Honigrührgerät, aber welches??

  • Werbung

    O.k., ich denke auch, das wird besser sein! Auch wenn bei mir nicht sooo viel Honig anfällt.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Schlechtes Werkzeug ist eine contradictio per se, eine Perversion des menschlichen Schoepfergeistes.:lol: Mich treibt schlechtes Werkzeug regelrecht zu Tobsuchtsanfaellen.:lol:
    Gutes Werkzeug tut am Anfang einmal weh und dann kommen viele, viele Stunden der Freude.:wink:

  • Ich lese fleißig mit, da ich vor ähnlichen Herausforderungen stehe.


    Eine Frage zum Eurem Gesamtablauf:
    Ihr sagt, dass ihr nach dem Schleudern abschäumt, dann in den großen Eimer, rührt und dann abfüllt?
    Füllt ihr wirklich die z.B. 300kg direkt in der Saison ab?
    Ich fülle derzeit mein gesiebten Honig in 25kg Eimer ab und rühre in diesen. Das geht auch, ist aber etwas nervig 10 Eimer nacheinander zu rühren (Deckel auf, rühren, Rührer zum nächsten incl. Tropfen und Sauerrei).
    Und das ganze braucht natürlich Platz, da die Eimer alle schön nebeneinander auf dem Boden stehen.


    Wenn ich mir aber vorstelle mich müsste die Menge gleich abfüllen, wenn sie Fertig ist komme ich um einen Fill-up und einen Tag Urlaub nicht herum. Mit Abfülleimer und Quetschhahn brauche ich da nicht anfangen.
    Ok, es hätte den Vorteil, dass der Honig im Glas wäre und nicht erst, wenn die Kunden nerven weil Honig wieder ausverkauft ist :)
    Auch Putzen usw wäre nur 1x nötig... Etikettieren (derzeit bei mir die zeitraubenste Tätigkeit kann) man später immernoch...

  • Deshalb tendiere ich auch zu einem kleineren Gerät: 50 - 75 kg ist so das, was man dann auch auf einmal abfüllen kann. Außerdem kann man wohl auch eine kleinere
    Menge rühren. Ich habe es bisher genau wie du gemacht, aber das ist auf die Dauer ganz schön neervig und kostet viel Zeit!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hmm aber wenn ich schleudere habe ich innerhalb von ein paar Tagen/Wochen die gesamte Menge da
    *zack*
    Dann muss ich diese komplett rühren...oder ich fülle diese in Eimer ab und lass sie stehen. Dann habe ich eine gewisse Menge gerührt (Abhängig von der Menge die in den Rühreimer passt), der Rest wird hart.
    Diesen muss ich dann wieder auftauen, mit Rapido o.ä. cremig rühren und abfüllen...
    Das ist auch wieder alles umständlich und die Chargen unterschiedlich.


    Es ist schwierig, weil ich mich von der Menge (ca. 200-300kg/Jahr) so zwischen den Extremen bewege. Da ist die Eimerlösung schon nervig und dödelig, die richtig große Lösung mit Pumpen usw aber au übers Ziel hinaus.

  • Hallo,


    diese Honigrührgeräte erfordern ja auch weitere größere Gerätschaften im Vor- und Nachgang.
    Ich frage mich ja gerade, welche Vor- und Nachteile man sich eigentlich damit erkauft, wenn man in größere Gebinde abfüllt oder damit den Honig klärt und bearbeitet.
    Klar, eine Effizienzsteigerung ist gegeben. Aber wie sieht es mit der Qualität aus? Kann eine Rührmaschine mit feststehendem Rührquirl so gründlich rühren wie jemand, der manuell rührt? Immerhin kommt die Maschine so nie an die Behälterwandung, wo die meisten Kristalle entstehen.


    Und ab wann lohnt sich der teuere Einsatz solcher Großgeräte?
    Denn tragen und transportieren geht damit nur noch mit weiterem teueren technischem Gerät. Seien es Pumpen, Kräne, Hubtische etc.
    Und es braucht Heizungen, weil festgewordener Honig in Großgebinden dürfte einer mittleren Katastrophe nahe kommen.


    Was ist mit Klärfässern? Kann man sich damit das Sieben eigentlich völlig sparen?
    Bilden sich da nach ein paar Tagen Klären keine Honigschichten, die man eigentlich erst homogenisieren müsste, ehe man das Fass wieder entleert?
    Bildet sich insbesondere am Boden nicht eine Schicht mit schwereren Kristallen? Was macht man damit?


    Gruß
    hornet

  • Woran denkst du da? Honigpumpe, Melitherm und so?


    wie ich schrieb:

    Denn tragen und transportieren geht damit nur noch mit weiterem teueren technischem Gerät. Seien es Pumpen, Kräne, Hubtische etc.
    Und es braucht Heizungen, weil festgewordener Honig in Großgebinden dürfte einer mittleren Katastrophe nahe kommen.


    Melitherm ist für mich noch kein Großgerät, zumindest nicht das "kleine".


    Aber auch das Melitherm hat Einfluss, weil wenn es schon vorhanden ist, müssen ja auch die entprechenden anderen Behältnisse draufpassen oder es müssen Anpassungen gebastelt werden oder das Gerät gegen das größere "Profi"-Gerät getauscht werden muss.


    Es ist wie mit den Magazinsystemen, hat man mal mit einem angefangen, ist ein Wechsel zu einem anderen schwierig, weil bereits gewisse Investitionen da sind.


    Daher sind die Überlegungen in diesem Faden meiner Meinung nach nichts für Spontanität und deswegen tue ich mich momentan etwas schwer damit, da bei mir einige Dinge anders werden müssen, ich aber keinen teueren Fehler machen will. Vermutlich geht es euch gerade ähnlich.
    Es bräuchte auch für Hobbyimker mal Kurse, wie es sie vermutlich im Verlauf der Lehrzeit von Imkergesellen auch gibt, wo mal vorhandene Einrichtungen vorgeführt, Vor- und Nachteile aufzeigt und Hinweise gegeben werden, wo es welche Probleme und Lösungen geben kann.
    Das wäre doch mal eine Idee für neue Kursideen?
    Immer nur die üblichen Saisonarbeiten (Auswinterung, Schwarmzeit, Varroabehandlung...) wiederholen ist doch langweilig.


    Komischerweise wird dieses so wichtige "Imkereitechnik-Thema" auch hier im Forum nirgends richtig ausführlich behandelt, immer nur gestreift, es gibt meist nur Fragen nach Einzelgeräten, aber selten Diskussionen über den gesamten Ablauf, obwohl die einzelnen Stationen doch so sehr von denen davor und denen danach abhängen und sich gegenseitig bedingen.


    Gruß
    hornet

  • ...Komischerweise wird dieses so wichtige "Imkereitechnik-Thema" auch hier im Forum nirgends richtig ausführlich behandelt, immer nur gestreift, es gibt meist nur Fragen nach Einzelgeräten, aber selten Diskussionen über den gesamten Ablauf, obwohl die einzelnen Stationen doch so sehr von denen davor und denen danach abhängen und sich gegenseitig bedingen...


    Aus den Diskussionen und Vorträgen in Celle habe ich mitgenommen: Egal an welcher Stellschraube man in seinem Produktionsablauf dreht, es zieht immer etwas an weiteren Maßnahmen und Investitionen nach sich, sonst kommt es lediglich zu einer Verschiebung des Nadelöhrs.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Und wo hast du wie dein Nadelöhr hin verschoben?
    Also wie machst du es, rühren im Speziellen, Ablauf Schleuder bis Glas im Allgemeinen?
    Also mit welchen Geräten, Erfahrungen und ggf. geplanten Änderungen aufgrund der Erfahrungen?


    Gruß
    hornet

  • Ja, der Teufel steckt im Detail! Die technische Ausstattung muss echt vom Entdeckeln bis ins Glas bis zum kleinsten Handgriff durchdacht sein...


    Meine Ueberlegungen pro Ruehrgefaess:
    - Ruehren im Abfueller: Cremehonig muss nicht umgeleert werden (Luft!)
    - geschlossenes Gefaess: hygienisch einwandfrei!
    - Zeitschaltuhr!!!

  • Und wo hast du wie dein Nadelöhr hin verschoben?
    Also wie machst du es, rühren im Speziellen, Ablauf Schleuder bis Glas im Allgemeinen?
    Also mit welchen Geräten, Erfahrungen und ggf. geplanten Änderungen aufgrund der Erfahrungen?


    Da fragst du den Falschen. Da bin ich noch in der Findungsphase. Kauf ich mir dieses Jahr schon das Speedking oder erst nächstes? Und wenn ja, was mach ich mit dem Entdeckelungswachs-Honig-Gemisch? Wie siebe/kläre ich in Zukunft? Wie rühre ich große Mengen? Mach ich das überhaupt oder taue ich auf und rühre dann? usw usf
    Bisher hieß die Lösung: wenig Schlaf. Aber ich werde ja auch nicht jünger - also nicht viel :lol:

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Bisher hieß die Lösung: wenig Schlaf. Aber ich werde ja auch nicht jünger


    :cry: das ist sicher keine Dauerlösung... ich bin ja schon älter und suche nach Vereinfachungen im Rahmen der üblichen Grenzen.


    frisbee schrieb:

    Ja, der Teufel steckt im Detail! Die technische Ausstattung muss echt vom Entdeckeln bis ins Glas bis zum kleinsten Handgriff durchdacht sein..


    Die "Produktstrecke" muss von vorn bis hinten passen, was die Kapazität und dann entsprechend der zeitliche Durchsatz angeht, sonst kommt man auf die verschlimmbesserte Lösung von Michi.
    Wenn man sich "große Kapazitäten" zulegt (, die teuer sind !), heißt das noch lange nicht, dass man diese zu 90 % auslastet. Darum ist es wichtig, dass die auch mit 50 oder 70 % funktionieren. Dann sind es "nur noch" die hohen Einmalkosten, über die man sich Gedanken macht. Das wandelt sich dann aber in pure Freude, wenn die Abfolge zusammenpasst und dann ist es auch sch...egal, wenn da noch das Eine oder Andere dazukommt.


    Man muss nur das Budget erwirken....


    Rainer