Überwinterungsergebnisse, die Xte

  • Blöder Titel, aber ich wollt den anderen thread nicht erschießen.
     
    Schönen Abend, liebe Leut.
     
    Ich kann nicht klagen, Verluste von Herbst bis dato 10 bis 15%.
     
    Die üblichen Eseleien. Zu schwach eingewintert, beraubt, eins auf nen Baumstumpf ungesichert gestellt, runtergerutscht durch Sturm, einige schon im Herbst, eindeutig Varroa, (sieht man schon bei der Futterabnahme), usw. und so fort.
     
    Aber: Was mich dann wirklich ärgert ist, daß zum Beispiel zu Hause 3 von 9 eingegangen sind, die ich doch am Besten im Griff haben müsste oder?
    Die flogen auch noch im Jan. ganz normal, nix Räuberei.
    Nicht vom Futter abgerissen, ganz im Gegenteil!
    Platsch lagen sie unten, starke Völker, 4 cm tote Bienen.
    Das hat ich vor zwei Jahren auch schon so bei einigen.
    Ich habe damals mit Moosbeckhofer und Spürgin telefoniert.
    Beide meinten Nos.c.
    Ich hab die Vermutung, sobald sie in Brut gehen und an das zuletzt eingetragene
    Perga kommen, ist der Ofen aus.
     
    Ich habe 11 Völker mitten im Wald. Nicht der sauberste Stamm. Das sind richtige Messies, die räumen ihr Bodenbrett gar nicht sauber, was ich eigentlich nicht mag.
    Aber: Alle leben!
     
    Bei allen Standorten, die einigermaßen exponiert vom Mais stehen, sind die Verluste nicht nennenswert.
     
    Ich möcht nicht immer auf den Mais wettern, aber zuhaus, wo ich umringt von demselbigen bin, hats wohl doch ein Eck, obwohl hier nichts mit Neonics gebeizt wurde.
    Ich hab da was anderes in Verdacht. Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?
     
    Gruß Simon
    PS: An einem guten Tag für die Imkerei! Siehe Entscheidung Bundesrat bzgl. unseres Saatgutes! Danke auch an: Benedikt Härlin, danke campact!

  • Hallo Simon,


    ich habe ein Volk, dass ein bisschen aus der Reihe tanzt. Das steht ganz alleine, d.h. mind. 1-2 km Luftlinie von den anderen entfernt. Es summt zwar noch im Kasten, aber als ich vorgestern das Lüftungsgitter entfernt habe, lag unten alles voller toter Bienen. Ich bin mir sicher, das diese Menge vor ca. 2 Wochen noch nicht da war. Die sahen auch alle irgendwie "frisch tot" aus, wenn du weisst, was ich meine, also weder nass, noch angegammelt, noch schimmelig usw. Futter ist genug drin und die Seite, wo die Damen aktuell sitzen (dort lagen auch die Toten) ist sogar etwas schwerer - haben also Kontakt zum Futter. Bei uns ist es hier aber so kalt (3-5 Grad) das ich da noch keinen tieferen Einblick wagen möchte.


    Heute sollen es 8-10 Grad werden, mal sehen was sich dann so tut.....


    Gruss


    Weimaraner

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Hallo Simon,
    habe das gleiche Phänomen und ein Kollege an einem ganz anderen Standort im Allgäu auch.
    Bienen in ausreichender Volksstärke liegen plötzlich in dicker Schicht auf dem Boden oder stecken Teils noch zwischen den Waben.
    Keine äußeren Krankheitssymptome, keine Varroaschäden, keine verkoteten Waben, keine verkürzten Hinterleiber oder sonstige Hinweise.
    Gerade gestern Abend habe ich das mit einem Kollegen diskutiert und ich glaub auch nicht an Nosema. Mein Fazit war das gleiche wie bei dir.
    Nach Verbrauch von Futter, könnten die auf Pollen/Perga gestoßen sein, der sie massiv geschädigt hat.
    Bei meinem Kollegen im Allgäu war das ein Volk das fett auf 6 Waben Dadant saß und kurz zuvor noch bestens ausgesehen hatte.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Das Gleiche hat mir Christoph K. vor ein paar Tagen beschrieben. Zitat:


    Zitat

    Hier bei uns am Oberrhein zeichnet sich ab, dass dort wo die (alten) Pollenwaben restlos weg sind, die Völker sich deutlich erholen.

  • Ich beobachte gerade auch solch einen merkwürdigen Zustand. Nichts verkotet aber massiver Totenfall. Mindestens 90% lagen auf dem Boden und verstopften das Flugloch. Vorhandene Königin legte nicht. Habe diesen Rest auf ein drohnenbrütiges Volk gesetzt. Jetzt erwarte ich die Dinge, welche da kommen. Der andere Teil der Völker ist ok.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Vor ca. 14 Tagen war Reinigungsflug. Danach saß vor einigen Beuten eine dichte Schicht von Bienen, die sich nicht mehr rührten. Drücken auf den Hinterleib ergab, dass sie auch nicht abgekotet hatten. Sie sind also dem Anschein nach nicht ausgeflogen, sondern nur aus der Beute gekrochen und verendet. Der Kot sah normal hellbraun aus.
    Ich vermute, dass es sich hier um überalterte Bienen handelt, die den ersten warmen Tag genutzt haben, um den Stock zu verlassen und draußen zu sterben. Bei anderen Imkern mag es so sein, dass die überalterten Bienen es nicht mehr geschafft haben, den Stock zu verlassen, daher der verstärkte Totenfall. Ich habe die Bienen aufgekehrt und entsorgt. Danach war normaler Flug und diese Großversammlung toter Bienen hat sich nicht wiederholt. Alles wirkt normal.
    Gruß Ralph

  • Ich beobachte gerade auch solch einen merkwürdigen Zustand. Nichts verkotet aber massiver Totenfall. Mindestens 90% lagen auf dem Boden und verstopften das Flugloch. Vorhandene Königin legte nicht. Habe diesen Rest auf ein drohnenbrütiges Volk gesetzt. Jetzt erwarte ich die Dinge, welche da kommen. Der andere Teil der Völker ist ok.
    Gruß
    Remstalimker


    Hallo zusammen
    Genau den gleichen fall habe ich auch einer war bei der
    OX behandlung komplett tot. Der zweite zappelt immer noch
    So auf drei Wabengassen den ab ich aber auch schon
    abgeschrieben.
    Mit Koeiginn aber keine Brut und kein Flugbetrieb 22 andere
    Fliegen und brueten
    Anzumerken ist noch eins ich hab alle Voelker bis auf drei
    Im Herbst geteilt. Zwei sind jetzt im Eimer , im wirklichen sinne
    des Wortes. Das waren aber wirklich grosse Voelker
    Mit ueberdurchschnittlicher Leistung


    Mfg der Moikaner

  • Ich beobachte gerade auch solch einen merkwürdigen Zustand. Nichts verkotet aber massiver Totenfall. Mindestens 90% lagen auf dem Boden und verstopften das Flugloch. Vorhandene Königin legte nicht. Habe diesen Rest auf ein drohnenbrütiges Volk gesetzt. Jetzt erwarte ich die Dinge, welche da kommen. Der andere Teil der Völker ist ok.
    Gruß
    Remstalimker


    Ähnlich, meine aktuelle Situation hinterm Haus. Den lebenden Rest mit der Königin vom letzten Jahr habe ich einem Volk aufgesetzt und hoffe. Für ein anders ist es zu spät.
    Drei waren zur Winterbehandlung schon hinüber...


    Diese deprimierende Zustandsbeschreibung, ohne Erklärung, kann ich nur für den Standort bei mir hinterm Haus abgeben.


    An einem weiteren waren die Mäuse, trotz Mäusekeiles, aktiv. Dort sind dann zwei Völker auf dem Futter verhungert. Fazit: Ich werde dort meine Böden mit den "gezahnten" Fluglochschiebern zum Einsatz bringen müssen. Dort gibt es scheinbar immer sehr viele Mäuse. Eigenverschulden.


    Das beste Ergebnis an einem anderen Stand ist, dass 6 von ehemals 7 fliegen. Das ist mein Nassenheider-Stand. Von Landwirtschaft umgeben, aber andere Agrargesellschaft und im letzten Jahr kein Mais in unmittelbarer Standnähe.


    Die drei sehr späten Kunstschwärme im Städtchen leben und entwickeln sich prächtig.


    Fazit: 30% Verlust.


    rst

  • Tja leider wissen wir im Herbst nicht wer im Maerz noch da ist .
    Bei meinen drei grossen habe ich auf einen Start mit wehenden
    Fahnen gehofft . Satz mit X
    Im Oktober hatte ich noch eine Koeniginn im Kieler begattuns wuerfel
    Die wollte ich auch nicht abmurxen , hab noch zwei Kieler ohne Bienen
    draufgesetzt und grob gegen wind geschuetzt
    Gefuettert. und in Ruhe gelassen.
    Die habern ueberlebt haette ich nicht fuer moeglich gehalten .
    Wir wissen nur dass wir nix wissen .


    Servus

  • Interessanterweise kann auch ich gleiches von meinem Bienenwagen berichten. Ich habe 77,78% Verlust gehabt. Am Futter hat es nicht gelegen. Alle Völker hatten noch genug. Teilweise kann es die Varroamilbe gewesen sein, da bei mir die Behandlung letztes Jahr keineswegs optimal gelaufen ist. Doch auch meine drei stärksten Völker sind auf dem Kompost gelandet. Der Varroabefall auf den toten Bienen lag bei 5 bis 9 Milben auf 100 Bienen. Kotspritzer sind keine zu sehen. Außerdem hatten diese Völker wahrscheinlich auch schon dieses Jahr nicht mehr erlebt.
    Jedenfalls konnte ich keine Erkrankung feststellen.
    Mein Bienenwagen steht im südöstlichen Teil unseres Hofes. Etwa 10 Meter über einen Feldweg hinüber erstreckt sich eine große Fläche, die der Landwirt alle zwei Jahre mit Mais bestellt. Im Jahr dazwischen baut er Roggen an. Letztes Jahr war der Mais dran. Ich will mich dieses Frühjahr einmal erkundigen, was er letztes Jahr gespritzt hat und was er dieses Jahr wo spritzt. Vielleicht finde ich gar des Rätsels Lösung, warum meine Völker sich letztes Jahr nur langsam entwickelt haben.

  • Moin

    Ich will mich dieses Frühjahr einmal erkundigen, was er letztes Jahr gespritzt hat und was er dieses Jahr wo spritzt.


    Erkundige Dich auch nach der benutzten Beize.
    Sollte der Landwirt das nicht wissen, kannst Du in der Genossenschaft nachfragen. Da wird Dir auch geholfen.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Patrick Weiskorn () aus folgendem Grund: rsf

  • Hallo
    Von 23 ein Volksverlust durch gestorbene Königin, eine blaue. Ein Volk ist auf der Brut sitzengeblieben und fast verhungert, diese Königin wurde nun erfolgreich mit dem weisellosen Volk vereinigt. Verlust demnach weniger als 5%.
    Was die vielen toten Bienen bei Brutbeginn bedeutet: es könnte der vergiftete Pollen sein. Meine stehen zwar auch am Mais dran. Man sollte aber bedenken, dass, zumindest bei uns, die Winterbienenerzeugung nicht optimal verlief, bedingt durch einen extrem verregneten August.