Ist mein Ableger noch zu retten?

  • Hallo Imkerfreunde,


    im Juli vergangenen Jahres habe ich mir einen Ableger auf 5 Waben gekauft.


    Heute Mittag habe ich festgestellt, dass es nur noch 3 Wabengassen füllt.


    Ich habe gelesen, dass die Königin bereits ab Mitte Januar beginnt, die ersten Eier zum Ausgleich der Winterbienen zu legen.
    Wird das Volk dadurch nicht weiter abnehmen?


    Ob das Volk eine Notfütterung braucht, kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich die Waben bei dem Wetter noch nicht ziehen möchte.


    Hat ein solches Volk überhaupt noch eine Chance, das Frühjahr zu überleben und wenn ja, was kann ich tun, um die Volksentwicklung positiv zu beeinflussen.


    Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei diesem Problem mit Rat und Tat zur Seite stehen könntet.


    Sorgenvolle Grüße
    Blaubiene

  • Vorerst nichts machen. Die erste Märzwoche gibt dir mehr Einblick. Drei Waben ist ja nicht gerade berauschend, doch wenn du nur auf 5 Waben eingewintert hast, dann kann nicht mehr herauskommen. Ich habe auch ein zwei Völker, bei welchen sich das Leben auf drei Gassen wohl abspielt. Sie werden es überleben. Allerdings wohl ein schwacher Trost für dich. Wenige Völker oder gar eines machen Stress. Etwas mehr beruhigt. Das ist wie mit dem Geld, viel beruhigt.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,


    hast Du den im Juli auf 5 Waben gekauft und er ist nicht mehr gewachsen?


     
    Hallo Blaubiene,
    Ich bin auch Günthers Meinung, etwas mehr Informationen währen nicht schlecht. Auf wieviel Waben hast du eingewintert, wieviel eingefüttert? Ich würd auf alle Fälle wenn du mit offenen Boden überwinterst dicht machen und das Volk warm einpacken. Ansonsten bis März auf jeden Fall die Füße still halten:daumen:
    Gruß Hermann

  • Ich würd auf alle Fälle wenn du mit offenen Boden überwinterst dicht machen und das Volk warm einpacken.


    Soweit ich das verstanden habe, sollte das Volk höchstens dann 'warm eingepackt' werden, bzw. der Boden geschlossen, wenn es bereits in Brut ist und gleichzeitig längere Zeit schlechtes/kaltes Wetter herrscht. Wenn es noch keine Brut gibt, dann sollte man froh über den offenen Gitterboden und kühles Wetter sein, weil die Bienen dann eher noch eine Weile in Winterruhe bleiben.


    Wann sie anfangen zu brüten hängt vom lokalen Wetter und von der individuellen Königin ab, man kann jedenfalls nicht generell sagen, dass die Königin ab 'Mitte Januar' mit dem Legen beginnt.


    Grüße,
    Robert

  • Soweit ich das verstanden habe, sollte das Volk höchstens dann 'warm eingepackt' werden, bzw. der Boden geschlossen, wenn es bereits in Brut ist und gleichzeitig längere Zeit schlechtes/kaltes Wetter herrscht.


    Grüße,
    Robert


    Wenn die Volksstärke stimmt geb ich Dir vollkommen recht aber in dem Fall, wenns schon nich hilft schadet´s auch nicht.
    Gruß Hermann

  • Hallo Blaubiene


    auch ich kann dir nur bestätigen, mehr kannst du von einem 5 Wabenableger nicht verlangen. Meiner Meinung hat der Ableger auch gute Chancen zu überleben. Das Problem wird das Futter, wenn es das Wetter erlaubt, nur mal die letzte Wabe ziehen, ob da noch Futter drin ist. Ist das Futter knapp dann auf die Waben Futterteig. Für die Frühjahrsentwicklung müssen da noch wenigstens 3 Futterwaben rein, aber mit Bedacht. Bis Ende März nur warm halten und wie gesagt aufs Futter achten.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    erst einmal vielen Dank für eure Infos.


    Ich werde bei besserem Wetter einmal nach Futterwaben suchen.


    Drobi : Sollte um diese Jahreszeit schon Futterteig verwendet werden? Bienen benötigen für den Verzehr viel Wasser, dass im Volk evtl. noch Mangelware ist.


    Viele Grüße,
    Blaubiene

  • Erstens verdirbt der Futterteig nicht wenn ihn die Bienen noch nicht brauchen oder das Wetter zu kalt ist und zweitens ist meine Erfahrung, das das funktioniert weil nach Brutbeginn viel Schwitzwasser entsteht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wenn die Volksstärke stimmt geb ich Dir vollkommen recht aber in dem Fall, wenns schon nich hilft schadet´s auch nicht.


    Ich hatte es so verstanden, dass es eben doch schaden kann. Nämlich dann, wenn die Bienen bei geschlossenem Boden bzw. besonders 'warm verpackter' Beute früher anfangen zu brüten als sie es sonst getan hätten. Gerade bei einem schwächeren Volk und unklaren Vorräten ist es besser, wenn sie erst möglichst spät in Brut gehen.


    Noch eine Anfängerfrage zum Futterteig: warum im Spätwinter unbedingt Futterteig statt Sirup? Hätte gedacht, dass man genausogut einen Gefrierbeutel mit Sirup auf die Waben legen könnte.


    Blaubiene : Ist der Ableger also tatsächlich noch auf 5 Waben, in einem Ablegerkasten?
    Wann die Königin mit dem Legen beginnt hängt soweit ich weiß vom lokalen Wetter und von der individuellen Königin ab, Mitte Januar ist kein genereller Starttermin.


    Grüße,
    Robert

  • Sorry,ich muß noch hinzufügen, dass ich den Brutableger nach dem Kauf direkt in eine Segeberger Beute umgehängt habe. Anschließend habe ich ihn in kleinen Portionen gefüttert.
    Bei der Wintereinfütterung hat er jedoch nur noch ca. 3 Liter Zuckersirup aufgenommen. Vielleicht liegt es an dem Japanischen Springkraut, dass noch heftig eingefogen wurde.
    Die äußere Mittelwand wurde jedoch überhaupt nicht mehr bebaut und die Brut blieb auf 5 Waben,daher bin ich etwas verunsichert.


    Grüße,
    Blaubiene

  • 5 Waben Brut ist schon mal nicht schlecht, da müssten allerdings die Randwaben ausgebaut sein. Ich nehme an das Völkchen saß auf einem Magazin. Die Nichtaufnahme von Futter ist ein schlechtes Zeichen, sollte die Springkrattracht massiv gewesen sein, dürfte jetztnkein Futtermangel herrschen.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: