Zeiler in Polen

  • Stellt sich für mich die Frage, ob man sich nicht auch in Deutschland bemühen sollte, die Biene wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum Wald anzusiedeln, zum Bsp. in Nationalparks. Ich würde das Projekt "Bienen-Arche" nennen. Hier ein Beispiel aus Polen.


    http://www.youtube.com/watch?v=757FzEnwmhk
    http://www.youtube.com/watch?v=ap7yMHcXSVs


    PS: Schade, dass man den Beitragstitel nicht bearbeiten kann - soll natürlich "Zeidler" heißen.

    -- God save the queen! --

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  • Stellt sich für mich die Frage, ob man sich nicht auch in Deutschland bemühen sollte, die Biene wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum Wald anzusiedeln, ....


    Die Idee ist gut. Bloß klassische Zeidelei sollte es nicht sein. Wer will schon heute noch da hoch klettern? [Und was würde die Berufsgenossenschaft dazu sagen? :wink: ].
    Die Bienen müßten vom Menschen in Ruhe gelassen werden. Klotzbeuten mit Seilen an Bäume hängen. Sowas habe ich Mitte der 80er Jahre in Baschkirien gesehen. Ist besser für die Bäume und für den Imker. :wink:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo


    das ist ja alles schön und gut, aber wenn man Honig ernten will, ist das nicht die richtige Lösung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich denke Honig würde eine untergeordnete Rolle spielen.


    Witzig finde ich, dass die polnischen Zeidler einen großen Bären als Logo auf ihrer Kleidung tragen - oder fressen Pandas wirklich nur Bambus? Na, wer weiß. :wink:

  • Das könnt ihr vergessen. In den Nationalparks Eifel und im Naturschutzgebiet Siebengebirge wird sich bemüht, Imkerei zu vertreiben. Bspw. sollen Bienenstände, deren Besitzer verstorben sind, im Nationalpark Eifel nicht mehr neu bestückt werden. Neue Bienenstände werden gar nicht mehr genehmigt.


    Eine meiner Anfängerinnen wollte im Siebengebirge auf geeignetem Gelände (Streuobstwiese) einen Bienenstand mit fünf Völkern errichten. Das ginge dort nicht, wurde ihr beschieden. Als sie andere Standortvorschläge machte, bekam sie die gleiche Antwort. Als sie dann fragte, wo es denn ginge, bekam sie dann eben mehr oder weniger zu hören, daß man grundsätzlich keine Bienen im Naturschutzgebiet sehen wolle.


    Im KIV Rhein-Sieg-Kreis gibt es den Fall, daß es dem Besitzer einer Streuobstwiese verwehrt wurde, dort Bienen aufzustellen, mit der Begründung, daß die Larven des Solitärbienenkolonien parasitierenden Ölkäfers, wenn sie gemäß ihrer Biologie von der Blüte aus eine Biene besteigen und so nicht in eine Solitärbienenkolonie sondern in den Bienenstock getragen werden, dort zugrunde gehen - somit also der Ölkäfer durch die Imkerei gefährdet wird.


    Das zum Thema.


    Gruß, Klaus

  • Das was da in Polen gemacht wird, sehe ich etwas differenziert und ist ja nicht umbedingt nachamenswert in dieser Form. Aber generell sollte die Biene wieder in den Wäldern angesiedelt werden, aber ohne die Bäume zu beschädigen.


    Klaus ,
    wenn ich eine Streuobstwiese hätte, dann würd ich da nicht fragen ob ich meine Bienen dort hinstellen darf. Es ist mein Grund und Boden und wenn das der "Dumme Beamte" oder wer auch immer nicht kapiert, dann wird es Zeit dass er geht. Gesetze die gegen Mensch und Natur sind krank, wie viele Menschlein und vor allem unser System.


    Wir müssen es von Unten erneuern, nicht versuchen das bestehende zu ändern, das ist zu verfilzt. Ein neues schaffen um das bisherige eines Tages ins Leere laufen zu lassen...


    Wer viel fragt, geht viel Irr oder wird irregeleitet.


    Wenn man zum Sklaven auf dem Eigenen Land wird, dann wird es Zeit sich mit angemessenen Mitteln zu wehren. Dazu hat jeder das Recht, dies kann im GG sogar nachgelesen werden. Find leider grad die Aufzeichnung nicht sonst würd ich sie posten.


    Die Auswüchse unseres System werden immer skuriller...


    Warmen, sonnigen Sonntag bei prognostizierten 13°C hier.


    Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • hallo,
    genauso ist es . Wer viel fragt bekommt viel dumme Antworten.
    ... und was nicht verboten ist , ist erlaubt.
    ... die Auswüchse in unserem Systen werden deswegen immer skuriler weil wir es zulassen. Der Deutsche braucht mittlerweile selbst zum sch... eine amtliche Genehmigung. Ein bischen mehr Selbstbewustsein könnte uns Imkern nicht schaden.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

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  • Hallo Markus,
    leider ist es nicht so, das man in Deutschland über sein eigenes Grundstück über sein Tun und Lassen frei entscheiden kann.
    Wenn sich Dein Grundstück z.B. in einem Jagdbezirk befindet, bist Du zwangsweise Mitglied einer Jagdgenossenschaft und musst das Töten von Tieren auf Deinen Grund und Boden zulassen, egal wie Du persönlich zu diesem Thema stehst.
    Hat vor etwa zwei Wochen die Kleine Kammer des EU-Gerichtshofes für Menschenrechte so bestätigt.
    Das dieses laut selbigen Gericht in Frankreich und Luxemburg anders ist, es also zweierlei Menschenrechte gibt, sei noch am Rande erwähnt.
    In diesen Ländern gilt also eine andere Gewissens- und Versammlungs- (Vereinsmitliedschaften)freiheit wie hier.
    Zudem steht im Grundgesetz ja auch: "Eigentum verpflichtet".
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ...Wenn sich Dein Grundstück z.B. in einem Jagdbezirk befindet, bist Du zwangsweise Mitglied einer Jagdgenossenschaft und musst das Töten von Tieren auf Deinen Grund und Boden zulassen


    Hallo Lothar, kann so nicht sein.
    An mein Grundstück stoßen 3 Jagdbezirke.
    Ich liege quasi mittendrin.
    Ich zahle keine Beiträge an die Jagdgenossenschaft.
    Ich habe meine Weide eingezäunt. Somit gilt sie als "befriedeter Bezirk".
    Da wird nix geschossen. Leider...


    Leider deswegen, weil die Wildschweine Grund und Boden zerstören.
    Die Jäger juckt`s nicht.
    Ich könnte ja den Zaun wegmachen, dann würden sie schießen.


    Ich könnte aber ohne Zaun keine Schafe mehr halten...
    (Kann ich sowieso nicht mehr, weil die Weide zerstört ist....)


    Zaunlos würde aber auch nix bringen, weil die Jäger nix treffen.
    Gut, hier und da schon mal `n Jagdhund, aber keine Wildsau,
    denn die nicht gezäunten Felder ringsum sind genauso zerwühlt.


    Von der Jagdgenossenschaft wurde bei den Landwirten schon mal der zerwühlte Boden gefräst.
    Bringt aber auch nix mehr - die Fräse wurde geklaut...:roll:


    Hat jemand einen Tipp...? :cool:




    Achja:


    Jäger muß pinkeln.
    Stellt sich an`s Gebüsch und beginnt sich zu erleichtern.
    Stürmt plötzlich ein Mann hinter dem Gebüsch hervor und brüllt:
    "Du altes Ferkel, muß Du unbedingt auf mich zielen?"


    "Ja was treibst Du denn auch hinter dem Gebüsch?" brüllt der Jäger zurück.


    "Glaubst Du etwa, ich lieg hier auf`m Igel???"



    (Sorry, paßte gerade so...:wink:)

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,
    das "Gute" an der Jagdgenossenschaft ist doch, das Du Geld bekommst (Jagdpacht).
    Meist wird allerdings über eine andere Verwendung bestimmt.
    Gerne für Wegeausbau, damit die Jäger auch mit ihren "Geländewagen" bis an ihre Hochsitze fahren können;
    oder über Fütterungsbeihilfen, damit mehr Tiere zum erschießen vorhanden sind.
    Wichtig ist auch der Ausgleich von Wildschäden.
    Auch wenn man nicht mit einer Zwangsmitgliedschaft einverstanden ist, z,B, auch aus Tierschutzgründen,
    sollte man zu den Versammlungen hingehen und dementsprechend agieren.
    (die Versammlungsanzeigen "seiner" Jagdgenossenschaft stehen meist versteckt im behördlichen Teil (Amtsanzeigen) der örtlichen Tageszeitung (warum wohl?))
    Aber zurück zur Zeidlerei in Polen.
    Mal nebenbei:
    Gibt es denn hierzulande überhaupt noch geeignete Bäume dafür?
    Selbst im Reichswald bei Nürnburg sehe ich vom Rastplatz der Autobahn aus nur noch nach Hiebreife eingeteilte Waldparzellen.
    Und dort befand sich der westlichste Ausläufer dr Zeidelei; wie auch das letzte Zeidelgericht.
    So "richtig" Wald gibt es wohl kaum noch dafür.
    Und die "Nationalparks"* sind ja meist in der Übergangsphase, weg vom Wald nach Försters Gnaden.
    Übrigens fallen Ende der Waldbienenzucht und Beginn des Ameisenschutzes zeitlich ziemlich überein...
    Viele Grüße
    Lothar
    *viele dieser Parks entsprechen in einigen Punkten nicht mit internationalen Richtlinien überein

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.