Rähmchenmaß für Anfänger

  • Doch, man kann viel falsch machen. Falsch vertane Zeit ist zu kostbar.


    Na Peter die Frage ist ob ein Fehler auch wirklich als Fehler angesehen wird. Wenn man da optimistisch ran geht ist jeder Fehler eine wertvolle Erfahrung und man kann sagen "Ich mach das nicht weil ...".
    Ich sag ganz klar, dass ich auf jeden Fall, obwohl ich Dadant mag, auch mir mal eine Segeberger mit DN hinstellen werde (natürlich nicht extra kaufen ... das muss mir schon irgendwie in die Hände fallen) und auch eine Zanderkiste nur um zu probieren wies damit geht um dann auch zu wissen warum ich was nicht will.


    Als Tipp für die Rähmchemaßsuchenden würde ich gern mal den Drohn zitieren "Egal wie aber fang einfach an" (singemäßes Zitat).
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Also ich habe, obschon ich jetzt nicht mehr angeln würde, mit einer Art Besenstiel geangelt. Es wird sich wahrscheinlich keiner mit einem Besenstiel hinstellen weil die Kollegen dann nur lachen würden.


    Als Kinder haben wir auch nur mit einer Schnur im Schulteich nach den Karpfen geangelt.
    Und ich stimme Olli zu, neben all den Anglern mit ihren kohlenstoff-verstärkten-NASA-Angelruten kommt man sich mit einem Besenstiel schon etwas unterlegen vor. Aber ich wollte gar nicht, dass sich diese Angeler-Analogie so verselbstständigt. :p


    Zitat

    Als Tipp für die Rähmchemaßsuchenden würde ich gern mal den Drohn zitieren "Egal wie aber fang einfach an" (singemäßes Zitat).

    Das Zitat konnte ich in den (mir nicht immer verständlichen) Antworten des "Drohns" nicht ausmachen, aber richtig ist dieser Ausspruch wohl. :wink:


    Sobald ich mich für ein Rähmchenmaß entschieden habe, werde ich es hier sicher kundtun - im Moment tendiere ich in Richtung Dadant, aber das kann sich ja noch ändern, ganz zu Beginn meines Imkerinteresses wollte ich auch unbedingt eine Warré-Beute haben ... aber wie man an meiner Rähmchenfrage erkennen kann, auch schon wieder abgekommen.

  • Es gibt in der Imkerei unsittliche Fragen und diese gehört dazu. Das beste Maß ist immer das, welches man gerade nicht hat. Auf der einen Seite gebt es Imker, die rufen mit Donnerhall durch Deutschland: Ein Maß in Brut BR und HR ist das Ideale. Doch stellen sie fest, dass dann 25 kg einfach zu schwer ist. Konsequenz halber Zander Honigraum optimal, doch dann stellt man fest, das Schleudern ist eine Heidenarbeit. Also kommt man zum Schluss, Halbrahmen als Dickwaben. Jetzt wird der Honig zu feucht. Also um ein Rähmchen reduzieren oder gar gleich auf 8 Zander. Gut, aber dann befürchtet man bei jedem Windstoß, dass die Beute umfällt. Wenn Dadant, dann bitte mit Halbdadant im HR, denn 3/4 Langstroth im Honigraum entspricht im Gewicht wieder Zander. DN nehme nicht, da weiß jeder, dass du von vorgestern bist. Das Rähmchenholz ist viel zu dünn. Passe auf, dass du kein Erlanger Zander nimmst, denn da sind auf Druck der Beutenhersteller die Ohren zu kurz.


    Vollkommen unverständlich ist der Drohn, denn in seinen Kreisen werden noch viel abenteuerliche Beuten für Anfänger empfohlen:lol:. Dadant ist für einen Anfänger nicht schlecht, er muss kein Brutnest auseinanderreißen. Ist doch auch widernatürlich, oder. Jetzt ist der Mann aber aus dem Norden und da sind die Deutschen-Normal-Imker. Alle würden fassungslos um seine Beute stehen und feststellen, dass da man die Bienen die Kiste gar nicht füllen können. Jetzt ist guter Rat teuer, etwas billiger geht es aber, wenn du mit DN in Styropor anfängst und wenn du dann keine fremde Hilfe mehr benötigst, machst was du willst. Die Styrovölker kannst du dann leicht wieder verkaufen, weil die dort angeblich alle haben.


    Mir gruselt vor meinem Rat, doch er ist für dich der beste. Leute, welche im Süden wohnen hören nicht auf diesen Rat.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Das Zitat konnte ich in den (mir nicht immer verständlichen) Antworten des "Drohns" nicht ausmachen, aber richtig ist dieser Ausspruch wohl. :wink:


    Das war einer der Tage an denen der Drohn allgemein verständlich seine Gedanken zum Ausdruck brachte. :) (nichts für ungut Drohn)

    Zitat


    Sobald ich mich für ein Rähmchenmaß entschieden habe, werde ich es hier sicher kundtun - im Moment tendiere ich in Richtung Dadant, aber das kann sich ja noch ändern, ganz zu Beginn meines Imkerinteresses wollte ich auch unbedingt eine Warré-Beute haben ... aber wie man an meiner Rähmchenfrage erkennen kann, auch schon wieder abgekommen.


    Ja klingt gut.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Das beste Maß ist immer das, welches man gerade nicht hat.


    Deine Zusammenfassung hat glaub ich den Nagel auf den Kopf getroffen (und war auch sehr amüsant zu lesen), v.a. der oben zitierte Satz!


    Jetzt ist der Mann aber aus dem Norden und da sind die Deutschen-Normal-Imker.


    So pauschal kann man das nicht sagen, einige der Imker, die ich bisher kennenlernte, haben mit Dadant, Langstroth oder einer Oberträgerbeute (Top Bar Hive?) geimkert. Aber auch der ein oder andere DNM-ler war darunter. :wink:


    Und ich bin nur zugezogener Norddeutscher, stamme ursprünglich aus Süddeutschland ... von daher kann ich es mir sicher erlauben, die "Einheimischen" etwas zu verstören. :p


    Apropos Dadant:
    Mir wurde hierzu das Buch "Bruder Adam - Meine Betriebsweise" empfohlen. Ist das gut, kann die Forumsgemeinde hier dieser Empfehlung zustimmen?

  • Eindeutig ja.


    Ich habe es mir vor einem Vierteljahr auch gekauft und in der Zwischenzeit mehrfach gelesen.
    Am Anfang war ich fast enttäuscht, wie "wenig" (konkretes) drinsteht,
    denn ein Buch mit einfachen Kochrezepten ist "Meine Betriebsweise" nicht.
    Bruder Adam beschreibt aber sehr lesenswert die Entwicklung der Imkerei in Buckfast,
    seit er dort als 12-jähriger Helfer angefangen hat.


    Ein Buch, das viel zum Nachdenken anregt.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Warre schreibt dass Dadant gar nicht mit seinem "Maß" geimkert hat. Als Mittelwandhersteller hat er vielleicht eine Marktanalyse durchgeführt wie weit er mir der Größe gehen kann. Mehr geht wahrscheinlich auch biologisch nicht.

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • Als angehender Jungimker älteren Semesters habe ich mich für die 12er Dadant-Beute entschieden. Ausschlaggebend dafür war u.a. die Tatsache, dass die Fa. Wagner Imkereitechnik geteilte Honigzargen (also jeweils 5 Rähmchen) liefert. Damit ist das Problem des Schleppens auch gelöst. Mein Stand wird in einem Mischwald auf einer (versteckten) Lichtung aufgestellt, die ich bis auf die letzten 25 Meter nicht anfahren kann (bzw. nur mit einem Handkarren). Dazu kommt, dass ich für die Betriebsweise "Dadant" auch wirklich kompetente Unterstützung durch eine gewerbsmäßige Imkerei in direkter Nähe habe. Auf eine weitere Diskussion für ein Für und Wider / für und gegen Dadant oder sonstigen Beuten bzw. Rähmchenmaßen möchte ich mich als unerfahrener Jungimker nicht einlassen, bzw. steht mir nicht zu. Ich kann nur sagen: Dadant ist für mich persönlich die richtige Lösung.


    Beste Grüße in die Runde
    Tasso!

  • Vorweg, Imker wissen im voraus schon alles besser und schrecken deshalb vor kritischen Aussagen nicht zurück.:daumen::lol:


    Trotzdem möchte ich zu bedenken geben, dass durch Feuchtigkeitseinwirkung diese Zargen sich verziehen werden und der kleinste Spalt sofort mit Propolis verschmiert wird. ich würde mir dann eher kleinere Wabentransportkisten bauen um das Problem zu lösen.


    Ob eine Waldlichtung im Buchewald als Bienenstandort ideal ist, würde ich ernsthaft bezweifeln.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Lieber Remstalimker ,


    Ob sich die Zargen verziehen? ... Warten's wir ab. Das kann ich mir aber bei dem renomierten Hersteller nicht vorstellen. Außerdem werden die geteilten Honigzargen auch von der staatl. Oberbayer. Imkereischule in Landsberg empfohlen.
    Der gewählte Standplatz ist schon ideal, mit großer Lichtung in Richtung Südwest, windgeschützt, ca. 50 m über einem weitläufigen Biotop liegend, das nur einmal im Jahr gemäht wird.


    Ich probiere es auf alle Fälle. Wenn's nicht klappt kann ich ja umziehen; der private Forst von dem ich die Aufstellgenehmigung habe, ist groß - und man will Bienen im Forst.


    mfg.
    Tasso

  • Noch eine Frage zu Dadant:
    Benötigt man bei einer Dadant-Beute ein Absperrgitter bzw. ist es ratsam oder überflüssig?
    Mir wurde mal gesagt, Absperrgitter wären bei Dadantbeuten überflüssig, da die Königin bei dem großen Dadant-Brutraum normalerweise nicht in den Honigraum hochgeht.


    Kann man diese Aussage so stehen lassen?