Haben meine Bienen genug Futter?

  • Hallo Imkerfreunde,


    ich habe erst vor ca.1 Woche die Winterbehandlung mit Oxalsäure machen können.


    Beim Öffnen der Beute ist mir bei einem Volk aufgefallen, dass hauptsächlich die obere Zarge belegt ist.


    Ich dachte, dass die Bienen sich von dem unteren Brutraum langsam nach oben bewegen, um die Futtervorräte bei Bedarf zu verzehren.


    Wenn dem so ist, frage ich mich, ob die Futtervorräte bald verbraucht sein werden.


    Vorstellen kann ich mir das nicht, da die Bienen mit 15 Kg Zuckersirup (3:2) eingefüttert worden sind.
    Außerdem wurde im Herbst noch eine Menge vom Springkraut eingetragen.


    Bevor ich die Beute noch einmal öffnen und somit die Bienen stören muss, möchte ich eure Meinung zu diesem Thema einholen.


    Dank im Voraus und Gruß
    Blaubiene

  • Hallo Blaubiene,


    Du wirst wohl nicht dran vorbeikommen, an einem wärmeren Tag mal die obere Zarge anzukippen und einen Blick in die Gassen der unteren Zarge zu werfen.


    Das kann von hier aus niemand sehen.


    Zieh den Schleier an - um diese Zeit sind sie biestig...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Blaubiene,
    wenn Du eine Zugwaage hast, ermittel doch damit das Gwicht der Beute.
    Wenn Du keine hast, kannst Du eine für etwa 5 Euro kaufen.


    Mr.BeanE

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Meine Völker sitzen jetzt schon alle oben, bis auf eines. Da würde ich mir noch keine Gedanken machen, denn dort ist ja auch das Futter.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hi Blaubiene,


    von welcher Beute sprichst Du denn jetzt? 15 kg werden immer so als grenzwertig für EINzarger genannt. Wohlgemerkt ohne den noch vorhandenen Honig oder eingeplante Tracht. Empfinde ich jetzt als ein bisschen wenig.


    Jedoch würde ich auch unbedingt wiegen, bevor die Völker unnötig geöffnet und gestört werden. Kannst du dann die Beute mit hohem und niedrigem Sitz vergleichen, vom Gewicht her, meine ich?


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Blaubiene,


    viel Ahnung habe ich von der Imkerei noch nicht. Kann aber sagen, ein Volk sitzt bei mir auch oben und eines unten. Gefüttert habe ich laut "Friedrich Pohl" im 1mal1 des Imkers pro Volk das auf 2 Zargen sitzt 22 kg (Buch S. 67/20-24Kg).
    Bei der Winterbehandlung vor einer Woche habe ich mir bei beiden Beuten fast den Rücken ausgerenkt!


    vg
    Axel

  • Hallo Marion,


    ich habe leider keine Vergleichsmöglichkeiten.


    Ein Imker schrieb mir folgendes:
    "Eine Seegeberger Einheit wiegt bei 2 Beuten ,Rähmchen ,Deckel, Boden und reichlich Bienen max.18 KG.
    Alles was drüber ist sollte Futter sein."


    Ich scheue mich allerdings davor, so einen pauschalen Messwert anzuwenden.


    Außer meinem Schwarm auf 2 Zargen, der mir im vergangenen Sommer 14 Kg Honig beschert hat, habe ich nur 2 Ableger auf jeweils 1 Zarge (Segeberger Beuten).


    Stefan


  •  
    Dieser pauschale Messwert ist der beste, den Du bekommen kannst. Es funktioniert. Das heißt nicht, dass nicht evtl. der Zehrweg abreissen kann. Das ist aber eine andere Sache.


    Im übrigen sitzen auch zwei meiner Völker oben, sie hatten bei der letzten Wägung 14.11. ca. 22 kg Futter.
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Erzgebirgler () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Hallo Blaubiene!


    Zitat

    Vorstellen kann ich mir das nicht, da die Bienen mit 15 Kg Zuckersirup (3:2) eingefüttert worden sind


    15 kg Zuckersirup sind nicht all zu viel. Da musst du auf der Hut sein und im Bedarfsfall im Frühjahr nachfüttern.


    Gerade bei Ablegern ist vermehrt zu beobachten, dass ein erheblicher Teil des Futters im Herbst noch verbrütet wird. Meine Devise lautet, im Herbst lieber etwas zu viel füttern und gegebenenfalls im späten Frühjahr eine überschüssige Futterwabe entnehmen.


    Man muss bei den Mengenangaben immer unterscheiden zwischen gegebener Futtermenge und eingelagerter Futtermenge.


    Aus 15 kg Futtersirup werden nicht 15 kg eingelagertes Futter, da ist noch ein gewisser Schwund weg zu rechnen. Aus einem 1 kg Zucker wird etwa ein Kg eingelagertes Futter (da noch der Wasseranteil zuzurechnen ist) wenn nicht das Futter vorzeitig verbrütet wird.


    MfG


    Honigmaul

  • Wenn Du richtig eingefüttert hast, und davon gehe ich aus, ist jetzt noch keine Sorge.


    Frühestens nach dem Reinigungsflug im Frühjahr, nachsehen, wenn berechtigte Anzeichen auf Futtermangel vorliegen.


    Alles andere stört nur - schadet demzufolge.


    Gruß hannes

  • Dazu noch ein kleine Frage von mir:
    Ist es sinnvoll bei den milden Temperaturen die wir zur Zeit haben mal nach den Bienen
    zu schauen? Es wurde hier ja auch schon sehr oft gepostet das man jetzt nicht stören sollte. Oder kann man doch einmal vorsichtig den Deckel aufmachen um den Futtervorrat zu kontrollieren?

  • Hallo Texx!


    Um die eigene Neugier zu stillen kann man schon einmal den Deckel lüften und einen Blick durch die Folie machen. Waben würde ich nicht ziehen. Andererseits ergibt sich die Frage, ob das einen Sinn macht, denn Maßnahmen kann man um diese Zeit keine setzten, ausgenommen man hätte volle Futterwaben und es würde tatsächlich akuter Futtermangel herrschen.



    MfG
    Honigmaul

  • Anstatt an den Bienenkästen herumzupötern wäre es sinnvoller , schon mal nachzusehen , ob die Honigschleuder nicht vielleicht schon eingerostet ist und dann später so fürchterlich quietscht !!


    Gruß hannes