Rähmchenmaß für Anfänger

  • Hallo,


    ob das Thema jetzt hierhin gehört oder doch besser ins Betriebsweisenforum, weiß ich nicht, sollte ich mich vertan haben, so bitte ich das zu entschuldigen.


    Da es allerdings eine Anfängerfrage ist, stelle ich es hier rein.


    Ich möchte im nächsten Jahr mit imkern anfangen, und jetzt stellt sich mir natürlich die Frage nach der Betriebsweise bzw. präziser nach dem Rähmchenmaß.


    Mehrfach wurde mir hierzu das Dadant-Maß empfohlen, u.a. wegen des großen Rähmchenmaßes und des einzargigen Brutraums, von DNM wurde mir u.a. abgeraten, da "zu klein" und zweigeteilter Brutraum.


    Wie sind hier die Meinungen dazu? Kann man Dadant mir als Anfänger bedenkenlos empfehlen (da ich ja keinerlei Imkerausstattung habe, bin ich absolut frei in der Wahl meiner Betriebsmittel).

  • N`Abend, Cyberdrohn!


    Den üblichen Verweis auf die Suchfunktion hier im Forum erspare ich mir mal.


    Du siehst er völlig richtig, du bist völlig frei dich in jederlei Hinsicht zu entscheiden.
    Und das solltest du auch tun.


    Weil: Auch hier wird der 1. schreiben nimm DNM, der 2. sagt, Dadant ist bombig, der 3. meint du solltest unbedingt das bei euch gängige Wabenmaß benutzen und der 4. schreibt du solltest ersteinmal ein Jahr bei einem Imker in deiner Nähe zusehen und dich dann entscheiden.


    Weiterbringen wird dich keine der Aussagen.


    Lies, schaue und filtere dann die Informationen und finde für dich zu einem Rähmchen / Beute / Betriebsweise, die dir gefallen könnte. Falls sich diese Wahl als nicht optimal herausstellen sollte: That`s life.
    Lass` dir also ruhig reichlich Zeit, lies, schaue und entscheide dann für dich bspw. anhand einer von dir erstellten Liste der aus deiner Sicht Vor- und Nachteile der jew. Rähmchen / Beuten / Betribsweisen.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • nö!


    Warum nicht?

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Weil


    man Imkern, ohne etwas zu bedenken, nicht empfehlen kann.


    Also, bedenkenlos imkern........nö.


    Gruß,


    doc

  • Hallo Leidensgenosse! (Ich bin auch Anfänger)



    Mehrfach wurde mir hierzu das Dadant-Maß empfohlen, u.a. wegen des großen Rähmchenmaßes und des einzargigen Brutraums, von DNM wurde mir u.a. abgeraten, da "zu klein" und zweigeteilter Brutraum.


    Die einen finden den zweigeteilten Brutraum als Vorteil, die anderen sagen es ist ein Nachteil. Ich glaube das musst Du für Dich selber entscheiden.


    Mein Rat (von Anfänger zu Anfänger): Da Du als Anfänger ja wahrscheinlich nicht mit unzähligen Völkern anfangen wirst und hoffentlich einen Imkerpaten hast, besorge Dir eine kompatible Beute, von der Du möglichst viele Komponenten später wiederverwenden kannst, und fange mit dem Wabenmaß Deines Imkerpaten an. So kommst Du einfach zu Bienen, kannst aber in 1 Jahr oder so wenn Du ein wenig Erfahrung hast mit wenig Extrakosten auf das Wabenmaß Deiner Wahl umsteigen.


    Bei den Magazinimkern kann man da was zu finden.


    Ich z.B. habe mir jetzt erst einmal eine "DNM Beute nach Liebig" gekauft, weil mein Imkerpate DNM hat und ich von ihm Bienen bekomme. Dort passen sowohl DNM als auch Zander-Waben rein, und es gibt auch Zargen mit gleichen Aussenmaßen für Dadant und auch Langstroth.
    So kann ich später umsteigen und noch Material (wenigstens Boden, Deckel, Absperrgitter & Flucht) wiederverwerten.


    Viel Erfolg bei Deiner Entscheidung!

  • Nur ganz kurz:


    ich bin von der 1,5 DNM Segeberger überzeugt und wenn du auch ein Volk auf 2 Bruträume DNM nimmst, wirst du schnell die Vor-und Nachteile herausbekommen. Außerdem kannst du die Zargen dann auch als Honigraum nutzen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Dem schließe ich mich an. Wie gut ist dein Rücken? Wenn er stark ist, dann ist ein einheitliches Rähmchenmaß für Honigraum und Brutraum zu empfehlen, da dann einige Imkertricks leichter machbar sind. Das Gewicht einer vollen Honigraumzarge DNM mit 11 Waben ist beträchtlich: Ca. 25kg + Leerzargengewicht (bei Zander noch schwerer). Wenn du nicht so schwer heben möchtest, kommen für den Honigraum Rähmchen im Halbmaß infrage.
    Gruß Ralph

  • Also, bedenkenlos imkern........nö.


    Denke mal, es war klar, dass meine Aussage sich nicht auf bedenkenlos imkern an sich bezog, sondern nur darauf, obs an der Dadant-Empfehlung einen Pferdefuß gibt. :lol:


    Das mit den Betriebsweisen des Imkers scheint wie mit den Ruten der Angler zu sein, da gibts ja für jede Anwendung eine eigene Angel (Hochsee-, Brandungs-, Fluss-, etc-Angel) und ein alter Angler meinte zur mir dann ganz trocken: "Dem Fisch ist es egal, auf welche Angel er beißt ... da tuts auch ein Besenstiel mit einer Schnur dran."
    Irgendwie muss ich an diese Aussage immer denken, wenn es um die Rähmchenmaße in der Imkerei geht. :p


    Sinngemäß auf die Imkerei bezogen würde das wohl bedeuten, dass es auch ein umgestülpter großer Blumentopf als Beute/Bienenstock tut. :wink:


    Aber genug der Analogien, zurück zum Thema.
    Das Maß scheint es wohl nicht zu geben, irgendwie aber auch beruhigend, so kann man mit der Rähmchenmaßwahl in dem Sinne auch nichts falsch machen.


    Die Empfehlung, das Maß zu nehmen, mit dem die Imker in der näheren Umgebung imkern, wurde mir auch schon gegeben. Scheint auf der einen Seite auch Sinn zu machen (Ausstausch Material, Ableger, o.ä.), anderseits aber auch nicht, denn als reiner Freizeitimker mit angestrebten zwei Völkern will ich ja nicht groß in den "Bienenhandel" einsteigen, zumal ich vorhatte, mir meine beiden Völker aus Schwärmen zu bilden, welche mir freundliche Imker aus der Gegend hoffentlich abgeben respektive verkaufen. Von daher sehe ich nicht so die Notwendigkeit, mit dem Gros der Umgebungsimker rähmchenmäßig kompatibel zu gehen.
    Aber denke, wenn man eine größere Imkerei aufziehen will, könnte das durchaus von Vorteil sein, wenn man mit anderen Imkern problemlos Rähmchen tauschen kann (Ableger, etc.).

  • Dem schließe ich mich an. Wie gut ist dein Rücken? Wenn er stark ist, dann ist ein einheitliches Rähmchenmaß für Honigraum und Brutraum zu empfehlen, da dann einige Imkertricks leichter machbar sind. Das Gewicht einer vollen Honigraumzarge DNM mit 11 Waben ist beträchtlich: Ca. 25kg + Leerzargengewicht (bei Zander noch schwerer). Wenn du nicht so schwer heben möchtest, kommen für den Honigraum Rähmchen im Halbmaß infrage.
    Gruß Ralph


    Ist ein guter Einwand, darüber habe ich so richtig noch gar nicht nachgedacht, dass da doch einiges an Gewicht "ansammelt". Bin zwar kein Schwächling, aber auch kein Schweißer mit einem breiten Kreuz, sondern lediglich ein Schreibtischtäter in der Verwaltung. :wink:
    Von daher wären sicherlich halbhohe Rähmchen die bessere Wahl, würde die Handhabung dann doch erleichtern.

  • Doch, man kann viel falsch machen. Falsch vertane Zeit ist zu kostbar. Als imker lernt man zwar immer und immer wieder, aber die Rahmschenfrage bzw das System müsste eigendlich leicht zu lösen sein. Dadant mit den Abstufungen 1/2 bzw 2/3 Langstroht bleiben Vavorit. Normalma? kommt nicht mehr in die Tüte.
    Gruß Peter



  • Also ich habe, obschon ich jetzt nicht mehr angeln würde, mit einer Art Besenstiel geangelt. Es wird sich wahrscheinlich keiner mit einem Besenstiel hinstellen weil die Kollegen dann nur lachen würden.
    Naja last die armen Fische die Flüsse bewohnen ...
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"