Nochmal Puderzucker

  • Moin, moin,
    da ich aus Xylit (Holzzucker) zahn- und insulinunschädliche Bonbons gieße, und dabei sehr auffallend ist, daß dieser Zucker fast gar nicht hygroskopisch ist, kam mir die Idee, daß man es ja mal damit als Varroa-Löser probieren könnte.:u_idea_bulb02:


    Die Bienen interessieren sich für Holzzucker überhaupt nicht, ich vermute fast, daß der für sie einfach nicht süß schmeckt wie für uns - er ist nahezu unverdaulich für Menschen und löst höchstens ab 50g/Tag Durchfall und Blähungen aus, ähnlich wie das Inulin aus den Topinambur.


    Im Einzelhandel kostet das Kilo 8€, "in bulk" ab 25kg nur noch 4, was an den Puderzuckerpreis rankommt.


    Hat das schon mal jemand ausprobiert, die Milben damit abzukriegen?
    Entscheidend ist ja nur die Teilchengröße, die Milbenfüße nicht mehr haften läßt, und Nicht-Saugfähigkeit von Wasser, plus Teilchengröße > als Tracheengängigkeit.....


    Ideen dazu?:p_flower01:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hi
    Ich habe in einem älteren Bericht gelesen, wo verschiedene staubartuge Substanzen ausprobiert wurden. Da wurde Glucose als einzige mit 100 % Wirksamkeit angegeben. Von Puderzucker war nicht die Rede. Ich bin kein Zuckerspezialist, aber was war da mit Glukose gemeint? Ich dachte immer, die sei flüssig??

  • Hallo
    Versuche sollte man den Instituten überlassen!!
    Wenn jeder jedes Mittel, welches demjenigen in den Kopf kommt, an den Bienen austestet, haben wir bald keine Bienen mehr!!
    Ich finde das unverantwortlich. Das aus deinener Feder zu lesen liebe Sabine finde ich um so befremlicher, da du das doch eigentlich verurteilst.

  • Nee, Glukose ist nicht immer flüssig, das ist nix anderes als Traubenzucker.
    Und Raffinose (Haushaltszucker, oder als Zweifachzucker Saccharose) besteht aus eben diesen zusammengesetzten Einfachzuckern.
    Xylit ist ein Holzzucker (Xylose) und unverdaulich für fast alle Lebewesen, und ungiftig.

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    Bruce Springsteen

  • Billy : was ich persönlich mache, hält mich doch nicht davon ab, bessere Lösungen für andere zu suchen, die meinen Weg eben nicht gehen möchten?


    Wenn ich Vegetarier wäre, könnte ich trotzdem eine Anleitung für ein perfektes Steak in der Eisenpfanne schreiben (weil ich es schon früher gemacht habe, auch wenn ich es als Vegetarier jetzt nicht mehr essen würde....:Biene:)
    Ich werde doch nicht blind für die Probleme anderer deshalb.:roll:

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    Bruce Springsteen

  • Der Vergleich hinkt aber, den bei dem Rezept schreibst du über etwas, was du bereits gemacht hast, kennst und zudem über totes Fleisch.
    Das was du hier zur Diskusion stellst, wird aber der eine oder andere vieleicht in die Tat umsetzen und dabei lebende Bienen entweder Quälen oder töten.
    Das nenne ich unverantwortlich. Dafür gibt es Institute. Übrigens hast du genau dieses bisher auch so vertreten, wenn ich mich aus einigen Beiträgen recht erinnere.

  • :roll: Wenn die Institute mal das täten, was ihre Kernkompetenz ist...aber sie verdienen ja ihr Geld lieber mit der Ag-Industrie und den tollen Tests, die so lange hingebogen werden, bis es für die Auftraggeber paßt...:evil:
    Und sie versuchen uns immer noch einzureden, daß alles Bienensterben ausschließlich an der Varroa liegt - das ist heutzutage nur noch lächerlich.:evil:

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    Bruce Springsteen

  • Moin, :Biene:
    könnten wir jetzt zur Frage zurückkommen, ob schon jemand andere Zuckerarten als normalen Puderzucker ausprobiert hat?
    Und nein, wie schon viel früher erwähnt, Diatomeenmehl geht NICHT, weil's den Bienen die Tracheen verstopft, das ist ZU fein.

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    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    normaler Traubenzucker (Glukose) ist auch wesentlich weniger hygroskopisch als Rübenzucker (Sacharose) und klumpt nicht. Ich weiß aber nicht, ob bei dem käuflichen Traubenzucker die Partikel genügend fein sind.
    Gruß Ralph

  • egal, ob mit Glukose oder sabienes Zuckerart, WANN willst du es einsetzen? Wirksam ist es nur bei Brutfreiheit. Und die gibts nur beim Schwärmen, längerer Entweiselung und im Winter. Und eine Winterbehandlung halte ich für kontraproduktiv, da alle Waben gezogen werden müssten.

  • Hallo @ all,


    klärt mich auf, wenn ich was falsch verstanden habe:


    Die Puderzuckermethode wird doch wohl unter anderem zur Kontrolle der Varroazahl, Behandlungskontrolle etc eingesetzt, oder?


    Sprich, es sollten möglichst komplett die Varroen, die an der Bienenprobe anhaften, auch runterkommen, sonst kann man es sich sparen bzw. ist es unverlässlich.


    So, wenn ich nun einen unschädlichen Zucker wie das Xylit habe, der kein Wasser zieht und damit nicht klumpt und somit insgesamt harmloser in der Anwendung, unschädlich und ungiftig ist


    wo ist das Problem?


    Sabine schrieb doch "Milben damit abzukriegen", wo steht, dass damit zwingend eine Behandlungsmethode ersetzt werden sollte?


    Denkt ihr nicht alle schon vier Schritte weiter? Ich meine auch gelesen zu haben, dass gefragt wurde, ob das schon jemand ausprobiert hat.
    Nicht, dass es nun alle ausprobieren sollen......



    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin, moin,
    da ich aus Xylit (Holzzucker)
    Ideen dazu?:p_flower01:


     
    hallo Sabine@
    ...ich frag' mich jetzt gerade, ob ich was falsch gemacht habe mit meinem Angebot an Dich oder ob Du Dich hier profilieren willst. Da dies ein offenes Forum ist, kann sich nun jeder nach dem Lesen dieser Zeilen ein eigenes Bild machen.


    Für alle Leser@ kurz zum Hergang.
    Aufgrund einiger nicht (aus meiner Sichtweise) fachlich-sachlich richtiger Kommentaren über die Anwendung mittels Puderzucker und der möglichen Wirkungen im/am Bienenvolk, habe ich der Nicht-Dafür-Sprecher/in, in diesem Fall Sabine@, ein Angebot per PM gemacht. Mein Motiv war, das ein praktischer und kritischer Fremd-Test besser ist, als ständig virtuell an diesem Thema und der Methode rumzukritteln.


    Hier meine Mail an Sabine@:
    "Hallo Sabine,
    ... falls Interesse, übersende ich Dir gerne 500g des Produktes 'xxx'. Es wurde von mir innerhalb der letzten 4 Jahre entwickelt und getestet. Deine Vorbehalte wegen der Verklumpung gehören der Vergangenheit an. 'xxx' verklumpt nicht, selbst wenn der Behälter offen (überdacht) 6 Wochen auf dem Balkon stehen sollte. Nur direkte Wassertropfen sollte man vermeiden. Es besteht aus modifiziertem Puderzucker. Du kannst das Produkt aus dem Beutel heraus essen. Lebensmittelecht. Man könnte sogar Krapfen (Berliner) damit bestäuben. Blockbehandlung über 3 Wochen habe ich noch nie gemacht. Alle 2-3 Wochen mal kurz mit dem Puderzuckerstreuer bestäuben oder 'xxx' einblasen. ABER... es fallen im Herbst mehr als 0.5 Milben/Tag.
    Wenn Du es austesten möchtest, darfst Du allerdings bis zur Markteinführung - wahrscheinlich nächstes Jahr - nichts über das Produkt 'xxx' schreiben, noch Dich darüber äußern. Wenn kein Interesse, wäre eine kurze Antwort trotzdem hilfreich. ...."


    An dieser Stelle ein Nachtrag:
    (xxx) steht für den Produktnamen, der aus rechtlichen Gründen hier durch drei xxx ersetzt wurde.


    Sabienes Antwort lautete (damit ich nicht in Kalamitäten komme, hier nur sinngemäß, also keine wörtliche Wiederholung)
    '....habe keine Interesse... ....so etwas möchte ich nicht in meine Völker tun.'


    Das war sinngemäß Deine Antwort.. Diese ist kurz und klar. Du hast kein Interesse. Was aber mir gewaltig aufstößt ist, dass Du 2-3 Tage später hier ein neues Thema einstellst ("Nochmal Puderzucker") um dies Sache von der Xylit-Seite abzutasten und um die Leser auszufragen. Wie Dein seltsames Verhalten zu verstehen ist, kann ich an dieser Stelle nicht sachlich kommentieren. Doch vom Gefühl her, ist für mich das eine ziemlich linke Sache, die Du hier veranstaltest. Du bist die einzige die von dem Produkt 'xxx' etwas weiß (jetzt wissen es wohl mehr Leute)… und möchtest jetzt wohl hinten durchs Knie auf diesen Zug aufspringen. Sind das geschäftliche Interessen oder kommt hier Dein Ego so durch?


    Neben Zeit, hat es auch etliches an Geld gekostet. Vier Jahre Arbeit kann ich hier nicht so einfach breittreten. Damit ist Deine Frage honig@ (an einer anderen Stelle) nun wohl auch beantwortet.


    Das Thema Puderzucker-Behandlung ist leider mit sehr vielen Vorurteilen behaftet. Meine Aufgabe sehe ich nicht darin, diese zu beheben. Es ist für mich immer wieder sehr, sehr verwunderlich, dass lieber die offiziell zugelassen Säuren eingesetzt werden, als eine Behandlungsmethode weiterzuentwickeln, welche mit einen Nahrungsmittel vorgenommen werden kann. Nämlich Zucker in gemahlener Form. Damit möchte ich mich von meiner Seite aus diesem Thema hier ausklinken.



    Nachtrag:
    Alle interessierte Imker die mich angeschrieben haben bitte ich um Verständnis, dass ich bis zur offiziellen Vorstellung von 'xxx', mich diesbezüglich nicht mehr äußern werde. Für alle die sich trotzdem zu diesem Thema informieren wollen, verweise ich auf diese Seiten
    http://www.scientificbeekeeping.com/index.php?option=com_content&task=view&id=69
    Mit einem Übersetzungs-Progrämmchen bei google oder anderweitig, kann sich jeder das in ein einigermaßen lesbarem englisch übersetzten lassen. UND zur Kritik, die diese Methode bereits hervorgerufen hat: Es ist richtig, dass die in den USA entwickelte Behandlung, nicht 1:1 auf europäische Verhältnisse übertragen werden kann.

  • Moin, Jonas,
    du schriebst von "modifiziertem Zucker", und sowas will ich ganz bestimmt nicht in meinen Kisten haben.


    Da ich aber schon seit mehreren Jahren mit Xylit arbeite (eben jene Bonbons), war dein Angebot quasi der Auslöser, hier danach zu fragen.
    Das hat nix mit Profilierung zu tun, sondern mit Querdenken.


    Und ich behandle meine Bienen nach wie vor nicht, auch nicht mit Xylit, aber ebenso wie Puderzucker kann sowas eine bienenschonende Auswaschmethode sein, wie auch schon beetic schrieb.
    Ob Xylit zur Behandlung taugt, kann ich nicht sagen, mangels Test, deshalb ja meine Frage, ob es schon jemand ausprobiert hat, oder auch mit noch anderen Zuckerarten.


    Du unterstellst mir gerade, ich hätte deine Idee geklaut - du hast von "modifiziertem Zucker" geschrieben, und NICHT von Holzzucker aka Xylit.


    Mir als bekennendem Nicht-Behandler anzubieten, dein Zeugs zu testen, fand ich eh schon eine Hinterlistigkeit - das nächste posting wäre dann vermutlich gewesen "hey, sie lügt, und behandelt doch!":evil:


    Mit solchen Angeboten bleibe man mir bitte fern.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
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