• Servus, liebe Leut,
     
    keine Fragen an den gesundheitlichen Wert, keine Fragen, was darin ist, was nicht drin sein soll.
     
    Keine Fragen, wie man es vermarkten könnt.
     
    Ich will keinen Pollen ernten, noch trocknen, noch reinigen, noch verfüllen, noch verkaufen, noch Perga mit dem Heber rauspullen, - ich will Perga aus den Naturwaben schneiden.
     
    Nun, in der Fachliteratur wird angegeben, Jungfernwaben, darüber Absperrgitter, darüber Brutraum, soll zur Pollenablagerung darunter anregen. Hat das schon jemand probiert?
    Bei mir hats nicht geklappt, vielleicht hab ich auch einen Fehler gemacht.
     
    Normal ist ja der Aufbau von unten nach oben: Brut, Perga, Honig.
     
    So müsste es also auch zu ernten sein, doch wie ohne Gitter, rein raum und rahmenmäßig. Ich hab schon lange nicht mehr mit Za oder Ls gearbeitet ohne AS.
    Soweit ich mich erinnere, hat ich im HR bei Za oder LS immer mehr Pollen drin als bei Dadant. Könnt Ihr mir das bestätigen? Oder wie gewinnt Ihr Perga aus Jungfernbau?
     
    Gruß Simon

  • Hallo Beehead,


    na danke für den klasse Link. Das Teil sieht ja fast aus wie meine Obstmühle und im Prinzip funktioniert das Ding ja wie ne Putzmühle für Getreide. Ist ja quasi ein ähnlicher Prozess des Separierens.


    Grüssle auf´d Alb,
    Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Merci, Bee !


    Nicht nur, daß Perga um soviiiiiiel gesünder, bekömmlicher ist als Pollen, es schmeckt auch besser und die Gewinnung ist auch viel leichter und einfacher und es hält auch länger - und es ist bekannt, daß noch nie ein Allergiker darauf reagiert hat.


    Ich möchte gern von Euch wissen, bei welchen Rähmchenmaßen wohl die Bienen das Perga am besten in Jungfernbau einlagern.
    Sind dazu irgendwelche Erfahrungen vorhanden?


    Gruß Simon

  • Hallo beehead,


    da hast Du ja einen ollen Artikel aus 2008 ausgegraben - ist aber noch aktuell und wir machen es auch heute noch so ... ;-.)


    Die Ernte von Perga ist nicht unbedingt leichter als die von Pollen - hier würde ich eine andere Meinung vertreten ;-)


    Erst gestern erhielt ich eine Probe völlig vertrockneten, fermentierten Pollens (das wäre eigentlich die klassische Definition von Perga) von einem Kunden,
    der ein paar Kilogramm aus seinem Urlaub aus Polen mitgebracht hatte, per Post zugesandt mit der Bitte eines Feed backs.
    " Unbrauchbar, da nicht zu verzehren - Mineralstoffe, Vitamine? Wahrscheinlich "mitgetrocknet" worden."


    ... aber die Mühe der Pergaernte lohnt sich trotzdem; auch ich finde, dass Perga deutlich besser schmeckt als herkömmlicher Pollen.


    Hier gibt es auch eine kleine Anekdote:
    Pollen ist das Mehl der Bienen (da sie es in dieser Form nicht verzehren), Perga das fertig gebackene Brot.


    Bienen lagern bei entsprechendem Pollenangebot gerne und viel Perga ein - pro Volk können in der Saison nicht selten mehrere Pollenbretter
    geerntet werden.
    Das Arbeiten mit Naturbau ist hier besonders angenehm, da die Waben leicht aus den Rähmchen herauszutrennen sind. Die eventuell geringere
    Stabilität der Wabe wird durch Tiefkühlung (vor Einsatz der Stanze) ausgeglichen.


    In welchem Rähmchenmass die Bienen (ob Naturbau oder Konventionell ist hier eigentlich sekundär) am besten Perga anlegen, hängt von dem
    Verhältnis Beutengröße - Volksstärke (Qualität der Königin) ab. Es macht wenig Sinn, relativ überschaubare, "mittelstarke" Völker im Dadant
    zu führen (schwaches Volk - wenig Pollen) wie Hochleistungszuchten im DN ("Schwarm im Baum")...

  • Hallo


    ich habe zur Frühtracht reichlich Pollenbretter in meinen DNM Beuten,meistens die ersten 3 Waben, die Bienen schwärmen auch nicht mehr so schnell, vergangenes Jahr überhaupt nicht, da ich 4 Etager habe.
    Ich denke aber zur Bienenbrotgewinnung braucht man unbedingt ein Überangebot von Pollen, sonst bleibt das brotlose Kunst, ob in Dadant oder DNM, in welchem Maß auch immer.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo


    ich habe zur Frühtracht reichlich Pollenbretter in meinen DNM Beuten,meistens die ersten 3 Waben, die Bienen schwärmen auch nicht mehr so schnell, vergangenes Jahr überhaupt nicht, da ich 4 Etager habe.
    Ich denke aber zur Bienenbrotgewinnung braucht man unbedingt ein Überangebot von Pollen, sonst bleibt das brotlose Kunst, ob in Dadant oder DNM, in welchem Maß auch immer.


    Ja Drobi, Sie haben Recht. Dies ist wie bei allen Dingen im Leben: Balance von Geben und Nehmen, die muss stimmen - und Pollen, die können nur geerntet werden, wenn ein reichliches Pollenangebot besteht. Optimale Trachtlagen sollten hier vorliegen, im zeitigen Frühjahr ist eine Pergaernte nicht anzuraten.


    Was sind optimale, für Pergaernte geeignete, Trachtlagen? Aus meiner praktischen Erfahrung: Raps, Edelkastanie und Buchweizen.

  • Servus bee@,


    da hast ja recht, auf die Alm, in die Stadt oder ins Schutzgebiet!


    Ja Herrschaftszeiten, wer sind wir denn? Daß wir flüchten müssen!


    Das macht mich echt wütend!


    Vor hundert Jahren war Platz für 4 Mio. Bienenvölker und heut sind 7hunderttausend, zuviel in Deutschland?


    Ich kapiers nicht!


    Dabei gäbs doch in meiner näheren Umgebung eine so gute Klinik.


    Gruß Simon

  • Hallo Simon,


    bitte berücksichtige dabei das leidige Thema Pflanzenschutzmittel. Laut dem 3. Zwischenbericht vom österreichischen Projekt Melissa wurden in 69% aller Bienenbrotproben von Ständen mit Vergiftungsverdacht sowie in 33% aller Bienenbrotproben von Ständen ohne Vergiftungsverdacht Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. In den Bienenbrotproben waren es 16 verschiedene, teils nicht zugelassene, teils hochgiftige. In allen Proben (Bienen, Bienenbrot und Pflanzen im Flugbereich) waren es 36 verschiedene Pflanzenschutzmittel. Die Honigproben hingegen waren Rückstandsfrei. Ich trau mich nichts anderes mehr zu nutzen als Honig.


    Kuoni