Futtermangel

  • wir haben heute 13 grad und habe mal nach den bienen geschaut und mit erschrecken festgestellt, das in 3 völkern absoluter futtermangel herscht........... :-(
    habe ich die letzten jahre nie gehabt, muste im frühjahr immer futterwaben raus nehmen. habe auch das selbe gefüttert wie immer.
    was kann man jetzt für futter nehmen? futterteig????....????


    danke für eure hilfe

  • Moin,
    ich zitier mich mal selbst aus 2007:


    Zur jetzigen Jahreszeit sollte das Futter aber so heiß sein, daß es beim Auflegen aufs Brutnest noch 40°C hat.


    eta: und die Beute muß zwingend in Waage stehen, sonst läuft alles raus....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    nein, außer du bettelst beim Nachbarn um Futterwaben vom letzten Jahr (wenn er denn welche hat).
    Futterteig braucht Wasserholerinnen, der nützt ihnen also ab nächste Woche nix mehr, wenn's wieder kälter wird.
    Umgedrehte Honiggläser funten auch nicht, weil der Honig durch die Stockwärme Wasser zieht, flüssig wird und auf die Bienen runtersuppt.


    P.S.: Es wäre nett, wenn du dich an die hier herrschende Gewohnheit der Groß- und Kleinschreibung halten würdest - danke!:p_flower01:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Hholger


    ich habe vor 2-3 Jahrenein Volk auch mal füttern müssen, (siehe mein Album) und habe dort steifen Honig auf die Oberträger gelegt und dann eine Halbzarge draufgesetzt. Heute würde ich aber eine engmaschige Gaze erst auf die Oberträger legen und dann erst den Honig, sonst fällt zuviel durch. Ich bin der Meinung auch Futterteig funktioniert, da können sich die Bienen bei kaltem Wetter zurückziehen und es verdirbt nichts so schnell. Sabines Beutel hab ich noch nicht ausprobiert, soll aber gut klappen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wenn wir eine zusätzliche Halbzarge aufstellen,
    dann müssen die Bienen sie auch heizen?
    oder bei Temperaturen um +10 ist das nicht schlimm?


    WIe lange darf sie bleiben?
    Einige Tage oder einige Stungen?


    Anfängergrüße
    123sonne

  • Ich habe noch in meinem Imkerbuch ein Rezept zur Notfütterung gefunden. 1 Teil Honig mit 3 Teilen Puderzucker zu einem Teig verkneten, also z.B. 1 Glas Honig 500g mit 6 Paketen Puderzucker a 250g. Ist allerdings eine ziemliche Arbeit die Kneterei. Den Teig dann ausrollen und über die Rähmchen legen.
    Mein einer Ableger vom letzten Jahr hat auch alles aufgebraucht wie ich heute feststellen mußte. Ich werde es auf jeden Fall mal mit der Methode versuchen.

  • Bei DNM bedeckt ein 3-Liter-Beutel ungefähr 2/3 der Fläche, da wird also nicht die ganze Zarge geheizt. Und wenn man die Tüten warm/heiß auflegt, dürfte sich das ausgleichen. Die 2 Liter Inhalt sind für gewöhnlich spätestens am nächsten Tag weg.
    Man sollte bei jetzt schon hungernden Völkern versuchen, soviel Futter wie nur möglich reinzukriegen, also das Wetter nutzen und jeden Abend füttern, solange es geht.
    Der ganz große Futterverbrauch kommt ja erst noch, der kann bis auf 5-8kg/Monat im März/April steigen, wenn es mit der Brut richtig losgeht.


    Wichtig ist halt, daß es genug Löcher oben auf dem Beutel sind, die Beute in Waage steht, das Futter gut warm ist, und man eine kleine Spur legt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Fläming,
    mal was grundlegendes zu Deiner häufig hier angebrachten Empfehlung, Futterteig zu füttern:
    Die Bienen brauchen zum Auflösen Wasser dazu.
    Und um diese Jahreszeit ist es nicht immer das Wetter dafür, das sie ausfliegen und Wasser holen können.
    Das sollte man bedenken!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    danke, dass du darauf nochmal hinweist. Könnte man da nicht "Wasser daneben stellen"? Oder ans Flugloch?:confused:


    Freundliche Grüße
    Imkerei Fläming


    P.S. Ich sehe die häufige Überlegung zum Futterteig nicht als Empfehlung, sondern gebe damit einfach nur wieder, was ich überlege zu tun, für den fall, dass ich noch etwas zu füttern muss.:wink:

  • Könnte man da nicht "Wasser daneben stellen"? Oder ans Flugloch?


    Hallo Fläming,


    am Flugloch wird es nicht helfen, da die Bienen dazu weit aus der Traube müssten, was sie bei kaltem Wetter nicht tun. Deshalb m.W die Notfütterung mit warmen Sirup über Kopf.


    (Mit Notfütterungen hab' ich zum Glück noch keine Erfahrung. Diesen Winter hab' ich extra 5 kg mehr gefüttert als bisher bei uns üblich war, da erstmals im Freien überwintert wird - und mache mir trotzdem Sorgen. :oops:
    Der August war arg regnerisch, die Ableger haben wahrscheinlich bis in den November gebrütet; beim Reinigungsflug hab' ich ein bisschen gespickelt, es war noch dicke drin - das muss aber auch sein.)

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • : Futtermangel .


    Hallo im letzten Winter habe Ich auch ein Volk mit fertigem Teig gefüttert, habe den Teig mit Wasser besprüht und mit Folie abgedeckt. Darunter sammelte sich schwitz Wasser und das reichte aus.

  • Ich denke auch das in den Beuten genug Schwitzwasser entsteht, damit die Bienen nicht ausfliegen brauchen. Außerdem verdirbt Futterteig oder Honig nicht beide ziehen Wasser an und können auch 3 Wochen auf den Rähmchen liegen bis es wieder wärmer oder feuchter wird.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)