Fragen zum Honigeimer bzw. Verflüssigen des kandierten Honigs

  • Hallo an Alle,


    ich habe an euch Profis folgende Fragen:


    Welche Eimergröße (welche ist wirklich zweckmässig?) verwendet ihr zum Aufbewahren?


    Nach meinem ersten Jahr am ich festgestellt, dass meine Gerätschaften nicht optimal zusammenpassen.


    Nach dem Schleudern habe ich das was ich nicht mehr in Gläser abfüllen konnte in 10 kg Eimer abgefüllt. Dieser ist jetzt fest kandiert.


    Jedoch musste ich feststellen, dass das mit dem Auftauen nicht so einfach ist.


    Wie taue ich diesen am schnellsten und effektivstem auf? Eimer ins Wasserbad - dann umstülpen und durch Melitherm in den Abfüllbehälter laufen lassen ?


    Gibt es eine Kombination auf die man einen umgestülpten Eimer setzen kann und durch die aufsteigende Wärme wird der Honig flüssig und tropft dann direkt in den Abfüllbehälter?


    Leider finde ich vom Zeitpunkt des Abfüllens nach dem Schleudern bis zum Abfüllen Monate später keine komplette Chronik.


    Falls es doch eine gibt würde ich mich über entsprechenden Hinweis freuen.


    Viele Grüße aus Königsbrunn


    Robert :-D

  • Hallo Robert!


    Das Abfüllen in Gläser finde ich nicht recht gut, da hat man immer das Problem, dass nach dem Verflüssigen der Schaum auf der Oberfläche schwimmt und dieser nicht ordentlich abgeschöpft werden kann.


    Die Heizspirale des Melitherms sollte schon in das Lagergefäß hinein gehen. Normalerweise wird mit der Heizspirale der Honig vorverflüssigt, sodass er herausgeleert werden kann und dann lässt man ihn durch das Melitherm laufen.


    Mit einem Auftauschrank, bei mir ein alter Kühlschrank mit einer 100 W Glühbirne und einem Thermostat, eingestellt auf ca 40° C kann man jedes Gebinde so anwärmen, dass es entleert werden kann.


    10 kg Gebinde erscheinen mir zu klein, 40 kg Gebinde sind schon sehr unhandlich. Mein Favoritten sind 25 kg Gebinde.


    Einen Tipp hätte ich noch: Wenn man den Restinhalt des Abfülleimers beim Verflüssigen zum Schluss nochmals durch das Melitherm laufen lässt, bleibt der Schaum beim Seihtuch hängen und man hat keinen Verlust durch Abschöpfhonig.


    MfG
    Honigmaul

  • Uuuups, ein Doppelmoppel...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

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  • ...bleibt der Schaum beim Seihtuch hängen und man hat keinen Verlust durch Abschöpfhonig.l


    Moin Honigmaul, wieso Verlust?
    Bei mir wandert der Schaum auf meinen Frühstückstisch... :wink:


    Übrigens: Schaum entsteht meist durch falsches Rühren, nicht durch Auftauen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,


    danke für die schnelle Antworten. Hatte schon abgeschöpft...


    Zum Verständnis - Bitte um entsprechende Korrektur ggf.:


    1) Eimer in umgebauten Kühlschrank - Honig ist an der Eimerwand angetaut und kann umgefüllt werden oder


    1) Stelle die Melithermspirale auf den Honig und durch das Eigengewicht senkt sich dieser in den Honig und kann dann umgefüllt werden.


    2) Den Honig lasse ich aus dem Eimer dann in den Aufsatzeimer vom Melitherm laufen. In diesen haben ich zuvor die Melithermheizspirale eingestellt. Nun schmilzt der gesamte Honig in den Abfülleimer. Ist das so richtig ?


    Gibt es kostengünstigere Alternativen oder ist der Melitherm das einzige "Wahre" ?


    Viele Grüße


    Robert

  • Gibt es kostengünstigere Alternativen oder ist der Melitherm das einzige "Wahre" ?


    Servus Robert
    Ich arbeite mit 12,5 kg Eimern und einem Einkochautomat (Kosten ca 60 Euro). Dieser hat genau die richtige Grösse für den Eimer. Nach 24 Stunden im Automat bei Einstellung 40 Grad, mit einmal zwischendurch umrühren, ist der Honig vollkommen flüssig und kann weiterverarbeitet werden. Mir wäre der Melitherm zu teuer.


    Königsbrunn bei Augsburg?
    Viele Grüsse ins Schwabenländle
    Günter

  • Moin,
    ich arbeite ebenfalls mit 12,5kg Eimern, aber auch 20kg Hobbocks sind bei mir noch anzutreffen. Da ich mal ein paar alte Segegeberger Schätzchen geschenkt bekam aber sonst auf Dadant imkere nutze ich diese zum Auftauen.
    Ich stelle 2 Ziegelsteine auf, darauf dann den Eimer. Zwischen die Steine unter dem Eimer platziere ich dann einen kleinen Reisefön (gabs mal für 9,95). Dieser Fön wird durch eine Thermostat gesteuert. Dann umgebe ich den Aufbau mit zwei Zargen, lege den Temperatursensor auf den Eimer, die Bedieneinheit (zum Programmieren) nach draussen, Deckel rauf und schon kanns losgehen.
    Den digitalen Thermostat habe ich mal bei reichelt gekauft, kostete auch so ca. 15-20€.


    Gruss Michael

  • Ich arbeite mit 12,5 kg Eimern und einem Einkochautomat (Kosten ca 60 Euro). Dieser hat genau die richtige Grösse für den Eimer. Nach 24 Stunden im Automat bei Einstellung 40 Grad, mit einmal zwischendurch umrühren, ist der Honig vollkommen flüssig und kann weiterverarbeitet werden. Mir wäre der Melitherm zu teuer.


    Hallo Günther, ich mache es ebenso. Klappt hervorragend.
    Allerdings habe ich Hobboks, die in den Einkocher reinpassen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Geht denn da der Deckel noch drauf?
    Oder hast du einen grösseren Einkocher?


    Moin Günter,


    der Hobbok ragt drüber hinaus, deswegen paßt es auch mit Deckel.
    Allerdings paßt nicht mehr der Deckel vom Kocher.
    Der Einkocher ist ein ganz normaler, so mit Temperaturregler und Timer.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Achtung bei Weckautomaten - Honig ist hygroskopisch nimmt schell Feuchtigkeit auch aus der Luft auf.
    Wie man auch auftaut - beachte: Die Honigschädigung wächst sowohl mit der Temperatur als auch mit der Zeit der Einwirkung der Temperatur - und bis ein Eimer von außen durchgewärmt wird, das dauert.
    Abhilfe bringt nur ein mehrmaliges Umrühren, damit der Honig am Rand nicht zu warm wird .
    Übrigens: Honig mit 40°C auftauen ist ein immer noch verbreitetes Märchen - Honig (Ausnahme Melicitose ca. 85°C) wird bei 42 bis 44 °C wirklich ganz flüssig. Um das zu erreichen brauche ich aber noch eine genügende Temperaturdifferenz zum Heizmedium (Wasser,Luft) im Auftauschrank oder Weckautomat, sonst dauert der Erwärmungsprozess zu lang - was auch wieder sachädlich ist.


    Gruß Sepp

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