. Aber das steht bei mir auf der To-Do-Liste und ist selbstverständlich!


    Allen einen schönen Start ins Bienenjahr!