Honig im Internet anbieten

  • Hallo Imkerkollegen/innen,
    überlege, meinen Honig im Internet anzubieten,da die reichliche Ernte letztes Jahr nicht allein an der Haustüre verkauft werden kann.
    Meine Frage an die Steuerfachleute unter euch: Wäre diese Vertriebsweise steuerpflichtig oder hängt die Steuerpflicht nur von der Anzahl der Völker ab?
    Für eure Auskunft vielen Dank und ein gutes Bienenjahr

  • Wäre diese Vertriebsweise steuerpflichtig


    Steuerpflichtig insofern, als dass man dokumentieren sollte, dass man die Völkerzahl nicht überschritten hat und sich folglich keine zu besteuernden Einkommen aus der Imkerei ergeben haben. Dann kommen keine Missverständnisse auf.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Marcus,
    Du stößt mich auf eine Zusatzfrage:
    Zählt für die Steuerpflicht in unserem schönen Niedersachsen die Zahl der einzuwinternden Völker, wie beim DIB und damit auch der Versicherung, oder ist die Völkerhöchstzahl nach der Schwärmerei und vor dem Abstoßen einiger Völker nach der Heidetracht maßgebend?
    Bisher ging ich von der offiziell gemeldeten Zahl an den Verband aus. Denn ein Schwarmvolk aus dem gleichen Jahr im Korb ist ja wesentlich weniger "Betriebsmasse" als ein Beutenvolk, bei dem ich die Schwärmerei verhindert habe oder es als Ableger gepflegt und erst im nächsten Jahr "zur Arbeit" los geschickt habe.


    Mit bestem Gruß
    heidjer Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Moin Wolfgang,


    bis zum Jahreswechsel werden bei uns die Völker dem Verein gemeldet, der die Zahl weiterleitet.
    Neu ist, daß auch geplante Ableger des kommenden Jahres dazu zählen.
    Alle zusammen werden dann bei der Medikamentenbezuschussung als "Völkerzahl" gerechnet.
    Also 5 Völker + 8 geplante Ableger = 13 Völker zur Meldung.


    Wie immer im Leben gibt es auch hier Betrugsmöglichkeiten.
    Aber im Gegenzug Überwachung?
    Bleiben wir ehrlich!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    Internethandel ist nicht ohne. Hier tummeln sich zahlreiche Abmahnanwälte etc. Du solltest Dich vor der Einrichtung eines online Shops genau
    informieren oder beraten lassen. Spontan fällt Hartmut ein (der hilft mir auch gerade bei meinem Shop).Hier sind aber einige Leute , die auch Ahnung davon haben.
    Ich bin vor Jahren mal ziemlich auf die Nase gefallen. War ein Fehler, der nicht einmal wiklich einer war. Nur eine Kleinigkeit. Das Waren aber am Ende über 1000 € Strafe durch einen Abmahnanwalt.
     
    Beste Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


  • Ich bin vor Jahren mal ziemlich auf die Nase gefallen. War ein Fehler, der nicht einmal wiklich einer war. Nur eine Kleinigkeit. Das Waren aber am Ende über 1000 € Strafe durch einen Abmahnanwalt.


    Hallo Daniel,


    ist das geheim oder verrätst Du uns was für ein nicht-wirklicher Fehler das war?
    Nicht daß ich mit meinem einen Volk jetzt einen florierenden Internet-Handel aufmachen möchte, ich bin einfach nur interessiert was alles so schief gehen kann.

  • Hallo Hartmut,
    vielen Dank zuerst mal für den Hinweis auf die Abmahnbestimmungen, aber gibt es irgendwo im Forum oder Netz vorformulierte AGBs, die man auch ohne Jurastudium übernemen kann?

  • ...das mit den AGB-Abmahnung ist glaube ich ne ziemlich heiße Sache! So kam vor geraumer Zeit ein Beitrag im TV (glaube in Markt oder Frontal) die aufgedeckt haben, dass sogar die AGB des Justitzministerium fehlerhaft war - nach der Sendung hat das Ministerium die Muster-AGB vom Netz genommen...
    Weiterhin habe ich einen Freund der in anderer Sache einen Onlinehandel betreibt, der hat mir erzählt dass nicht nur die Abmahngeschichten sondern auch Anzeigen der Kongurenten nicht "ohne" sind. Der freund hat diese Kosten fest eingeplant (er kann damit leben da er ein Unternehmen mit rund 80 Mitarbeiter hat...).


    Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt einen Online-Shop zu starten, bin mir aber zwischenzeitlich der Sache nicht mehr sicher :(


    Beste Grüße von der Stechmugg

  • ...das mit den AGB-Abmahnung ist glaube ich ne ziemlich heiße Sache! So kam vor geraumer Zeit ein Beitrag im TV (glaube in Markt oder Frontal) die aufgedeckt haben, dass sogar die AGB des Justitzministerium fehlerhaft war - nach der Sendung hat das Ministerium die Muster-AGB vom Netz genommen...
    Weiterhin habe ich einen Freund der in anderer Sache einen Onlinehandel betreibt, der hat mir erzählt dass nicht nur die Abmahngeschichten sondern auch Anzeigen der Kongurenten nicht "ohne" sind. Der freund hat diese Kosten fest eingeplant (er kann damit leben da er ein Unternehmen mit rund 80 Mitarbeiter hat...).


    Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt einen Online-Shop zu starten, bin mir aber zwischenzeitlich der Sache nicht mehr sicher :(


    Beste Grüße von der Stechmugg


     
    Da gings um die Widerrufsbelehrung. Eine AGB ist etwas anderes und die wird nicht als Muster zur Verfügung gestellt.
    Onlinehandel ist nicht ohne. Es kommt allerdings auch drauf an was man verkauft. Oft ist es aber so dass Abmahnungen einfach nur als Instrument gebraucht werden, die Mitbewerber zu gängeln - also völlig asozial.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Oli,
    Du hast völlig recht es ging in der Tat um Widerrufsbelehrungen!!!
    Ich hab mir auch schon überlegt an Stelle von einem Onlineshop die Waren nur "locker" anzubieten (ohne genaue Angabe über Preis etc.) und ein Kontaktformular zu erstellen, über das die potentielle Kundschaft eine Preisliste anfordern können...
    Ich denke damit könnte man die "Rechtsgeschichte" umgehen oder weiss hier jemand etwas genaueres? Würde mich sehr freuen!!!


    Beste Grüße von der Stechmugg

  • Ich hab mir auch schon überlegt an Stelle von einem Onlineshop die Waren nur "locker" anzubieten (ohne genaue Angabe über Preis etc.) und ein Kontaktformular zu erstellen, über das die potentielle Kundschaft eine Preisliste anfordern können...
    Ich denke damit könnte man die "Rechtsgeschichte" umgehen oder weiss hier jemand etwas genaueres?


    Hallo Stechmugg,


    wenn ich ein Angebot ohne Preisangabe sehe, wechsel ich zur Konkurrenz.
    Ich denk` mir dann: "Wird schon einen Grund haben, warum der seine Preise geheim hält...".

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Radix,


    da hast Du schon recht!


    Wäre aber ein, wenn auch nur halbherziger, kompromiss... Wenn Du aber ne gute Idee hast wie man, ohne in rechtliche Schwierigkeiten zu geraten, seine Produkte im www anbieten kann würde ich mich sehr freuen!


    Ich kann eben nicht, wie teilweise bei www-shop's üblich, ein Budget für Rechtsangelegenheiten einplahnen! Und wenn einem das eben nur ein mal passiert, ist u.U. der Jahresgewinn mehrerer Imkerjahre weg... :(


    Kann aber schon auch sein, dass ich da übervorsichtig bin!


    Beste Grüße von der Stechmugg