Honigrührgerät, aber welches??

  • Lieber " Schweizer Eidgenosse " ,


    Du hast ja ziemlich klare Vorgaben in den Raum gestellt , wie viele Völker hast Du denn so zu bearbeiten ?
    Man muß sich ja wegen 100 kg Honig keinen Maschinenpark anschaffen . Das mit dem Stampfen ist , nebenbeibemerkt , sicher was für ausgesprochene Individualisten.
    Insofern könnten für Dich evtl. noch andere Alternativen interessant werden.


    Gruß hanes

  • Hallo allerseits,


    ich reaktivier mal diesen Thread - hoffentlich... :wink:


    Ich bin auch gerade am Ueberlegen, mir ein geschlossenes Ruehrgeraet mit Zeitschaltuhr zuzulegen. Zur Zeit habe ich 20 Voelker, es werden aber mit Sicherheit noch mehr werden.


    Mir wurden die Ruehrwerke von Fritz empfohlen. Laut Bedienungsanleitung muessen diese nicht vollstaendig gefuellt sein und ruehren trotzdem keine Luft in den Honig.
    Hat jemand von Euch Erfahrung mit diesen Geraeten?


    http://www.carl-fritz.de/honig…und-steckdosenzeitschaltu


    http://www.carl-fritz.de/honig…/2-kugelhahn-und-steckdos


    Ich bin nun am Ueberlegen, ob ich gleich die 100kg-Version nehmen oder mich (erst) mit dem 50kg-Geraet begnuegen soll? Dementsprechend wuerde ich dann auch den grossen oder kleinen Melitherm mit dazu nehmen.
    Ab wievielen Voelkern bzw. welcher Erntemenge waere erfahrungsgemaess die groessere Version sinnvoll?


    Ich freu mich auf Eure Beitraege!

  • Also ich würde gleich die 300kg Variante nehmen...ich hatte dieses Jahr schon fast 400kg Linde und es in 2 Etappen zu rühren geht natürlich, aber wenn du eh mehr Völker planst...warum dann nicht gleich 300kg? Ist viel Geld, aber es war sehr wenig Arbeit :-), das rechnet sich also schnell wieder. Jedenfalls finde ich es eine grossartige Anschaffung.


    Ciao Miena

  • Hallo,


    die größeren Geräte scheinen statt eines Quetschhahns einen so genannten Kugelhahn zu besitzen.
    Kann man damit trotzdem auch sauber und effektiv abfüllen?
    Oder sind diese Maschinen nur zum Rühren und danach raschen Umfüllen des Honigs in einen extra Abfüller gedacht?


    Und benutzt jemand diese Geräte mit Heizung und/oder angeschlossenem Kühlaggregat und wenn ja, mit welchen Erfahrungen?


    Gruß
    hornet

  • Ich richte den Honig in kleineren bedarfsgerechten Mengen zum Abfuellen her: Auftauen, Impfen, Ruehren, Abfuellen. Wenn ich nach der Ernte alles auf einmal ruehren wollte, waere ein 300kg-Fass sicher geeignet. Aber fuer 25 bis 100 kg-Chargen scheint es mir doch etwas gross. :wink:


    An den Gewindeanschluss (1,5 oder 2 Zoll) kann ein Quetschhahn angeschraubt oder der Schlauch eines Fill Up oder einer Honigpumpe befestigt werden.


    Ich bin tatsaechlich so grossspurig und hol mir auch noch den Fill Up.:oops: Daher werde ich auf alle Faelle einen Gewindeanschluss nehmen. Ist bei Fritz ab 100kg serienmaessig, darunter sicherlich auf Anfrage erhaeltlich.

  • Honig rühren - welch ein Thema !


    Nach "Auf und ab" (Krafttraining - und wohin tropft der Schweiß ?), nach Bohrmaschinen (habe 2 gekillt, weil sie die Dauerbelastung nicht gut vertragen - und es waren keine billigen !), nach weiterer Aufrüstung mittels Mörtelrührer inklusiv Spezialhalterung (zum Glück ist mein Freund Metaller) landete ich bei einem 100 kg Behältnis mit Rührer und geeignetem Rührmotor. Ich wollte die "offene Variante" aus arbeitstechnischen und Qualitätsgründen nicht mehr. Nutzt man eine Zeitschaltuhr und ist demzufolge nicht vor Ort, hätte ich es gerne absolut sicher und geschlossen. Das Teil funktioniert bestens, rührt vor sich hin - egal ob 30, 50 oder 90 kg. Natürlich wird der Motor warm / heiß, abhängig von der Viskosität des Rührguts, sprich des Kristallisationsprozesses im Honig. Aber man muss ja nicht den ganzen Tag rühren - es reichen ja 3 * täglich 10 Minuten. Das geht prima mit der Zeitschaltuhr...


    Die Dinger sind teuer - egal ob von CMF oder Siegerland oder oder - sie sind das Geld aber wert. Es gibt nichts nervigeres als schlechte Ausrüstung und damit Zeitverschwendung.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Musst du zwischendrin dann nochmals abschäumen, und wenn ja, wie? Kommt da einfach ran? Stehe nämlich vor der gleichen Entscheidung. Bei meiner Rührmethode mit Mörtelrührer musste ich vor jedem Rühren erneut abschäumen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • beemax :


    Und was machst du, wenn der Honig fertig gerührt ist:


    direkt aus dem Teil heraus abfüllen?
    Oder füllst du um in einen speziellen Abfüller?


    Und wie machst du das Teil dann leer/sauber/bereit für die nächste Charge ggf. mit einer anderen Honigsorte?


    Da ist ja eine mächtige Rührwendel drin, da bleibt auch entsprechend viel Honig daran hängen, oder?
    Und das Ding herausheben und reinigen/Honig abstreifen ist sicherlich ähnlich unhandlich wie den Schleuderkorb einer Honigschleuder herausheben.


    Dein Argument mit den offenen Honigeimern beim herkömmlichen Rühren trifft zu, das stört mich auch sehr.


    Und nach wie vor interessiert mich, ob jemand diese Geräte auch mit dem vorgesehenen Zubehör Heizung und/oder angeschlossenem Kühlaggregat benutzt und wenn ja, mit welchen Erfahrungen?


    Gruß
    hornet

  • holmi , Abschäumen mache ich vorher, weil ich den Honig aus der Schleuder in Eimer abfülle. Die stehen dann 2 bis 3 Tage, dann wird abgeschäumt. Danach in den Rührkessel, der steht auf einem Bock/Tisch, weil ich keine 50 kg oder mehr alleine heben kann. Dafür stelle ich mich halt auf eine Haushaltsleiter zum Einfüllen. Dann ggf. Impfhonig dazu und rühren. Wenn der Honig cremig ist, wird direkt aus dem Topf abgefüllt. Während des Rührens entseht kein Schaum.


    hornet , Abfüllen s.o. - geht bspw. wie bei einem 50 kg Abfüller (Quetschhahn). Man könnte auch pumpen, dazu muss ich aber noch ganz viel Honig verkaufen....
    Mein Gerät hat keinen Rührwendel (Blechspirale), sondern einfache Metallrechen. Da bleibt nicht mehr dran hängen als bei den üblichen Propellern. Zum Reinigen wird der Deckel mit Motor und Rührer abgehoben (3 Schrauben) und wie üblich gereinigt - geht prima, ist ja alles Edelstahl. Eine Heizung habe ich nicht - könnte man aber untersetzen.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Danke beemax,


    noch ein paar Detailfragen bitte:



    Mein Gerät hat keinen Rührwendel (Blechspirale), sondern einfache Metallrechen. Da bleibt nicht mehr dran hängen als bei den üblichen Propellern.


    Also wohl das, was beim Fritz-Gerät im unteren Teil des Rührers zu sehen ist, oder? (siehe meinen Link zum Bild dort).


    Zitat

    Zum Reinigen wird der Deckel mit Motor und Rührer abgehoben (3 Schrauben) und wie üblich gereinigt


    ja, aber der Motor ist ja schwer, also mal eben mit einer Hand rausgehoben und abtropfen lassen und mit der anderen Hand mit dem Teigschaber abwischen geht vermutlich nicht. Oder kann man das Teil irgendwie hochklappen und dann arretieren, so dass man es ganz entspannt abwischen kann?


    Zitat

    Eine Heizung habe ich nicht - könnte man aber untersetzen.


    und da kommt gleich die nächste Frage, wenn ich meinen 25kg Abfüller einen richtig schnell kristallisierenden Rapshonig fertig rühre, bis er gerade noch gut abzufüllen ist, dann ist schon ein deutlicher Unterschied zwischen der Fließgeschwindigkeit zu Beginn und zum Ende hin festzustellen, d.h. der Honig wird schon schnell zäher, vor allem, wenn ich mal zwischendurch unterbrechen musste und zu lange warte.
    Was machst du da erst, wenn mal 300kg Honig drin sind?
    Das dauert ja dann doch einge Zeit und unterbrechen geht ja gar nicht, sonst ist der Honig womöglich zu fest und dann hast du ein Problem, so ohne Heizung.


    Ich weiß, das sind jetzt vielleicht unbegründete Befürchtungen von einem der die Geräte noch nicht selber kennt, aber dafür ist so ein Forum ja da!


    Gruß
    hornet

  • Ungefaehr so wie Rainer mach ich das auch bzw. moecht ich das auch machen: Honig direkt nach dem Schleudern grob-, mittel und feinsieben, in Lagereimer, warmstellen, nach 2 - 3 Tagen abschaeumen. Manche kippen den Honig auch in ein grosses Fass und schaeumen darin ab. Ist auch zu ueberlegen.


    Spater nach Bedarf Honig in Ruehrgefaess kippen. Dieses steht fahrbar, evtl. auch auf einem Hubwagen. Ruehrwerk ist entnommen. Ggf. Honig verfluessigen, indem Melitherm auf Ruehrgefaess aufgesetzt und Honig eingefuellt wird. Deckel auf Ruehrbehaelter, warmstellen, damit Luft vom Umfuellen aufsteigen kann. Dann Ruehrwerk einsetzen, mit Zeitschaltuhr ruehren lassen.:cool: Wenn Honig schoen cremig ist, Fill Up anschliessen und abfuellen. So stell ich mir das vor.:)


    beemax : Rainer, kann es sein, dass Dein Ruehrgeraet aus einem kleinen Betrieb mit etwas ungewoehnlichem Namen in Westfalen stammt?:wink:


    holmi : Dann muss beim Ruehren oder ggf. beim Umfuellen davor Luft reingekommen sein. Ist mir mal mit dem Dreikantholz passiert. War nicht ganz im Honig untergetaucht. Unter Anderem deshalb will ich auch nicht mehr im Lagergefaess, sondern gleich im Abfueller ruehren, da beim Umfuellen eine Menge Luft in den Honig kommt, die aus cremigen Honig nur langsam unter Waerme und erneutem Ruehren entweicht.

  • Hallo Hornet,


    Heizung muß sein, weil, du sagst es.


    Motor herausheben, elektrische Seilwinde an der Decke.


    Abfüllen direkt aus dem Rührer, mit Quetschhahn oder effektiver Fill up.


    Gruß
    Ulrich

  • hornet : Ich wuerde das Ruehrwerk waehrend des Abfuellens drin lassen, so dass es nach dem Abfuellen einfach im Ruehrgefaess abtropfen kann. Dann sollte nicht mehr viel Honig drankleben und man kann es mit Winde oder mit beiden Haenden rausheben.


    Sollte doch so gehen oder ueberseh ich da was?