• Der Winter scheint ja alle Rekorde zu brechen. Ich habe mich dazu entschlossen meine auf ein Raum (DNM) eingewinterten Völker in den Keller zu bringen. Bei der OS Behandlung Mitte Dezember musste ich bei diesen feststellen das die Hälfte des Futters alle war. Es drohte ein Verhungern oder das Abreißen vom Futter. Ein Nachfüttern draußen jetzt wäre wahrscheinlich unmöglich, da es kalt bleiben soll.
    Im Keller sind 3-5°C und sie sitzen etwas lockerer in der Traube. Ich lege auf die Rähmchen über der Traube Honig auf, den sie langsam aber stetig annehmen.
    Ich könnte Sie auch in eine anderen Raum bringen dort sind dann 10°C. Das könnte aber schon zu warm sein und die Traube löst sich möglicherweise auf.
    Hat jemand Erfahrungen damit die er weitergeben möchte?


    Gruß Enrico

  • Hallo,
    ich bin bloß Anfängerin nix für Ungut - aber


    ist bei Dir das Glas gerade halbleer anstatt halbvoll?
    Noch die Hälfte Futter heißt doch noch nicht verhungern.


    Ich würde sie nicht dauerhaft in Plusgrade bringen, da gehen sie auch noch wieder verstärkt in Brut und dann verbrauchen sie erst so richtig. An der Fütterung jetzt verbrauchen sich die Winterbienen und büßen Lebensdauer ein, besser wäre doch eine spätere Notfütterung. Du mußt halt dann ein Auge auf die Reserven haben. Jetzt wiegen und im zeitigen Frühjahr nochmal.
    Im 10° Keller gehen sie dann womöglich auf "Reinigungsflug......


    Keine Erfahrungen nur eine Meinung dazu.


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Meine Herren,


    auf was für Ideen die Leute aber auch kommen... Das sind Bienen und keine verwirrten Igel.


    Je kälter, desto weniger Futter verbrauchen sie gemeinhin. Lass sie, wo sie sind, behalten den Futterstand bei steigenden Temperaturen im Auge und in der Zeit, die Du sonst mit in den Keller schleppen verbracht hättest, suchst Du hier im Forum mal unter Notfütterung oder Zip-Lock, um dann beizeiten gewappnet zu sein. Argh.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo Karuso,


    aus Deinem Profil sehe ich, das Du 27 Völker hast,auch welche verkaufst. Ich vermute mal, Du imkerst nicht erst seit gestern bei der Völkerzahl, oder?:confused:


    Warum überwinterst Du auf DNM nur auf einer Zarge, ich mach das zwar auch bei einigen, aber auf Zander. Wie viel Futter hattest Du im Oktober drin?



    Lass sie da wo sie sind und kontrollier im Februar noch einmal. :wink:

  • Hallo Karuso!


    Bleib locker, deinen Bienen geht es gut, die haben noch die Hälfte des Futters, was willst du noch mehr. Ein Verbringen der Völker in den Keller oder eine Nachfütterung um diese Zeit, beides hat mehr Nach- als Vorteile und wird schief gehen.


    Warum sollten die Bienen vom Futter abreißen, vorausgesetzt ein Wabenwechsel durch die Bienentraube ist möglich und wird nicht durch eine zu dicht aufliegenden Abdeckung, oder zu dicht anliegende Beutenseitenteile verhindert.



    Im März, wenn Flugwetter herrscht, kann eine Notfütterung angebracht sein. Noch besser wäre das Zuhängen von Futterwaben. Aus den angeführten Gründen bin ich strickt gegen eine einzargige Überwinterung. Lieber im Frühjahr einige Futterwaben entfernen, als den ganzen Winter Sorge haben müssen, dass die Bienen verhungern.



    Nur die Nerven bewahren.


    MfG
    Honigmaul

  • Aus den angeführten Gründen bin ich strickt gegen eine einzargige Überwinterung. Lieber im Frühjahr einige Futterwaben entfernen, als den ganzen Winter Sorge haben müssen, dass die Bienen verhungern.


    Ja, das mein ich auch. Einzargig.... noch dazu das minimaß DN. Kopfschüttel.
    Reicht vielleicht bei schwachen Ablegern, aber doch nicht bei Wirtschaftsvölker.


    Trotzdem, viel Glück deinen Bienen bei deiner "Notstrategie". Ich hätt sie mal lieber gelassen wo sie waren.


    Viele Grüsse
    Günter

  • Der Winter scheint ja alle Rekorde zu brechen. ...
    Im Keller sind 3-5°C und sie sitzen etwas lockerer in der Traube. Ich lege auf die Rähmchen über der Traube Honig auf, den sie langsam aber stetig annehmen.
    Ich könnte Sie auch in eine anderen Raum bringen dort sind dann 10°C. Das könnte aber schon zu warm sein und die Traube löst sich möglicherweise auf.
    Hat jemand Erfahrungen damit die er weitergeben möchte?


    Gruß Enrico


    Hallo,
    na dann schick mal ein Stoßgebet hoch das der gute Mann da oben wenigstens noch ein, oder zwei gute Flugtage demnächst beschert. :wink:
    Erhöhte Aktivität und erhöhte Futteraufnahme um diese Jahreszeit haben nämlich Folgen, oder anders ... was vorn reingeht muß hinten wieder raus.
    ts, ts, ts, auf Ideen kommen die Leute ???:roll:


    Gruß Finvara


    Ein strenger Winter wie dieser ist das beste was deinen Bienen passieren kann. Je knackiger und gleichmäßiger der Winter um so fester und ruhiger sitzen sie in der Traube.
    Warum meint der Imker immer alles besser zu wissen als der Bien ??? Auch wenn sich eine gewisse B...löd - Zeitung mit
    " Schlagzeilen" übrschlägt,... wir haben (endlich wieder) ganz normale Winter. Völker die das nicht überleben gehören auf den Müll.
    Ansonsten kann ich dir nur sagen, unzählige Imker haben ihre Völker auf DN in einem Raum überwintert. Deine Zargen sind noch halb voll. WAs willst du mehr um diese Zeit ? Wieso sollten deine Völker vom Futter abreißen, nur weil sie DEINER Meinung nach zu wenig haben ?
    Wie lange imkerst du schon ???

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

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  • Hallo Karuso


    Ich denke auch das ein Umsetzen mehr Schaden bringt als Nutzen. Ein Überwintern auf einer Zarge ist nicht unbedingt von Nachteil, wenn die Bienen sich zeitig genug einrichten konnten. Bei einem offenen Unterboden sieht das aber schon kritischer aus. Meine HBB überwintere ich auch nur einräumig und das klappt ganz gut.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Danke für alle Antworten.


    - Warum ich der Meinung war das Sie vom Futter abreißen könnten:
    Das eine Volk saß bei der OS Behandlung rechts außen- die fünf vollen Futterwaben waren aber links außen und dazwischen eine völlig leere Wabe. Über diese wären Sie bei den tiefen Temperaturen möglicherweise nicht gegangen.
    Eingefüttert waren 14 kg-
    - Und der eine Raum nur ?
    Die beiden Völker haben das ganze Jahr nur ein Brutraum mit 11 Waben. Sobald es möglich ist werden aller 7 Tage zwei bis drei Brutwaben für Ableger entnommen und das bis zur Sommersonnenwende. Zwei drittel meine Ableger werden von diesen beiden Völkern erstellt.
    Honig von dem beiden- spielt keine Rolle
    Mittelwände- nein Anfangsstreifen
    Da meine Zeit auch begrenzt ist hab ich mir die Ablegerbildung vereinfacht. Ich weiß genau was ich brauche und wie viel Ableger ich von den beiden erstellen kann.
    Im Spätsommer gehen die mit in die Heide- dort können sie sich noch mit Pollen eindecken- wenn Sie stark genug hinterher sind (und das waren Sie) werden Sie eingewintert.


    Beim nächsten mal Formuliere ich vorsichtiger (Keller).
    Hab meine Beuten an einen Windgeschützten Ort aufgestellt zum Beispiel oder ins Bienenhaus gebracht. :-)


    Inzwischen haben die Bienen bereits eine Lösung – die Traube ist nach links gezogen zum Futter und Ich habe Sie dann vorhin wieder raus gebracht.


    Ein Gesundes Neues Wünsche Ich noch allen


    Enrico

  • Moin


    erst mal ein frohes uns gutes neues Jahr Euch allen.
    Ich staune immer wieder darüber was Ihr Ende Dezember Anfang Januar bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in Euren Bienen rumwurschtelt?
    Da ist Ruhe angesagt.


    Nix für ungut


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Da gebe ich Dir recht Patrick,


    nur war dieses eine Volk bei der OS-Träufelung auffällig.
    Nur offene Waben bei der Traube und alle Verdeckelten am linken Rand.
    Ich bin Verantwortlich für meine Bienen, ist meine Meinung.
    -Sie sitzen auf ein Rähmchensystem was ich ihnen aufzwinge
    - Sie müssen meine Eingriffe erdulden
    - müsse ihren Wintersitz auf diesen Rähmchen einrichten


    Wenn Sie Verhungern weil Sie vom Futter Abreißen ist es nicht der Fehler der Königin oder des Volkes oder des langen Winters sonder Meiner.
    Und das haben Sie nicht Verdient.
    Rumwuscheln heißt: Ich hab Sie 10 m weit in den „Keller“ getragen dort standen Sie knapp zwei Wochen bei etwa 4°C und sind von rechts nach links gewechselt. Dann wieder nach draußen 10 m zurück zum eigentlichen Standort.
    Wenn ich nichts gemacht hätte und Sie wären im Frühling tot gewesen hätte ich mich mehr als nur geärgert.
    Nun Denke ich haben Sie eine Chance zu überleben.


    Gruß Enrico

  • Der Winter scheint ja alle Rekorde zu brechen. Ich habe mich dazu entschlossen meine auf ein Raum (DNM) eingewinterten Völker in den Keller zu bringen. Bei der OS Behandlung Mitte Dezember musste ich bei diesen feststellen das die Hälfte des Futters alle war. Es drohte ein Verhungern oder das Abreißen vom Futter. Ein Nachfüttern draußen jetzt wäre wahrscheinlich unmöglich, da es kalt bleiben soll.
    Im Keller sind 3-5°C und sie sitzen etwas lockerer in der Traube. Ich lege auf die Rähmchen über der Traube Honig auf, den sie langsam aber stetig annehmen.
    Ich könnte Sie auch in eine anderen Raum bringen dort sind dann 10°C. Das könnte aber schon zu warm sein und die Traube löst sich möglicherweise auf.
    Hat jemand Erfahrungen damit die er weitergeben möchte?


    Gruß Enrico


     
    Hallo und frohes neues Jahr,


    mit Absicht hab ich nochmal den Eingangstext zitiert, da liest sich das Ganze schon sehr anders als jetzt: Es ging um die Temperatur, den Futterverbrauch, das Abreißen vom Futter und die Notfütterung jetzt, plus Verbringen an einen anderen Standort mit Wackeln und Tragen in höhere Temperaturen.


    Jetzt schilderst Du, dass sie nun die Seite gewechselt haben.
    Ob Du das nicht ohnehin innerhalb dieser zwei Wochen geschehen wäre?
    Warum soll das jetzt Temperaturabhängig erfolgt sein - auch bei knackiger Kälte wanderen sie langsam über die Waben. Eine Leerwabe soll wie eine Sperre wirken können, hat sie offensichtlich und glücklicherweise nicht. Das ist doch schön.:daumen:
    Wäre ein Rausnehmen der Leerwabe und Heranrücken des Futters - wo Du die Situation nun schon sehen konntest bei der Behandlung - nicht einfacher und weniger störend gewesen?


    Auch nix für Ungut :wink:


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper