Bienen ziehen im Dezember um und das zu Fuß

  • Hallo,
    liegt bei Euch kein Schnee? SInd die Bienen durch den Schnee getappelt?
    Wenn sie schon umziehen: Wieso bilden sie in der neuen Beute ZWEI Trauben? Wie kann man das sehen?
    Erstaunt
    apirita



  • Hallo Sabiene
    Interesanter Gedankengang, das etwas mit der Königin sein könnte, werde genau darauf achten was mit dem Brutnest im Frühjahr ist. Aber ich frage mich warum sie dann die Königin mitnehmen und warum 2 Trauben getrennt voneinander in der Beute sitzen. Ob die sich noch vereinigen?
    Ja ich habe auch gezögert und überlegt, berichte ich darüber oder nicht, schon deshalb weil ich ja selbst ungläubig reagiert hätte wenn ich es selbst gelesen hätte. Aber wenn niemand über außergewöhnliche Sachen berichtet, können wir alle auch nicht weiterkommen und meine Hoffnung war ja, das es jemand schon erlebt hat und nur nichts gesagt hat.
    Wie ist den die Ressourcen-Rückholung samt Bienen von dem Nachschwarm bei dir abgelaufen?? Hattest du schon darüber berichtet?? Interesant den auch das habe ich noch nicht erlebt.
    Grüße

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Michael : Beide Schwärme sind von Juni 2010 und ohne Probleme in der Beute geblieben, haben die Beuten jeweils 2-zargig aus Mittelwänden selbst ausgebaut und sich prima zu vollständigen Völkern entwickelt.
    @uxnigra : Das ganze passierte bei ca. -2 Grad im Dunkeln
    apirita : Doch klar liegt hier Schnee aber die Beuten stehen unter einem Abdach, so das die Schneefrei sind.
    Grüße

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Hallo Pharao,


    meine Gedanken gingen ebenfalls in Sabines Richtung.
    Nur, was mir neu ist, dass die Bienen nach fast 6 Monaten ihr "Heim" aufgeben, verwundert schon sehr.

  • @SaBiene ; nach dem einschlagen des Schwarm's in die Beute noch vor Verdeckelung der Brut mit Milchsäure besprüht. Anfang Aug. Nassenheider Verdunster Ameisensäure 85%, ende Nov Brutfreiheit kontroliert und mit Oxuva behandelt.
    Milbenfall war am stärksten bei/nach der Milchsäurebehandlung.
    Varroa schließe ich aus.
    grüße

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Danke, Pharao,
    ich war nicht auf Milben aus, sondern hatte eher Gedanken in Richtung Träufel-OS oder zuviel Säurerückstände an sich in der Beute, so daß das Volk sie jetzt als untauglich zum Brut aufziehen ansehen könnte.
    Das ist es aber wohl eher nicht, sonst hätten sie die Winterbienen nicht aufziehen können.
    Es bleibt weiter spannend.:daumen::Biene:


    (das Zurückholen des Schwarms sah aus wie Räuberei ohne Gegenwehr, und dauerte keine zwei Tage. Der bis dahin eingetragene Honig wurde auch sauber ausgeräumt, ohne die bei Räuberei ausgefransten Zellränder. Brut war mangels Königin keine da, und man sah einen zaghaften Versuch einer Umweiselungszelle.
    Gebaut hatte der Schwarm 3 Waben ganz, und eine halbe, für einen kleinen Nachschwarm nicht schlecht in drei Wochen.
    Es war zwischen Mutter- und Tochtervolk ein steter und unaufgeregter Flugbetrieb, der bis Mittag des 2. Tages zum Erliegen kam, und als wir reinguckten, war keine einzige Biene mehr drin, und kein Gramm Futter.


    Und was auch bemerkenswert war: wir hatten keinen einzigen Fall von Räuberei in diesem Jahr, null, nada, niente. Auch nicht im Trachtloch Juli. Das hatten wir seit ewigen Zeiten nicht mehr, also müssen wir was richtig gemacht haben...:lol:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ja es bleibt spannend, deine Bedenken wegen den Säurerückständen in der Beute kann ich ausschließen so wie auch du es schon getan hast.
    :daumen:Sehr Interesant das Zurückholen, da sieht man mal wieder, das es viele Sachen gibt, von denen wir entweder nichts wissen, nicht kennen, oder nicht beachten.
    Die Natur, oder der Bien hilft sich oft für uns unverständlich.
    zur Räuberei muß ich sagen, das auch bei mir dieses Jahr keine stattgefunden hat. Also läüft zumindest nicht alles falsch:wink:
    Grüße

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Pharao: ich hab mit einem Biologen teleföhnt, und der meint, wenn die Königin aus dem umgezogenen Volk in der anderen Kiste tatsächlich ein zweites Brutnest aufmacht, solltest du die Waben aus der Ursprungskiste unbedingt untersuchen lassen, weil kein Tier in der Winterruhe ohne extremen Druck seinen Bau verläßt, er denkt wie ich an chemische Ursachen, woher auch immer.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    dass Bienen nicht ohne Grund ihren Bau verlassen, das weiß ich auch ohne Föhn oder Biologen, dazu genügt mir mein bescheidenes Imkerwissen.
    Chemie schön und gut, aber dass erschließt sich mir nicht. Oxuvar war vor 4 Wochen, haben die womöglich so lange nach einer Umzugsmöglichkeit gesucht?
    Irgendwie mussten die Bienen doch wissen, wo es hin gehen sollte. Das läuft doch nur auf der Pheromonebene. Ergo: das "Empfängervolk" hat was, was das "Wandervolk" nicht hat. Varroen und Futtermangel schliesst Pharao aus, Geldmangel ich. :) Und auf der Suche nach einer Herberge auf dem Weg nach Jerusalem werden sie ja wohl auch nicht gewesen sein ...
    Ich weissage hiermit mal, dass sich die beiden Völker vereinigen werden und im Frühling ein einziges Brutnest haben werden.
    Sie verhalten sich dann wie zwei Nachschwärme, die sich vereinigen, weil einem von beiden die Königin abhanden kam oder schlecht begattet war. Trotzdem very strange, das ganze.

  • Mir ist noch eines rätselhaft: wenn die Bienen bei -2 Grad Celsius zu Fuss in eine andere Beute trippeln können, dürfte eigentlich niemals! ein Volk im Warmbau bei vollen Futterwaben verhungern, weil sie die Wabengassen nicht wechseln können.
    Mulder und Scully, übernehmen Sie!

  • Doch Nico,


    das tun sie. wir erleben es ja leider hier und da.
    Ich setze aber mal voraus, die "Wanderbienen" sind satt gegessen, haben ergo Energie genug in sich, um zu heizen. Eine hungrige Biene kann ihre Körpertemperatur durch Heizen nicht mehr erhöhen, weil dies äußerst Energie-aufwändig ist. Die "bee-group" hat ja vor ein paar Jahren die schönen Sequenzen veröffentlicht, die zeigen, wie "platt" die Heizerbienen nach getaner Arbeit sind. Okay, das waren Szenen aus dem Sommer, aber trotzdem wird es im Winter ähnlich sein.
    Ich glaube daher, die Wintertraube, die auf vollen Futterwaben verhungert, hat schlicht nicht mehr die Energie, die Waben zu entdeckeln und den eiskalten Honig in eine genießbare Temperatur zu bringen.