• predigen reicht nicht. Beim E10 da funktioniert es, keiner kaufts. Dabei kann mir keiner erzählen, sowie im Fernsehen und Rundfunk gehört, das die Autofahrer nicht richtig informiert sind. Die wissen sehr wohl ob ihr Auto das Zeugs schluckt oder nicht! Man will es dennoch nicht....
    Bei den Lebensmitteln klappt das leider so nicht. Müssen wir Weihnachten Erdbeeren haben, müssen wir Himbeeren und Heidelbeeren haben? Müssen wir das ganze Jahr kontinuierlich Gurken im Angebot haben? Gerade Gurken, die liebt Wärme über alles. Gut, die wird derzeit in wärmeren Ländern angebaut, aber bis zu uns muß sie immer noch kommen.
    Äpfel von Chile und sonstwoher... Die Äpfel im eigenen Lande fallen im Herbst von den Bäumen und bleiben liegen bzw. werden untergemulcht, vielleicht ja bald zu Ethanol verarbeitet. Warum? Weil die nicht irgendwelchen Normen entsprechen. Die sind zu klein oder haben ne Delle und werden daher angeblich nicht gekauft. Daher müssen wir das Zeugs von sonstwo her Importieren?
    Wir können viel erreichen, aber jeder muß bei sich anfangen...


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Lieber Hartmut,
     
    zuHundert Prozent meine Zustimmung, was Du grade geschrieben hast!
     
    Nur, wo sollen wir anfangen? Beim Verbraucher, beim Händler, beim Politiker, beim Bauern?
     
    Jeder, jeder, schiebts auf den andern!
     
    Wenns die richten können, ...gerne.
     
    Maybe liegts auch an uns Imkern.
     
    Nein, ich nehm mich nicht so wichtig, mir das anzumaßen!
     
    Aber wir sehen es auch nur durch die Idikatoren Honigvögeln, was vorgeht.
     
    Und wenn wir schweigen, sind wir schuldig.
     
    So einfach ist das.
     
    Herzliche Grüße Simon

  • Redet mit Euren Kunden, informiert und sensibilisiert. Dann werden die das auch mit ihren Freunden tun. Überlegt doch mal, über wie wenige Ecken prinzipiell Jeder mit Jedem bekannt ist. Imkern muss man doch keine Schwarm-Intelligenz erklären, oder?

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • ...
     
    Nur, wo sollen wir anfangen?


    ...


    Hallo Simmerl,


    im persönlichen Umfeld.
    Freunde, Nachbarn, Familie.


    Ich hab ihr was erlebt das hätte ich nie erwartet. Seit Monaten klär ich immer wieder über die Geschichte mit dem Mais auf.


    Wir haben hier bisher keine Biogasanlage. Jetzt kommen unsere Bauern auch auf die Idee eine zu bauen. Also das ganze Dorf eingeladen zur Infoveranstalltung und mal so klären wer denn Fernwärme will.


    Und ob du es glaubst oder nicht, die wichtigste Frage war: Was kommt da rein?
    Wir wollen keine Maiswüsten. Die möglichen Erbauer sind jetzt am Zweifeln, gab dann schnell einige Versprechen, man will auch keinen Mais. Mal sehen was kommt.


    Kleine Informationen zum rechten Zeitpunkt bewirken dann großes.


    Also immer wieder informieren, das bleibt hängen!

    Gruß Thomas -- Wer Tipfehler findet, darf sie gerne behalten. :-)

  • genau, was kommt da rein? Unsere Großeltern würden sich im Grabe rum drehen wenn sie es wüßten....
    Der Mais ist noch das kleinste Übel. Es werden weitere Monokulturen entstehen, mit all deren Nachteilen....


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hartmut,


    mit zeigt das aber auch, dass die Leute mittlerweile genau hinhören wenn es um ihre Heimat geht.


    Wer will schon in der Wüste, in einer Maiswüste leben?

    Gruß Thomas -- Wer Tipfehler findet, darf sie gerne behalten. :-)

  • Hallo Simmerl,
    es ist nie zu spät! Heute um 23.20-0.00 Uhr wird die Sendung wiederholt auf 1extra. Weitere Wiederholungen lassen sich einfach finden durch Benutzen der Suchfunktion (soll nicht wehtun:lol: ) unter www.tvtv.de
    Liebe Grüße
    Wolfgang

  • Servus beinand
    Sicher, Maiswüste ist nicht das Gelbe vom Ei. Aber irgendwann werden wir uns umstellen müssen. Oder wollen wir bis zum Ende von Gas, Öl und Uran so weitermachen? Wenn wir von den fossilen Energieträgern wegwollen, müssen wir jede Energiemöglichkeit nutzen, und dazu gehören selbstverständlich auch Biogasanlagen.
    Dank neuerer Bakterienstämme "laufen" Biogasanlagen zunehmend mit mehr Abfallstoffe (Stroh, Holz, Biomüll, Rasenschnitt, Laub, Gülle) und weniger Mais / Getreide etc.
    Sicher, jede Energieerzeugung erzeugt auch Nachteile, aber ihr solltet abwägen, wie kommt die Natur und damit letztendlich wir am besten damit zurecht.


    Wenn ich mir die unsägliche Naturzerstörung eines Braunkohle-tagebau ansehe, dann muß ich sagen, tausend Biogasanlagen wären das kleinere Übel.
    Konkurenz zu Lebensmittelanbauflächen besteht auch nicht, in Europa gibts viel Stillegungsflächen, die man nutzen kann und sollte.


    Eine andere Geschichte ist der sogenannte Bio-Sprit. Hier gibt es eine negative Energiebilanz -ausbeute. Hier wäre der bessere Weg, sparsamere Autos zu fahren.


    Und nein... ich hab keine Biogasanlage.....


    Viele Grüsse
    Günter