Hallo ich möchte Bienen halten

  • Hallo,


    wohne in einem sehr ländlichen Raum mit Nadelwald und Laubbäumen(ca 200m entfernt).Der Ackerbau ist die Vorherschende Nutzung mit Getreide sowie Raps und Mais.
    Suche nun ein geeignetes Hobby.


    Nun habe ich einige Fragen bezüglich der Haltung von Bienen.


    1.ca 500m entfernt werden Bienen gehalten,ist dies ein Problem?
    2.Welche Werkzeuge brauche ich zur Haltung(Anfänger) von Bienen,und wie hoch ist ihr Preis ca?
    3.Wie hoch ist der Zeitaufwand?
    4.Mit welcher Rasse sollte man Anfangen mit welcher Beute?



    Gruß
    Markus


    P.S. gibt es so einen Bericht oder HP schon ,habe bisher nichts gefunden

  • Guten Morgen Markus1974,


    herzlich willkommen hier im Forum. Es wäre schön und sinnvoll wenn Du erst mal Dein Profil vervollständigst, dami man hier weis von wo Du kommst, dann kann man Dir auch besser Hilfestellung geben und vielleicht ist ja jemand ganz in Deiner Nähe, mit dem Du dich kurzschliessen kannst...


    Desweiteren ist es sinnvoll, wenn Du die Suchfunktion verwendest. Es gibt für vieles was Du fragst bereits Threads wo dies beantwortet wird, bzw. Lösungen etc. aufgezeigt werden.


    Die Werkzeuge, die Beute die Rasse,... für Anfänger gibt es eigentlich nicht. Aber wichtig für uns Alle, die Bienen, die Menschen und die Natur ist, dass Du anfängst. Such Dir ggf. einen Imkerpaten der Dich eine zeitlang begleitet, Dir Hilfestellung gibt aber auch offen für neues ist.


    Grüssle aus Baden, Namensvetter Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • P.S. gibt es so einen Bericht oder HP schon ,habe bisher nichts gefunden


    Hallo Markus,
    evtl. könnte Dir die Schulungsmappe "Grundwissen für Imker" weiterhelfen.


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Moin Markus - und willkommen hier.


    Hol Dir ein Bienenbuch (kaufen, Bibliothek...) und lies es mal durch, um einen groben Zusammenhang zu erkennen.
    Dann beginnt die eigentliche "Forschung" nach Details.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • [QUOTE=Markus1974;...
    1.ca 500m entfernt werden Bienen gehalten,ist dies ein Problem?
    2.Welche Werkzeuge brauche ich zur Haltung(Anfänger) von Bienen,und wie hoch ist ihr Preis ca?
    3.Wie hoch ist der Zeitaufwand?
    4.Mit welcher Rasse sollte man Anfangen mit welcher Beute?
    ....[/QUOTE]


    Hallo Markus,


    zu 1: da du ja in der Regel mit wenigen Völkern anfängst, spielt es keine Rolle. Aber wie schon geschrieben, zuerst reden und dann handeln.
    zu 2: Minimalausstattung: Pro Volk eine Beute mit Rähmchen und Mittelwände, Smoker, Stockmeisel (großer Schraubenzieher :cool:), Bienenbesen, Stichschutz. Beute ca. 80 - 90€. SSBS ab ca. 50 € nach oben offen.
    Eine Schleuder wird das teuerste sein, die kannst du dir allerdings Anfangs mit deinem Bienenpaten teilen.
    zu 3: Pro Volk ca. 1 - 2 h/Jahr effektive Arbeitszeit. Dazu kommt noch Fluglochschauen, mähen, Schneeschippen:evil: und sonstiges. Auch hier ist die Zeit, die du bei, nicht mit, den Bienen verbringen kannst nach oben offen.
    zu 4: Du fängst mit der Rasse und mit der Beute an, die dein Bienenpate hat.


    Du siehtst, es taucht immer wieder der Bienenpate auf. Das sollte deine erste Arbeit sein. Du kannst hier im Forum und in Büchern sehr viel Theorie lesen und das ist auch wichtig, die Praxis lernst du nur in der Praxis. Ein Kurs wäre auch nicht schlecht.


    Gruß
    Werner


  • zu 3: Pro Volk ca. 1 - 2 h/Jahr effektive Arbeitszeit.


    Hallo Werner,


    ist Dir da nicht vll. das Komma etwas verrutscht? :wink:
    Ich komme 2010 auf 182h Aufwand bei sechs Völkern (30h/V).
    Inkl.: Rähmchenbau, neue Zargen strechen, Kö.Zucht / Belegstelle, Durchsichten, Ernte, Honigbehandlung, -vermarktung, Weiterbidung (Kö.-Zucht-Kurs), etc.
    Flugbeobachtungen, einem Schwarm hinterherschauen und andere Annehmlichkeiten nicht mitgerechnet. Nein, meine I.-Arbeiten sind sicher nicht zeitl. optimiert - schließlich ist I. für mich "nur" ein Hobby. Aber bei wenig Völkern/Erfahrung würde ich in der ersten Zeit von einem jährlichen Zeitbedarf von ca. 20h/Volk ausgehen, wenn man (eine entlegene) Belegstelle und Basteleien meidet.


    MfG
    Hermann


    ... und hier: 30.000 Damen im Schnee
    (frei nach E. Kästner)

  • ist Dir da nicht vll. das Komma etwas verrutscht? :wink:


    Nö, in dem Rahmen liegt die direkte Zeit am Volk durchaus, wenn man
    - es auf die wesentlichen Arbeiten runterbricht,
    - sich auskennt, also anhand definierter Zuständen einschätzen und arbeiten kann, also jeweils notwendige Maßnahmen und ihre schnelle Durchführung kennt; also in aller Regel erst nach einigen Jahren und
    - man seine Bienen kennt sowie nicht zuletzt, denn das dürfte der Knackpunkt sein:
    - sich von seiner Begeisterung nicht zu zuviel Aktivitäten hinter der Beute hinreissen lässt..


    Ich übe noch..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Nö, in dem Rahmen liegt die direkte Zeit am Volk durchaus, wenn man

    Arbeiten am Volk sind meiner Ansicht nach ein eher kleiner Teil der imkerlichen Tätigkeiten. Ich denke auch, dass ich mit Durchsichten, 2x AS, 1x OS, Honigentnahme und Füttern bei 4-6h/V liege. Aber bevor wir ins Raten abgleiten - ich werde mal meine Aufwände in diverse Tätigkeiten aufsplitten, hatte ich eh mal vor um zu sehen wo die Zeit bleibt.


    MfG
    Hermann

  • Hallo Herrmann,


    Marcus hat es mit seiner letzten Aufzählung auf den Punkt gebracht.


    Der Zeitansatz ist die Zeit, die ich mit den Bienen verbrauche. Alles andere schadet ihnen nur. Nicht eingerechnet sind Fahrzeiten, Bastelarbeiten wie Rähmchenbau, MW einlöten, Wachs aufbereiten, Honig abfüllen, Kundenpflegen usw. Fluglochbebachtung usw. Zuchtarbeit ist meiner Meinung nach erst der zweite Schritt für einen Anfänger und hier nicht berücksichtig.


    Gruß
    Werner

  • Nun ja - aber die Frage lautete: "wie hoch ist der Zeitaufwand?" und nicht "Wie hoch ist der Zeitaufwand an den Beuten?". Ich habe mich erschrocken, als ich sah, wie hoch der Aufwand für "Sonstiges" ist.
    Ich gebe Euch (wie geschrieben) Recht: die Arbeit an den Bienen hält sich im rel. überschaubaren Rahmen.


    MfG
    Hermann

  • Bei der Arbeitszeit sollte man sich nicht verschätzen. Anfänger brauchen wesentlich länger, z.B. bei einer Durchsicht. Und wer eine klassische Schwarmverhinderung mit Zellenbrechen betreibt, hat so einige Durchsichten.
    Im Anfängerkurs meiner besseren Hälfte wurden auch so Zahlen angegeben wie 6h pro Volk. Das reichte aber vorn und hinten nicht und dann hab ich das Hobby übernommen. Also Vorsicht! Anfangs kommt man da schnell auf 20 h, und das vor allem im Frühjahr und Sommer.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo!


    Dieses Jahr (mein 2. Bienenjahr) habe ich alle Zeiten genau aufgeschrieben (außer Forumsurfen ,-), ich werde es in den nächsten Tagen mal genau anschauen und zusammenzählen.


    Ich kann bestätigen, dass die Zahlen die in "Anfängerbüchern" stehen, von Anfängern nicht erreicht werden können. Wie holmi schon schrieb, braucht man am Anfang einfach länger.


    Aber ich finde schon, dass wenn man den Zeitbedarf für ein neu anzufangendes Hobby realistisch einschätzen möchte, nicht nur die Zeiten direkt am Volk zählen darf...so nach dem Motto "...zähl die heit´ren Stunden nur..."


    Ich jedenfalls habe den Zeitbedarf vorher gründlich unterschätzt. Wobei ich nicht klagen will, ich mache es ja gern...aber man muss die Zeit auch "haben", sich unter Stress die Zeit irgendwo abzwacken zu müssen, ist nicht gut. Das sollte man vorher wissen.


    Grüße von Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Nun ja - aber die Frage lautete: "wie hoch ist der Zeitaufwand?" und nicht "Wie hoch ist der Zeitaufwand an den Beuten?".


    Ich finde die Frage nach der zu kalkulierenden Zeit eher aus theoretischer Perspektive spannend, aus praktischer ist sie es meiner Meinung nach aus folgenden Gründen nicht:


    - bei allem, was man macht, hat man eine Lernkurve, welche die erforderliche Zeit beeinflusst. Erstere wird durch die Weiterentwicklung des Equipments etc. immer wieder neu eingestellt.


    - ein Anfänger wird ja in aller Regel überschaubar klein anfangen, wofür ja reichlich Gründe sprechen. Da macht man noch 100% händisch und nicht automatisiert. Bei Wachstum ändert sich dies vielleicht, in diversen denkbaren Konstellationen. Daher bringen pauschale Kalkulationen überhaupt nichts, außer, dass sie vielleicht eine weitere Folie im Anfängerkurs füllen.


    - Entscheidend ist doch, dass es für einen Anfänger nicht den geringsten Unterschied machen sollte, ob er nun 1,5 bis 2 oder aber 12-20 Stunden pro Volk brauchen wird - wenn daran seine Entscheidung hängen würde, sollte er sich keine Bienen anschaffen. Denn die Verantwortung für diese Wesen hört ja nicht auf, nur weil man in der Praxis plötzlich am Limit seiner Excel-Kalkulation angekommen ist.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter