Dadant und Langstroth

  • Hallo Imkerfreunde,
    diese Saison werden einige meiner Zandervölker auf Dadantmaß umgestellt. In der Literatur z.B. von Raymond Zimmer lese ich, dass er mit Langstroth die Ableger erstellt und damit dann im Herbst die Völker verstärkt. Das müßte doch genauso gut mit der Dadantbeute und dem Einsatz des Schieds (zur Ablegererstellung) funktionieren. Mich stört v.a. am Langstroth, dass ich dann noch zusätzlich ein neues Maß habe...
    Habt ihr da Erfahrung (v.a. was Dadant-Ableger betrifft) ?
    Danke für eure Ratschläge und einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2011!
    Gruß Imkertom

  • Hallo Imkerfreunde,
    diese Saison werden einige meiner Zandervölker auf Dadantmaß umgestellt. In der Literatur z.B. von Raymond Zimmer lese ich, dass er mit Langstroth die Ableger erstellt und damit dann im Herbst die Völker verstärkt. Das müßte doch genauso gut mit der Dadantbeute und dem Einsatz des Schieds (zur Ablegererstellung) funktionieren. Mich stört v.a. am Langstroth, dass ich dann noch zusätzlich ein neues Maß habe...
    Habt ihr da Erfahrung (v.a. was Dadant-Ableger betrifft) ?
    Danke für eure Ratschläge und einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2011!
    Gruß Imkertom


    Ich kenne ausser Zimmer keinen der es so macht. Das ist seh umständlich und nicht notwendig (er verstärkt seine Völker auf diese Weise, brauchts aber auch nicht). Mache es wie du angedeutet hast. Weiter Tipps hier -> www.dadant.org

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo


    Ohne Reiner jetzt zu wiedersprechen.
    Es gibt schon noch Leute die ihre Völker verstärken.
    Es lohnt sich aber nur wenn du eine sehr gute Frühtracht hast.


    Das heißt wenn du mitte ende April eine super Tracht hast lohnt es sich schon.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo Ruben!


    Stimmt! Es gibt schon Leute, die Ihre Völker verstärken, um dann eben immer Völker zu haben die in der Tracht auch einen besseren Ertrag bringen können.


    Es geht glaube ich auch eher um die Art und Weise der Verstärkung. Im Flach- und Normalmaßigen Magazinzargenbetrieb macht man das in aller Regel ZARGENWEISE. Bei Großrähmchen wie Dadant ist die Regel bei der Verstärkung RÄHMCHENWEISE. Wohlgesagt IN DER REGEL! Es macht halt jeder anders...


    Viele Dadantimker nehmen zum Verstärken auch Miniplus-Bienen. Funktioniert auch bestens. Hat auch den Effekt, dass richtig starke Miniplusvölker geschröpft werden und nicht so leicht in Schwarmstimmung kommen. Das passiert da schneller als in einem anderen System, weil die Minibeuten schnell überquellen bei guten und leistungsfähigen Königinnen.


    Ich selbst arbeite beim Verstärken der Trachtvölker fast ausschließlich Zargenweise, habe ja auch Zanderbrutraum und 2/3 Zanderhonigräume.


    Gut geht das Ausgleichen im übrigen auch bei Trachtschluss über die Honigräume und Bienenfluchten bei anschließender Abwanderung in die nächste Tracht. Ist halt eher typisch für den Wanderimker diese Art der Verstärkung und Schröpfung von Völkern.


    Es wird aber immer wieder gerne auch von Standimkern durch Verbringen der Honigräume inklusive Bienen über Bienenfluchten zum nächsten mindestens 3 km entfernten Zweitstand durchgeführt.


    Aber noch ein Rähmchenmaß wie Langstroth bei Dadantbetriebsweise mit kleinen Honigrähmchen würde ich nur dann machen, wenn ich immer wieder Völker verkaufen möchte und dann keinen Kunstschwarm anbieten möchte, sondern eben einen Ableger oder Volk im vielleicht verbreiteteren Zandermaß. Da kann man aber auch im kompatiblen System der Magazinimker z.B. Dadantbrutraum und Zanderhonigraum betreiben. Langstroth müsste da eigentlich auch gehen als Honigraum über Dadant. Es ist halt dann auch etwas schwerer Sortenhonige mit solch großen Honigräumen zu ernten. Ganz geschweige von dem Streß bei der Honigernte mit den großen Waben und damit einem hohen Gewicht der Honigäume.


    Aber der Reiner ist da bei kompatiblen Beutensystemen und Dadant oder Langstroth eher der "Chef" als ich. :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo Imkertom

    Zitat

    Bei Großrähmchen wie Dadant ist die Regel bei der Verstärkung RÄHMCHENWEISE. Wohlgesagt IN DER REGEL! Es macht halt jeder anders...


    soweit ich weiß, kann man gut Ableger auf Langstroth bilden und die dann zur Verstärkung im Herbst unter die Dadant-Zarge stellen. Im Frühjahr ist die L-Zarge dann leer und alle sitzen in der oberen Dadant-Zarge.
    Gruß, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Ich kenne ausser Zimmer keinen der es so macht. Das ist seh umständlich und nicht notwendig (er verstärkt seine Völker auf diese Weise, brauchts aber auch nicht). Mache es wie du angedeutet hast. Weiter Tipps hier -> www.dadant.org


     
    Hallo Reiner, da kenne ich hier in der Gegend um Jena zwei Buckfastimker, die das seit Jahren erfolgreich so handhaben. Bei uns ist in der Regel nach der Frühtracht nur noch Eigenversorgung angesagt...


    Herzliche Grüße
    Ralph

  • Hallo Imkertom


    soweit ich weiß, kann man gut Ableger auf Langstroth bilden und die dann zur Verstärkung im Herbst unter die Dadant-Zarge stellen. Im Frühjahr ist die L-Zarge dann leer und alle sitzen in der oberen Dadant-Zarge.
    Gruß, Henrike


    Klar geht das gut. Aber wer möchte sich diese Arbeit wirklich machen?
    Bei Dadantvölkern wird idR gar nichts gemacht, das Brutnest bleibt soweit unangetastet wie nur möglich! Wabenweise wird im Frühjahr ausgeglichen, wenn dies aus Sicht des Züchters und zur Leistungsprüfung nötig erscheint. Im Wirtschaftsbetrieb ist das nicht generell nötig.


    Wie Ruben sagt kann es ertragsmäßig schon was bringen Völker zu vereinigen/verstärken, mit dem dadurch aber ebenso versträkten Schwarmtrieb muss man dann halt aber auch leben mögen. Und die anstehende Tracht muss sicher sein!


    LG
    Reiner

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    ganz sicher

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  • Hallo Reiner, da kenne ich hier in der Gegend um Jena zwei Buckfastimker, die das seit Jahren erfolgreich so handhaben. Bei uns ist in der Regel nach der Frühtracht nur noch Eigenversorgung angesagt...


    Herzliche Grüße
    Ralph

    Interessant! Die Kollegen sollten mal durchrechnen, ob sich das rentiert. Wenn nur noch Läppertrachten folgen muss ja von der Frühtracht ein gut Ding an Honig belassen werden. Dazu noch die doppelte Hardware und die Arbeit? Bin skeptisch.


    LG
    Reiner

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  • Hallo zusammen, hallo Imkertom,
     

    Imkertom schrieb:

    Ablegerbildung also wie gehabt über Dadantbeute mit Schiedbenutzung ?!

    Der Eine so, der Andere so. Ich möchte auf meine Ablegerkästen nicht verzichten. :)
     
    Die sind wesentlicher besser zu transportieren, als die großen Särge und können zwischen zwei Völkern (oder im 5er-Block mit anderen Ablegern) sogar sehr gut überwintert werden. Dann benötigen sie nur ca. die Hälfte des Winterfutters eines Volkes und man nimmt schon mal leichter einige Ableger mehr mit in den Winter.
    Mit diesen Reserven kann man im Frühjahr sich selbst oder anderen Kollegen helfen.
     


     
    Meine Ablegerkisten haben 5 Waben. Wenn ich die noch einmal zu bauen hätte, dann würde ich sie allerdings für 6 Waben auslegen.
    Viele Grüße,
    Rudi