traditionelle Jahresendkontrolle.....optimistisch für 2011 ....

  • Hallo Kollegen(innen),


    habe gestern Nachmittag mal wieder meine traditionelle Jahresendrunde an den Ständen gedreht. 6 von 6 "belauschten" Völkern summen ruhig und teils kräftig vor sich hin. Keine Spechtattacken bisher....aber die dreisten Meisen nerven die Immen ganz schön, denke ich. Totenfall ist recht verschieden, das hatte ich aber in den letzten Jahren auch immer wieder, beunruhigt mich also nicht weiter. Oxalsäurebehandlung hatte ich ja bereits Anfang Dezember gemacht, so dass die Tiere nun bis Mitte März erstmal Ruhe haben.


    Honig ist komplett weg (ohne jegliche Werbung etc.)...und einige Kunden haben mir dann auch gleich neue Standortplätze in wirklich interessanten Lagen angeboten. Ein Landwirt stellt sogar eine nicht unerhebliche Ackerfläche kostenlos als Bienenweide zur Verfügung und ich werde die entsprechende Menge "Tübinger Mischung" besorgen und dort eindrillen lassen. Sogar die Umweltbeauftragte der Gemeinde hat mir zwei gemeideeigene Streuobstwiesen als Standort in Aussicht gestellt. Ich denke der Kindergarten ist auch wieder an einem Besuch interessiert und ich halte meinen ersten Vortag :oops: in einer Nachbargemeinde im März (mal sehen ob das was wird).


    Alles in allem ist das Jahr 2010 trotz der Witterung (fand ich aber gut zum Erfahrung sammeln) wirklich gut bei mir gelaufen. Und der Zuspruch bzw. das Interesse vieler Mitbürger lässt mich wirklich optimistisch in das Jahr 2011 gehen.
    Ich hätte nicht gedacht, dass man es als "ortsfremder" Imker (wohne hier in einem 2300 Seelendorf - und das erst seit 5 Jahren) so schnell mit den Leuten in Kontakt kommen und Ideen umsetzen kann !


    Ich hoffe einigen von Euch geht es ähnlich. Auch wenn viele hier oft den Eindruck hinterlassen, dass alles nur immer schlimmer wird.....nicht aufgeben :daumen:


    der Weimaraner

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Guten Morgen Weimaraner,


    na ob alles immer schlimmer wird glaub ich nicht. Habe eher den Eindruck es gibt immer mehr Menschen die sich wieder für die Natur interessieren und feststellen dass wir alle neue oder besser "alte" Wege gehen müssen uns zurückbesinnen und dabei wird eben auch immer mehr "Mist" der in der näheren Vergangenheit und Gegenwart noch passiert (ist) aufgedeckt.


    Na wenn Du jetzt allen Honig veräussert hast, dann kannst Du Dich ja jetzt getrost zurücklehnen und den Jahreswechsel geniessen.


    Find es klasse, wie Du Dich in Deiner Gegend seit 5 Jahren eingelebt hast und dass man Dich so gut aufgenommen hat. Ist ja nicht überall der Fall, aber es zeigt, wo ein Wille, da ein Weg und auch immer Einige Mitstreiter und oder Unterstützer wie bei Dir eben der Landwirt und die Umweltbeauftragte der Gemeinde. Ist eben noch ein Dorf und das ist vielleicht gut so.


    Werd heute auch mal wieder nach den Immen sehen und schauen ob alles i.O. ist. Der Fuhrweg ist jetzt wieder begehbar, da der Schnee etwas zusammengesunken ist. Letzte woche hätte ich 500m den Berg hinauf durch knietiefen Schnee waten müssen und dann auf die Steilhangwiese... nene...


    Hoffe dass auch bei mir alles ok ist und wünsche allen einen guten Rutsch nach 2011.


    Grüsse aus Baden,


    Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Hallo zusammen,


    auch ich habe mich dieser Tage mal an meinen tief verschneiten Außenständen umgeschaut. Mit Stethoskop bewaffnet hab ich mich durch den Schnee gekämpft. Selbst mit meinem SUV komme ich da nicht hin. Ich denke aufs nächste Jahr mal ein paar Schneeschuhe anzuschaffen. Da tu ich mich sicher leichter. Bei den meisten hab ich das Stethoskop gar nicht gebraucht, denn in der Regel spürt man das ob Leben im Kasten ist (jedenfalls geht das mir so). Nur wo nicht sicher bin wird gelauscht. Anklopfen ist für mich tabu.


    Ich kann aber auch berichten: Sie sind alle noch da.


    Oxalsäure geträufelt habe ich am 5. Dezember. Hier war der Zugang noch etwas erschwerter, da viel Schnee. Aber auch da hatte sich die Situation gut dargestellt. Alles tapfere große Wintertrauben und genug Futter.



    Ich wünsche allen einen guten Start ins neue Jahr 2011.




    Grüße aus dem verschneiten Donautal


    Christian

  • Hallo Christian,


    Grüssle ins Donautal, ist ne schöne Ecke war da früher oft Wandern.


    Schneeschuhe hab ich mir hier auch schon überlegt, denn 500m durch Tiefschnee von 50-60cm und zurück und dann noch Steilhang ist anstrengend.


    Klostergarten in Beuron. Da könntest Du doch bestimmt ein paar Völker in den Klostergarten stellen oder ?! Wäre doch nicht schlecht oder haben die Immen dort ?!
    Nur mal so ne Idee, da ist dann abwechslungsreiche Tracht und die haben auch was davon, Bestäubungsleistung.


    Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Hi HoPi,


    die Idee ist sicher gut - aber die Mönche haben selbst Bienen in einem wunderschönen historischen 2-stöckigen Bienenhaus im Klostergarten. Dort gibt es wunderbare Streuobstwiesen in unmittelbarer Nähe und sie (die Bienen) haben es sicher gut bei den Brüdern.


    Ich stehe 5km weiter Donau-abwärts in Langenbrunn. Im Tal selbst ist es etwas problematisch, denn hier gibt es eine Biogas-Anlage. D.h. Mais,Mais,Mais oder im Überschwemmungsgebiet 5 Maten im Jahr(!). Allerdings haben die großen Riesenmaschinenstahlmonster der Biogasbauern auch Nachteile (Vorteile ?). Die kleinen Hecken und Hänge können nicht bewirtschaftet werden. Hier weiden derzeit noch Schafe (bis die EU dem kleinen Schafhalter auch noch einen Strich durch die Rechnung macht). Da gibt es noch Tracht wie früher. Lecker Blütenhonig.
     
    Meine anderen Mädels stehen 200m (800m ü.N.N) höher auf den Ländereien von Schloß Werenwag. Da wird nur Heu gemacht. Das ist noch gutes Land bisher. Auch der Wald ist nah. Ich hoffe es bleibt noch eine Weile so.


    Grüße in den schönen Schwarzwald


    Christian