Hilfe Hochwassergefahr!

  • Hallo zusammen,
    eben ruft mich mein Bienenvater an, wir müssten morgen die Bienen umstellen, weil der Rhein über die Ufer zu treten droht. Die Bienen stehen in den Rheinauen zwischen Wasser und Deich. Die Gefahr, dass sie davonschwimmen ist wohl noch nicht gegeben, aber man kann dann nicht mehr hinfahren.
    Blöd ist, dass es so kalt ist. (Im mom +1 Grad) Er möchte die Bienen auf dem Anhänger transportieren und dann in einem Garten abstellen.
     
    Da ich nur 2 Völker dort stehen habe, könnte ich meine Kisten IN mein Auto packen. Dort ist es warm und die runtergefallenen Bienen haben die Chance wieder in ihre Traube zu klettern. Da ich aber auf jemanden zum tragen helfen warten muss, kann ich die Bienen nicht sofort wieder ausladen. (ich würde die Bienen dann zu meinen anderen Kisten stellen).
    Wie lange könnte ich die Bienen in meinem Auto "aufbewahren"? Wenn es abgestellt ist kühlt es ja rel. schnell wieder aus. Und das Flugloch ist ja zu.
     
    Ich würde mich über eure Tipps freuen!
     
    Danke!
     
    Gruß von der alarmierten Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Die Hochwasserpegel melden jetzt ein Fallen für morgen 14 Uhr.


    Ich hoffe sehr, dass ein Wegtransport vermieden werden kann. Aber so wie es schneit und regnet... *bauchweh hab*

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.



  • ... kurz gesagt: Such Dir jemanden der Dir beim Rein- raustragen hilft. Ja, ich bin mir bewußt, es klingt blöde, aber das ist die beste Lösung. Den Bienen sollte es auf der FAhrt auf jeden Fall warm sein im Auto. Stehen lassen um Auto? Ja geht. Wäre eine Lösung. Oder die Kästen einen Tag in einem Raum bei 10-15 Grad abstellen. Dort stehen sie still und nicht zu kalt. Anderntags dann die Beuten an ihren neuen Standplatz stellen.

  • Wenn sie durch Hochwasser nicht direkt gefährdet sind, würde ich sie stehen lassen.
    Ist doch noch Zeit zum Behandeln.
    Lt. Uni Hohenheim bis max. Mitte Januar.


    Oder leih Dir von einem Angelverein eine Wathose.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Jule,
    lass die Bienen so lange im Auto stehen und den Motor laufen (das beruhigt die Damen).
    Ist zwar nicht umweltfreundlich, aber bei entsprechender Planung kann man so die Wartezeit bis ein Helfer dazukommt überbrücken.
    Mach ich bei Wanderungen auch so.
    Aber wenn schon ein gemeinsamer Standplatz, warum dann nicht so: Wir verladen und transportieren die Bienen gemeinsam also helfen wir uns auch beim Abladen?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ...Aber wenn schon ein gemeinsamer Standplatz, warum dann nicht so: Wir verladen und transportieren die Bienen gemeinsam also helfen wir uns auch beim Abladen?...


    Ich bin die AzuBiene, und wenn ich eigene Ideen habe, muss ich die auch alleine ausbaden :wink:


    Ich hoffe ja noch, dass der Pegel morgen früh gesunken ist!


    Den Gedanken hatte ich auch schon, die Bienen einfach stehen zu lassen. Sie stehen auf ca. 40cm hohen Böcken. Das wäre 50jähriges Hochwasser, wenn es die wegschwemmen würde. Aber man weiß es halt nie...


    gruß und Dank!
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • ... Sie stehen auf ca. 40cm hohen Böcken. Das wäre 50jähriges Hochwasser, wenn es die wegschwemmen würde.


    Hi Jule,


    und wie wäre es mit: Bienen kurz runterstellen, Böcke erhöhen und Bienen wieder drauf?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Jule,


    wenn es das 50 jährigeHochwasser wäre, was sie wegschwemmen würde, dann lass sie stehen.
    Denn dann hast Du Dich wohl umsonst zu viel gesorgt.
    Schreibst Du ja praktisch selbst.


    Oder gibt es Meldungen, dass das bevorsteht?:wink:


    Auch hier gilt wohl die Empfehlung, sich auf die finger zu setzen.



    Viele Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Jule,


    50-jähriges Hochwasser hin, erfahrener Bienenpate her,
    mir stellt sich die allgemeine Frage, ob eine feuchte, im Winter oft auch neblige Flussaue das optimale
    überwinterungsquartier für Bienen darstellt.
    Wäre vielleicht überlegenswert, sich im nächsten Jahr einen anderenPlatz zu suchen.
    Okay, ich kenne die Lokalität nicht, aber irgendwie klingt das deiner Schilderung nach eher sub-optimal.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Das Einzige, was wir mal in der Rheinaue stehen gelassen haben, war ein Knicklenkerfahrzeug der Firma Holder. Der Holder hat ein Hochwasser unbeschadet überstanden (Wasser rauslassen, Brennstoff nachfüllen - geht).


    Ich würde dort keine Bienen über Winter hinstellen. Mit Hochwasser ist nicht zu spaßen.


    Bernhard

  • So jetzt kann das Hochwasser von mir aus kommen!


    Und wir wissen jetzt, dass die Wiese bei einem Pegelstand von 5,50m nicht mehr befahrbar ist. Gestern wäre es noch gegangen, heute war geflutet und wir mussten die Kisten über den Deich schleppen.


    Ich habe mich meinem Paten angepasst, und habe meine 2 Kisten zu seinen auf sein Baugrundstück gestellt. Alles andere wäre zu viel Aufwand gewesen. Abgesehen davon dass wir es hätten einfacher haben können, wenn wir die Bienen im Herbst weggefahren hätten, hat es gut geklappt.


    Die letzten Jahre war das Wasser nie so früh im Jahr so schnell so hoch, darum hat der Imker beschlossen die Bienen wegzubringen.
    Der Platz ist ansich gut, weil Naturwiesen, Obst usw. Nach Norden durch kleines Waldstück beschützt. Wenn man in den Rheinauen wg Nebel keine Bienen stellen sollte, dann wüsste ich nicht wo hier welche stehen dürften, denn etwaiger Nebel liegt dann in der gesamten Rheinebene.


    Drückt uns die Daumen, dass die Bienen das Geschüttel gut überstanden haben.


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.