Vorsicht Specht

  • Servus KollegenInnen,
    aus aktuellem Anlass, möchte ich euch alle noch mal an einen guten Spechtschutz erinnern.
    Meinem Kollegen und mir haben Spechte in den letzten 10 Tagen reichlich Schäden verursacht.
    Bei mir hat ev. Wild das gespannte Netz gelöst und das war der Aufruf für einen sehr hungrigen Specht. Das Ergebnis: 14 zerhauene Miniplus und 3 Frankenbeuten!!
    2 Völker tot, weitere sind natürlich massiv gestört worden.
    Hab nen ziemlich dicken Hals heute und bin auf Grünspechte gar nicht gut zu sprechen :evil:.
    Das Ganze muss erst die letzten 8-10 Tage passiert sein.
    Meinem Kollegen haben sie auch Minis zerhackt, obwohl der Bretter davor hatte. Die Spechte haben zwischen die Ritzen große Löcher gehauen und ihm auch einiges zerstört.


    bee:-(

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Mein Beleid, den einen stand wo ich nie probleme hatte habe ich auch an 2 Beuten specht schaden. Heute gleich netzte angebracht.Zum glück habe ich die anderen stände schon gesichtert gehabt.


    Kann das sein das es immer mehr Spechte gibt? Ich imkere auf den Standort seit 4 Jahren und zum erstmal Specht schaden!!!!!

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Hallo Ihr Beiden,


    Oh, na das ist aber ärgerlich, na bei dem derzeitigen Wetter liegt es wohl am Futterverhalten des Grünspechtes.
    Hier ein Auszug von Wikipeda:


    >>>…Der Grünspecht sucht seine Nahrung fast ausschließlich auf dem Boden, er hackt viel weniger an Bäumen als die anderen Spechte. Von allen mitteleuropäischen Spechten ist der Grünspecht am meisten auf bodenbewohnende Ameisen spezialisiert. Diese fängt er in ihren Gängen mit seiner 10 Zentimeter langen Zunge, die in ein verhorntes und mit Widerhaken bestücktes Ende ausläuft.
    In den frühen Morgenstunden, kurz nach Sonnenaufgang, suchen Grünspechte Wiesen- und Weideflächen mit lockerem Oberboden und Störstellen auf, um mit ihren langen Schnäbeln gezielt mehrere Zentimeter tiefe Löcher zu bohren. Dabei erbeuten die Vögel häufig die Rote Waldameise und andere Formica-Arten, im Sommer verschiedene Lasius-Arten und auch Regenwürmer. Im Winter graben Grünspechte Tunnel in den Schnee, um zu Ameisenhügeln zu gelangen, die dann meist regelmäßig besucht werden. Vor allem im Winter sucht er Felswände auf, aber auch regelmäßig Dächer, Hauswände oder Leitungsmasten und sucht dort in Spalten nach überwinternden Arthropoden, vor allem nach Fliegen, Mücken und Spinnen…<<<


    Könnte doch sein oder was meint Ihr ?!


    Nachdenkliche Grüsse, Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)

  • Dieser Winter ist für die Vögel wohl auch extrem hart.
    Es liegt schon 6 Wochen Schnee und das schon früher als sonst.
    Ich werde noch etwas mehr Futter anbieten und hoffen das zusätzlicher Schutz hilft.
    Mein persönliches Problem ist, dass ich zu dem Stand nicht hin fahren kann, da muss ich 2 Km durch tiefen Schnee laufen. Erst mal steil den Berg hoch und dann wieder runter und das Ganze zurück. Wird ein zusätzliches Winter- Training.
    Wer noch keinen Schutz hat sollte dies überprüfen, an meinen Standorten hatte ich bis jetzt auch noch nicht Probleme diesen Ausmaßes.


    beehead

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  •  
    ... kauf Dir oder bastle Dir selbst aus Blech (mehrere) ein Umriss eines Spechtes und bringe diese so an, dass ein Specht diese sofort sieht (bz. auf einem Stab oder Kantholz welches etwas über die Beute hinausragt. In der Regel wird der (eingewanderte) Specht diesen Bereich meiden, da er 'denkt' (ich schreib das hier mal so bildlich) das dieses Revier besetzt ist. Vorlagen bietet jedes Vogelbuch.

  • Hallo,
    als Anfänger las ich hier irgendwo im Forum, dass Grünspechte weder Gelb noch Blau sehen könnten. Da die Grünspechte bei uns am Stromberg regelmäßig ins Dorf kommen, strich ich meine Beuten Ockergelb an.
    In den letzten Tage suchten hungrigen Grünspechte 5 Meter entfenrt von den Beuten im Schnee nach Futter und ich war entsprechend aufgeregt, aber die Beuten blieben unbeachtet. Die Beuten stehen bei mir am Haus.
    Es könnte vielleicht etwas Dran sein, dass sie kein Gelb sehen können.


    Andreas

  • Hallo
    Bei mir im Garten habe ich Buntspechte und auch Grünspechte die regelmäsig in die Nähe meine Bienenstandes kommen.Am Bienenstand befinden sich Segeberger Beuten (forstgrün gestrichen) und Normbeuten in verschieden farbigen Anstrichen und es hat noch nie einen Angriff der Spechte gegeben.Dafür beobachte ich die Spechte öfters an den Meisenknödeln die in ca.20 m Entfernung vom Bienenstand aufgehängt wurden.Desweiteren schleichen bei mir Nachbars Katzen des öfteren durch das Revier meines Katers und die Treffen sich dann am Bienenstand und schrecken die Spechte auch noch ab!!


    Viele Grüße aus Thüringen

  • Mir hat der Specht in deisem Winter auch meine 4 letzten Völker "geholt" eins aus Seegeberger Styropoorbeute und 3 aus Holzbeuten, die Löcher sind teilweise bis zu 10cm im Durchmesser. Ich hatte extra Futter neben dran aufgehängt weil mir letztes Jahr schon Beuten zerhackt wurden,hat aber nichts genützt. Falls ich mir im Sommer nochmal Völker oder Schwärme kaufe, werd ich sicher den Stand kmplett mit Draht zuschlagen.

  • Hallo Zusammen,
    wir, mein Imkerverein, betreiben seit ca. 40 Jahre eine Belegstelle. Hier sind Spechte (Grün und Bunt) immer anzutreffen. Nie gab es Probleme an Beuten oder Begattungskästchen (BK). Bis vor 2 Jahre ein Grünspecht im Sommer Geschmack an Bienen gefunden hat und gleichzeitig festgestellte, dass Kirchhainer BK leicht zu durchlöchern sind. Seit zwei Sommer versuchen wir nun durch Katzenköpfe (wie man sie in Kirschbäume hängt) ihn zu vertreiben. Bisher mit wenig Erfolg.
    Ich werde die Anregung von Jonas mit der Spechtatrappe in diesem Sommer testen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ich habe heute Vogelschutznetze gespannt und hoffe, das hält den grünen Wüstling ab.
    Zusätzlich ausgebrachte Futtermenge erhöht.
    Das Problem ist, wenn der Specht die Löcher gehauen hat, kommen die Meisen auch zu Hauf und klopfen auch noch an die Beute :-((
    Die Meisen haben mir beim Netzbau zugeschaut, vielleicht haben die schon nach einer Einbruchmöglichkeit Ausschau gehalten.


    beehead

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  • Bei meiner Liebig-Holzbeute war auch das Flugloch "vergrössert" . Erst hatte ich einen Specht unter Verdacht, aber die Spuren im Schnee verrieten mir wer der Störenfried war. Eine Maus ! Da ich keine Mausefalle aufstellen möchte, hab ich das Flugloch mit Nelkenöl besprüht. Ob es wirkt wird sich die Tage zeigen. Könnte auch gegen Spechte helfen.


    Gruss Tom

    Lobbyisten raus aus Bieneninstituten

  • Hallo,


    auch mir hat der Specht im letzten Jahr vier Beuten bearbeitet. Bei einer ein Loch bis zu den Rähmchen und Bienen. Da die Bienen bei mir im Garten stehen, habe ich dies gleich bemerkt und das Loch mit Schaumstoff zugestopft. Den Bienen hats nicht geschadet. Von einem Imkerkollegen bekam ich den Tipp Spiegel oder CD-Scheiben aufzuhängen. Ich weiß nicht, ob es wirklich hilft aber heuer ist bis jetzt noch nichts passiert. Einen Versuch ist es wert, da die alten CD`s ja nichts kosten. Ich versuch mal ein Bild einzustellen.
    Herzliche Grüße und guten Rutsch
    Bino

  • Hallo,
    Hier auf dem Bild sieht man nicht allzuviel. Ich habe aber über 20 alte CD`s aufgehängt. Auf einer dünnen Schnur damit sie sich im Wind drehen und bei Sonne blinken sie. Hoffentlich hilft das!!
    Gruß Bino