Gewässerrandstreifen "verbessern"

  • Hallo zusammen,


    ich habe wieder eine kleine Frage zu Bienennährgehölzen...


    Kurz vorab: Mein Bienenstand befindet sich auf einer Obstbaumwiese und grenzt mit an einen Bach, wird von diesem quasi von zwei Seiten begrenzt. An diesem Bach wurden nun von der Gemeinde größere Arbeiten durchgeführt, so wurde das Bachbett viel tiefer gelegt und ist dementsprechend ausladend. Das Bächlein - mehr ein Rinnsal - hat nun einen riesigen Uferstreifen der momentan wie eine Mondlandschaft ausschaut. Alles im Sinne des Hochwasserschutzes.


    Immerhin hat die Gemeinde hier und da ein paar Weidenstecklinge einpflanzen lassen. Nun würde ich da aber gerne noch etwas nachbessern. Bisher dachte ich an die Gemeine Hasel, die ich sicher durch Stecklinge ganz gut anpflanzen kann. Gibt es noch weitere einfach zu vermehrende Bienennährgehölze, die ich an dem Uferstreifen anpflanzen könnte?


    Danke und Gruß
    Martin

  • Hallo Martin,
    in Gewässernähe wächst auch der Weißdorn gut. Der wird von unseren Bienen sehr gerne genommen. Weiterhin Hasel und Birke....übrigens kann man verschiedene Weidentypen pflanzen, es gibt auch ganz frühe (zB. Drachenweide). Werden die Weiden abwechselnd alle 2 Jahre gestutzt (Kopfweiden), hat man immer schöne Weidenkätzchen.
    Liebe Grüße aus dem Norden
    Katrin

  • Wenn Du mit "einfach zu vermehrend" hauptsächlich Stecklinge meinst, fällt mir nur noch die Schlehe ein.
    Schaue doch mal bei den Honigmachern-Empfehlungen rein.


    Ich würde vielleicht auch überlegen Weißklee (ist eine Staude, kommt immer wieder) auszusähen, ich habe mir auch 3kg Samen bestellt (kostet nicht viel, schau z.B. mal im Saatgut-Shop, da habe ich gekauft).

  • Hallo,


    unabhängig von den schon genannten Empfehlungen würde ich bei Deiner geschilderten "Mondlandschaft", das Brachliegen mal noch gnadenlos ausnutzen und mit Phacelia-Saat etc. an Bienenweide um mich werfen :lol:
    - bevor da etwas anderes wächst!:daumen:
    Die Stecklinge kannst Du auf jeden Fall ja noch dazwischen setzen.


    Ein trachtreiches Bienenjahr


    wünscht


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Marion das haben wir probiert - funktioniert aber leider nicht.
    Das muss man wahrscheinlich etwas gekonnter angehen z.B. wie die Guerilla Gardener mit Samenbomben und so.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Moin!


    Echt? Bei mir klappt das aber einwandfrei:
    Hier ist am Waldrand ein Privatgrundstück, wild, seit letzem Jahr wurde da Erdaushub angefüllt, um es ein wenig zu begradigen. Es liegt direkt 50 m von meinem Standplatz/der Haustür.
    Da hatten wir ebenfalls Mondlandschaft. Phacelia drauf und alles war blau-lila nach sechs Wochen und es summte.


    Das werd ich in zwei drei Wochen wieder machen, denn ein Teilbereich wurde nun geradegezogen und damit die Oberfläche wieder aufgeraut, brach gelegt.


    Schönen sonnigen Tag


    wünscht


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • rst genau und deswegen auch der Hinweis mit den Samenbomben. Einfach in der Landschaft rumlaufen mit Rechen ist doof ;)
    Wir haben es auch mit Blütenwiese probiert. Nix war.
    Olli

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  • Schönen Dank für eure Tipps/Bemerkungen. Mit den Weidentypen kenn ich mich nicht so aus, werde aber sicherlich mit der Hasel in Verbindung mit einer Blumenmischung (Tübinger Mischung o.ä.) und/oder dem Weißklee zu Werke schreiten. Die Kornelkirsche gefiele mir ja auch ganz gut… :wink:


    Gruß
    Martin

  • Hallo Miteinander,
    warum was machen?
    Es gibt doch Uferpflanzen, die von selbst diesen Lebensraum besiedeln.
    Sumpfdotterblumen, Bachbunge, Blutweiderich usw.
    Warum diesen Pflanzen durch Aussäen von noch dazu gebietsfremden Pflanzen die (Wieder)ansiedlung erschweren?
    Wo schon was wächst, wächst nichts anderes.
    Tipp zu Gewächsen:
    Erlen.
    Sie sind gut an das Wachsen in Feuchtgebieten angepasst und wurzeln im Gegensatz zu anderen Gewächsen senkrecht zum Ufer, befestigen dieses so ideal.
    Sie lassen sich auch gut auf Stock setzen, so das sie den angrenzenden Obstbäumen kaum Licht wegnehmen.
    Bei uns wachsen neben Weiden auch Weißdorn und Hasel an den Ufern.
    Aber im Moment sieht das katastrophal aus.
    In der Zeitung stand, das ab ersten März keine Gehölze und Heken mehr geschnitten werden dürfen.
    In der Woche zwischen dem Bericht und erstem März herrschte überall der Kahlschlag.
    Nichts mehr mit Frühtracht, jedenfalls aus Weide und anderen Gehölzen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,


    das mit dem Besiedeln, das tun die Uferpflanzen ja auch noch, Phacelia ist einjährig, da passiert nicht so viel und so blickdicht eng würd ich das auch nicht ausbringen aber bis so eine Sumpfdotterblume Fuß gefasst hat muß sie dieses Jahr ausläufer bilden oder sich versamen.
    Die aktuelle Brachphase nutzen finde ich von daher nicht übel.
    Was auf so einem Brachstreifen unter anderem am besten anwächst und sich aussamt sind leider die Neophyten - leidvolle Erfahrung, die wir hier auf unserer eigenen Wiese in einem Wasserschutzgebiet mit Bachlauf machen mußten...


    Viele Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    das mit dem Besiedeln, das tun die Uferpflanzen ja auch noch, Phacelia ist einjährig


    ... naja theoretisch :)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

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  • Hallo Marion,
    schade, das in dem einen Jahr mit Phacelia der natürliche Bewuchs dort keine Chance hat, sich anzusiedeln.
    Im nächsten Jahrkönnte das schon zu spät sein.
    Phacelia gehört meiner Meinung nach so gehandhabt:
    sie wird dazu angepflanzt, um unerwünschten Samenanflug zu verhindern und/oder zu unterdrücken.


    noch was für "Ungeduldige":
    es gibt auch sogenannte Ufermatten, dort sind entsprechende Pflanzensprösslinge eingearbeitet.
    Brauchen nur ausgelegt und befestigt werden...
    viele Grüße
    Lothar

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