Rähmchenmaß für Anfänger

  • Noch eine Frage zu Dadant:
    Benötigt man bei einer Dadant-Beute ein Absperrgitter bzw. ist es ratsam oder überflüssig?
    Mir wurde mal gesagt, Absperrgitter wären bei Dadantbeuten überflüssig, da die Königin bei dem großen Dadant-Brutraum normalerweise nicht in den Honigraum hochgeht.


    Kann man diese Aussage so stehen lassen?

  • Hallo CyberDrohn,


    als Anfänger im 4 Jahr habe ich mit Dadant bisher keine Probleme gehabt. War vor vier Jahren der erste und einzige im Verein. Mittlerweile werden Dadantbeuten heimlich beschaft und eingesetzt. Einer beginnt jetzt seine Zander und DN auszutauchen.


    Hat halt was für sich wenn Altimker sich das Zeug des Jungen ansehen und übernehmen. Kann nicht so schlecht sein.


    Mein Grund für Dadant waren die halbhohen Honugräume und damit weniger Gewicht. Wer hats heut nicht im Rücken und Junger wird man ja auch nicht.


    Das Buch hab ich auch gelesen aber erst beim wiederholten Lesen erschließt sich das ein oder andere.


    Wichtig ist auch, dass du einen Ansprechpartner hast der dir dann den ein oder anderen Tipp gibt, aber das ist unabhängig vom Standmaß.

    Gruß Thomas -- Wer Tipfehler findet, darf sie gerne behalten. :-)

  • Hallo,


    ich nutze diesen Beitrag mal wieder zur Aktualisierung:


    Ich habe mich inzwischen dazu entschlossen, das Imkern mit Dadant-Beuten (Version mit 12 Brutwaben) zu beginnen. Es sollen 2 Völker werden. Die Rasse ist mir egal, Hauptsache ich kann dieses Jahr 2 Schwärme bekommen ("Schwarmbörse" im Internet habe ich hier als eine Möglichkeit ausgemacht), soweit ich weiß, ist die Carnica in meiner Gegend recht verbreitet.


    Das bringt mich zu meiner nächsten Frage: Wo kriege ich gute Beuten her?
    Empfohlen wurden mir mal "Bienen Weber" und "Bergwinkel", schwer abgeraten dagegen von "Holtermann".
    Bei "Bienen Weber" werden inzwischen auch Dadant-Honigzargen mit 12 Waben (anstatt 10 Dickwaben) angeboten. Was ist da empfehlenswerter? Bei Dickwaben soll es ja zuweilen Probleme mit zu hohem Wassergehalt im Honig geben.


    Außerdem habe ich inzwischen das Buch von Bruder Adam "Meine Betriebsweise" gelesen, fand das doch sehr aufschlussreich und auch gut nachvollziehbar, wie er seine Völker so führt (leider hat er die Varroa-Bekämpfung nicht mehr mit einfließen lassen, oder war die Milbe erst nach seiner aktiven Zeit?).


    Mir fiel allerdings in allen Imkerbüchern auf, dass immer auch ausführlich die Königinnenzucht zur Sprache kam. Ich frage mich aber, ist es als Hobbyimker mit wenigen Völkern (z.B. 2 in meinem Fall) überhaupt nötig, sich damit zu beschäftigen - ich meine damit, darüber lesen ist gut; aber dann selbst auch eine Königinnenzucht durchführen? Ich hatte jedenfalls keine Königinnenzucht geplant, oder bin ich da auf dem Holzweg?

  • Hallo CyberDrohn


    Entscheidung für Dadant ist sicherlich gut, wenn Du bereit bist auch mit Schied zu arbeiten.
    Eingefleischte Dadant-Imker würden Dir entsprechend auch empfehlen, Buckfast-Völker (und nicht irgendwelche) zu nutzen. Es gibt von Rainer Schwarz eine gute Beschreibung zum Imkern mit Dadant und Buckfast. Varroa haben lt. Wikipedia deutsche Institute eingeschleppt (Bieneninstitutes Oberursel) und dass war nach der aktiven Zeit von Bruder Adam.
    Zu Bienen Weber kann ich nur sagen dass ich von dort bisher Rähmchen gekauft habe und die Quailtät war Top.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von josefbay ()

  • CyberDrohn ich habe die 12 Dadant von Wagner und bin damit zufrieden. Sie sind aus Weymouth Kiefer weil die ja etwas leichter als Fichte sind und wenn man den Brutraum doch mal heben will/muss ist jedes Kilo entscheidend finde ich. Bei den Honigräumen sind soweit ich mich erinnere Rechen drinne die man allerdings raus machen kann wenn man nicht mit Dickwaben arbeiten will. Ich werde es erstmal mit Dickwaben probieren und wenns Mist ist baue ich das um. Über die Betriebsweise mit dem Dadant findest du unter dadant.org eine schöne Anleitung von Reiner Schwarz.
    Das mit den Schwärmen wird auch hinhauen - hat bei mir auch geklappt. Die Rasse ist mir erstmal egal.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Die Broschüre von Reiner Schwarz habe ich sogar schon, habe auch gerade heute mit deren Lektüre begonnen.


    @ honig:
    Wagner wird auch in der obigen Broschüre positiv erwähnt, der hat aktuell sogar ein Sonderangebot für Dadant-Beuten mit fast allem Zubehör inklusive.
    Ja, mir ist die Rasse erst mal wurst, nehme, was ich kriegen kann, egal ob Buckfast, Carinca, Dunkle Biene oder was auch immer mir noch so angeboten wird.


    Aber nochmals zurück zu meiner Frage mit der Zucht:
    Ich nehme mal an, als Kleinimker kann ich getrost darauf verzichten, oder?
    [Im Buch von Bruder Adam laß sich das auch so, als lohnt sich das nur für Leute, die Imkerei in größerem Stil - über den Freizeitbereich hinaus - betreiben.]


    Gleichzeitig damit stellt sich mir die Frage nach dem "manuellen" Umweiseln, also dem Austausch einer Königin durch den Imker (auch in div. Imkerbüchern vorgeschlagen), ist das notwendig? Reicht es für mich als Freizeitimker nicht auch aus, die Bienen das mit ihrer Königin selbst regeln zu lassen (nur stille Umweiselung)?
    [Und ggf. überhaupt nur eine Königin zusetze, falls sie verloren geht und keine Nachschaffung durch das Volk selbst möglich ist]

  • Guten Tag,Cyberdrohn!


    Zu deiner Frage bzgl. Zucht:
    Wenn du tatsächlich nur 2 Völker auf die Dauer haben willst ( so hatte ich es einst :wink: auch vor...), dann macht eigene gezielte "Zucht" bzw. eher Vermehrung wenig Sinn meines Erachtens.
    Der Aufwand um wirklich gute Königinnen zu erhalten, ist nämlich nicht zu unterschätzen und mit wirklich nur 2 Völkern gezielt zu vermehren ist vermutlich fast unmöglich.


    Unabhängig davon kriegst du wirklich gute Königinnen schon um die 25€ und von denen hast du bei gutem und umsichtigem Umgang locker 2-3 Jahre was. Vielleicht auch länger.


    Ständiges Vermehren von den eigenen Bienen ist auch gut, allerdings würde ich es nur empfehlen, wenn du wirklich zufrieden mit den Eigenschaften deiner Bienen bist.
    Idealerweise würdest du X Königinnen aufziehen, prüfen und dann von den dir am meisten zusagenden nachziehen. Das ist bei 2 Völkern definitiv nicht möglich.


    Bist du allerdings zufrieden mit den Eigenschaften deiner Völker, vermehre selber!
    Kontrolliere, welche Königin dir in den Eigenschaften ihrer Töchter besser gefällt und ziehe von ihr nach. Dann geht`s auch so.


    Regnerische Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • @ Patrick:
    Klingt so, als ob es bei dir jetzt einige Völker mehr wären. ;)
    Bei mir wirds allerdings erst mal in diesem Rahmen bleiben, dort wo ich meine evtl. zukünftigen Völker unterstellen kann (Kleingartenverein), habe ich nur 2-3 Völker angekündigt ... denke, da würde ich Ärger kriegen, würde ich irgendwann mit 10 oder 20 antanzen. :lol:
    Außerdem traue ich mir auch im Moment nicht mehr als die Betreuung zweier Völker zu.


    Aber gut zu hören, dass ich auf eigene Zucht verzichten kann, erleichtert mir das Leben - gerade als Anfänger - doch sehr.

  • N`Abend, CD!


    Es sind zwangsläufig unwesentlich mehr, einfach auch aus Platz- und vor allem Zeitgründen. Schaffen würde ich mehr, aber es würde mir dann in den Stoßzeiten zu stressig und da das Ganze "nur" Hobby ist, halte ich es so lange wie möglich :wink: in diesem überschaubaren Rahmen.
    Fang` ruhig mit 2,3 Völkern an und wenn du vom Bienenfieber gepackt bist, werden das ganz von selber mehr Völker.
    Bis dahin hast du auch ganz entspannt ein paar neue Standplätze gefunden.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • @ Patrick:
    Mir gehts da ähnlich wie dir. Möchte das Imkern auch nur als Hobby betreiben, Zeitgründe spielen in meine geringe Völkerzahl natürlich auch rein, primär würde ich sogar sagen. Außerdem soll man ja klein anfangen, obs dann mal mehr werden oder nicht, das wird die Zeit zeigen. Aber in der Tat sagen mir viele Imker, dass viele von diesem Bienenfieber gepackt werden und sich beizeiten mehr Völker zulegen. Wohl so eine Art Virus. :lol:


    @ Alle:
    Nochmal so eine Anfängerfrage: Wann genau geht eigentlich die Schwarmzeit los, sprich, wann kann ich damit rechnen, einen bekommen zu können?
    Örtlich findet man mich im kühlen Norden (bei Kiel), den die Temperatur spielt da ja sicher mit rein, wann die Bienen schwärmen.