Beespace und Verkitten

  • Hallo ihr Schlauen,


    habe zum Verkitten folgende Frage:


    Beim Zargenbau brauche ich ja eine Auflage für die Rähmchenohren.
    Die kann ich rechts und links ausfräsen, damit gerade ein Rähmchen reinpaßt.
    Das Auflagebrett kann ich aber auch 8mm tiefer lassen (bei 8mm Oberträger) und außen auf die Zarge eine Leiste (z.B. Griffleiste) anbringen, die den Zargenraum abdichtet.
    In dem Fall bleibt aber viel Platz zwischen Rähmchenohr und Leiste.


    Bauen die Bienen diese gesamte Fläche zu (Kitt, Wabe)?
    Wer hat`s schon mal ausprobiert?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,


    die Zargen der Einfachbeute sind ja so gebaut, dass aussen die Griffleiste die Zarge abschliesst und dahinter die Rähmchenohren auf der Zargenwand aufliegen. Ideal ist, wenn die Ohren dann so lang sind, dass sie fast an die Griffleiste anstoßen und der Beespace zwischen Rähmchenseitenteil und Zargenwand gewahrt bleibt.
    Ich hab die Vorder- und Rückwand nochmal 6 mm tiefer gelassen und dann als Auflage eine 6 mm Putzleiste aus dem Baustoffhandel draufgenagelt, sodass die Rähmchen nur auf einer ca. 2 mm breiten Auflage aufliegen. Ich hab keine Probleme beim Rausnehmen.


    Gruß Peter

  • Moin Peter,


    ich habe ja auch bisher den normalen Beespace eingehalten.
    Im Zuge meiner Basteleien hätte es mich halt interessiert, ob sie da stärker zukitten.
    Na, vielleicht meldet sich ja noch jemand...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Ich habe in meinen Zargen Alu-Schienen zur Auflage. Aus Versehen habe ich mal Rähmchen mit "kurzen Ohren" gekauft, da war ein Abstand vom Oberträger-Ende bis zur Wand von ca. 1cm. Die Rähmchen lagen gerade noch so auf den Schienen auf. Diese Lücke von 1 cm zur Wand wurde nicht verkittet, sehr angenehm zum Rausnehmen. Den Bee space verkitten sie, aber größere Lücken bleiben offen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo


    ich habe solche Auflagen dabei, das hat sich mal so ergeben.


    Die Bienen kitten dann rundum und nicht nur seitlich am Rähmchen,
    also nicht viel mehr.
    Einzig beim kippen rutschen die Rähmchen gerne weg


    Gruß uwe

  • Hallo


    allgemein habe ich festgestellt, daß die Bienen die Rähmchen auf Holzauflagen sehr fest kitten. Auf Metallauflagen oder Plaste lösen sie sich besser. Werden die Holzauflagen mit Melkfett eingerieben, lässt sich die Verkittung besser lösen. Das ist meine Erfahrung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • @ Peter & Drobi: Das habe ich auch festgestellt. Metall macht Sinn.
    Ich werde mal eine Zarge versuchsweise mit viel Platz für die Ohren bauen.
    Scheint ja nicht so schlimm zu werden und spart viel Arbeit mit Leisten oder Nuten.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,


    ich hatte bei meiner ersten Zarge auch die Rück- und die Stirnseite kürzer gemacht und die Zarge mit Griffleisten verschlossen. Bin ich wieder von weg, weil


    Ich muss extra Griffleisten sägen und kann nicht die Abfallstücke nehmen von den Vorder und Rückseiten, da diese zu kurz sind. Meine Deckel hätt ich umarbeiten müssen, da ich die Stärke der Grifleisten beim Deckelbau nicht bedacht hatte und, meines erachtens der eindeutigste Nachteil. Meine DN Rämchen konnt ich so weit nach vorne schieben, das die hinten runtergerutscht sind und sich dann in der Beute verkeilt haben.


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Hardy


    Sehe das gleiche Problem wie Thorsten mit den Ohren bei DN. Bin auch gerade beim Bau und habe so gebaut wie du es vorhast. Werde jetzt Leisten einsetzen um ein zu weites verrutschen zu verhindern. Dein bisherige bauweise ist nach meiner Meinung die bessere auch in Hinsicht auf die Herstellung. Alle Teile im Zuschnitt eine Höhe, beim Grffleisten anschrauben Höhe vorgegeben, kein verrutschen der Rähmchen möglich.


    MfG Frank

  • Hallo Thorsten, guter Hinweis, das mit dem Deckel.
    Da habe ich noch garnicht dran gedacht.


    Sehe das gleiche Problem wie Thorsten mit den Ohren bei DN.
    ...Dein bisherige bauweise ist nach meiner Meinung die bessere auch in Hinsicht auf die Herstellung. Alle Teile im Zuschnitt eine Höhe, beim Grffleisten anschrauben Höhe vorgegeben, kein verrutschen der Rähmchen möglich.


    Hallo Frank,


    ja die Ohren - ich bleibe wohl besser bei der Leistenversion.
    Aber alle Teile eine Höhe geht nicht, außer man fräst für die Ohren eine Nut.
    Das Fräsen erspare ich mir.


    Bisher hatte ich das 18mm dicke Leimholz auf den "Ohrenseiten" um 9mm niedriger sägen lassen und dann eine Leiste 9x9mm aufgeleimt. Somit hatte ich eine Nut und alle Bretter waren wieder auf einer Höhe.
    Oberträger 8mm dick > bleibt oben ein Beespace von 1mm, unten von 8mm.
    Aluwinkel drauf (1mm), und der Beespace ist oben o mm.


    Im Baumarkt gibt es aber nur 10x10mm Leisten.
    Wenn ich die nehme, wird es für die Ohren zu eng.
    Etwas Bienenkitt - und du kannst die Rähmchen mit `nem Hammer in die Zarge kloppen...:evil:


    Habe in der Nähe einen speziellen Leistenhändler. Der hobelt alle Maße.
    Von dem lasse ich mir zukünftig aus der 10x10 eine 9x10 Leiste hobeln.
    Die setze ich hochkant ein.
    Also bleibt die Nut 10mm hoch, 9mm breit. Aluleiste dazu = 9mm hoch, 9mm breit.
    Bleibt oben ein Beespace von 1mm (bei 8mm Oberträger).
    Unten auch 8mm Space lassen und es paßt.


    Hoffentlich versteht man mich noch. Liest sich komplizierter als es ist... :-D


    Ach so, zum Deckel und den Griffleisten:


    Die Waben stehen im Kaltbau, also bringe ich die Griffstücke re und li an, etwas unterhalb des Deckels. So trägt sich`s besser.


    Aus den DN-halben im Honigraum mache ich 2 Rähmchenblöcke, wie die Honigboxen bei Golz.
    Wenn`s fertig ist, stelle ich mal ein Bild ein.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy


    Deine Erklärung ist recht verständlich danke dafür. Habe diesen Winter schon 10 Magazine die quad. Form 11 Rämchen nach Bergwinkel gebaut. Das ganze ist ja recht aufwendig. Da ich noch Viererböden wollte habe ich noch neue Zargen dazu gebraucht. Da war es recht gut mit den Leistenstücken einsetzen da diese die Schiede oben gleich seitlich halten. Wenn ich meine weiteren Magazine in der Art baue werde ich es doch mal mit Nut Fräsen versuchen. Spanne meine Oberfräse dazu in den Schraubstock. Handgriff durch Gewindestange ersetzt und Schalter festgeklemmt und schon gehts wie auf einer Tischfräse. Mal noch eine Frage, legst du die Absperrgitter direkt auf oder Leisten darunter?


    MfG Frank

  • Hallo,


    zum Fräsen hab ich mir eine Leere gebaut, da kann ich immer 2 Seitenteile rauflegen und kann dann mit der Fräse daran lang. Die sache mit Schraubstock war mir zu wackelig, ausserdem war mir dabei die auflage auf der Fräse zum sicheren Führen zu klein



    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....