Körner im gerührtem Honig

  • Hallo Imkerfreunde
    Euch allen ein frohes,Honigreiches Jahr 2011


    Ich habe ein kleines Problem mit meinem Blütenhonig. Ich habe diese Tage einen Eimer aus der Lagerkammer geholt und im Wärmeschrank warm gemacht. Nachdem er meiner Meinung genug verflüssigt war (er war fast wässrig) , habe ich den Honig nochmals gerührt. Dabei habe ich festgestellt, das sich kleine Körner, fast wie Sandkörner, im Honig befinden.
    Was habe ich falsch gemacht. Hat jemand eine Idee ??


    Für Tipps bin ich sehr dankbar


    Gruß Jockel

  • Hallo Jockel!


    Hast du schon mal Honig gekostet, der nicht gerührt wurde und dann komplett auskristalliert ist? Der kann sehr hart sein und man bemerkt beim Verkosten deutlich die Körnung, fast wie Sandkörner. Da du diese "Körner" jetzt in deinem Honig hast, ist in deinem Fall irgendwas beim Rühren schiefgegangen. Es ist z.B. nutzlos, den flüssigen, fast wässrigen Honig zu rühren. Das Rühren hat den Sinn, die sich bildenden Zuckerkristalle (die zu den "Sandkörnern" wachsen) zu zerschlagen und dadurch eine sämige Konsistenz zu erhalten. Also muss man den Honig rühren, während er kristalliert und langsam fest wird. Um eine wirklich schöne "schmalzige" Konsistenz zu erzielen, muss regelmäßig (z.B. 15 min./Tag) während des gesamten Kristallisationsprozesses gerührt werden. Bei manchen Honigen, die sehr langsam auskristallieren, bekommt man auch mit 1x wöchentlichem Rühren gute Ergebnisse.


    Deine Beschreibung ist zu knapp, um das Problem klar benennen zu können. Wie häufig hast du gerührt? Wie lange jeweils? Mit welchem Werkzeug?


    Gruß, Sammler

  • Naja, man siebt was raus und das verwirft man. Es geht mir nicht um resultierende Veränderungen der Zusammensetzung, sondern nur um den damit verbundenen Verlust. Oder verwendest du die rausgesiebten groben Kristalle irgendwie weiter?


    Gruß, Sammler

  • Tut mir leid wenn ich da jetzt lautstark widersprechen muss!


    Die Erwärmung, bzw. das Verflüssigen kann dann auch finalisierend im Sieb stattfinden, sobald der Honig auf eine entsprechende Konsistenz gebracht wurde. Siehe Melitherm und Co. Das Sieben garantiert zudem, dass der Honig eine gleichmäßige Kristallstruktur bekommt. Die zurückbleibenden Mengen sind bei richtiger Anwendung zu vernachlässigen. Das Produkt wird feincremig und kristallisiert nach wenigen Tagen wieder aus.


    Ausserdem halte ich es für eine unangemessene Wortwahl, wenn hier veröffentlichte Beiträge suggerieren, dass im Sieb Zucker zurückbleibt, und im Eimer ein "dünner, wässriger Honig". Das ist auch für die mitlesenden Honigkunden mehr als irritierend.


    Sicherlich wäre es mal interessant den Wassergehalt vor und nach dem Sieben zu messen. Ich bin mir aber sicher, dass die äusseren Bedingungen mehr Einfluss auf den Wassergehalt haben, als das Sieben an sich und der verbleibende Honig im Sieb. Ausserdem sollte eine angemessene Behandlung des Honigs nach dem Schleudern erfolgen, damit die spätere Arbeit mit dem Produkt nicht unnötig erschwert wird.



    Soweit meine Erfahrung.


    Mit äusserst freundlichen Grüßen!
    Arnd

  • Die zurückbleibenden Mengen sind bei richtiger Anwendung zu vernachlässigen.


     
    OK! :liebe002:


    Tut mir leid, wenn mein Beitrag Widerspruch provoziert hat. Ich denke zumindest, dass das Sieben und das erneute Auftauen zwei unterschiedliche Methoden sind, die beide geeignet sind, das Eingangsproblem zu lösen.


    Viele Grüße vom Sammler

  • Hallo zusammen,


    "dem Honig darf nichts hinzugefügt und nichts entnommen werden...".
    Aber das wißt ihr ja.


    Der Honig löst sich viel früher beim Erwärmen auf, als die Zuckerkristalle und wird demzufolge zu heiß (HMF!).


    Ich würde es so machen (nur Überlegung, nix aus der Praxis):
    Kristalle raussieben, gesondert aufschmelzen und unter Rühren dem Honig wieder zugeben.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Imkerfreunde


    zu den Kristallen im Blütenhonig kann ich sagen, das die vom Blatt- oder Waldhonig stammen. So zu sagen ein Mischhonig, aber schon von den Bienen gemischt. Ich hatte vor 2 Jahren auch so einen schönen cremigen Honig mit Kristallen drin, da wird noch heute manchmal danach gefragt.
    Wenn man die Kristalle auch auftauen will, dann wie es Radix beschrieben hat.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)