• Hallo Leute,
    vor Weihnachten immer das gleiche Problem: "Wie tau ich meine Honigeimer auf??"
    Der Ossi hat noch ne alte WM66 im Keller oder wird zum Hobbybastler.
    Ich hatte für mein Auto einen HotFrog Zuheizer bestellt (ebay) der bis 55Grad Wasser mit 220V vorwärmt. Der hat ne Kühlwasserpumpe drinn. Problem: Durch meine Gasanlage läuft das Wasser etwas zu schwehr und die schaltete zu schnell ab. Also den größeren (bis 80Grad) gekauft und eingebaut, jetzt geht es.
    Nur war der 55Grad HotFrog noch da und lag rum. ALSO eine Wanne, Wasser, einen Gartenschlauch und den Heizer zusammengebaut. Wassertemeratur 40-50Grad nach 4 Stunden wurde es rührbar. Der Heizer macht keinen Dauerlauf, der Temperatursensor im Heizer schaltet zwischendurch ab.
    Grüße
    Knäcke

  • Ich nehme an, du willst den Honig im Eimer verflüssigen.
    Da sind 40-50 Grad zu viel.
    Ich taue in einem Einkochautomat bei ca. 35 Grad. funzt prima!
    Ich habe auch einen Dana api therma mit verschiedenen Spitzsieben usw. , benutze aber nur die Siebe beim Schleudern.


    Gruß


    Andreas

  • Es geht auch mit ausrangiertem Kühlschrank.
    Kleine Heizung installieren , und gut.


    hannes


     
    Jo, das mache ich seit........ ach weiß ich nicht mehr so. Heißung braucht's nicht, 60 W Birne reicht.
    Grüße

    Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück

  • Hallo Imkerkollegen.


    Ich schließ mich hier mal an. Ich hab mir aus einem alten Schrank und einer elektrischen Fußbodenheizung einen Wärmeschrank gebaut. In dem halte ich per Thermostat die Temperatur bei 35°C bis 40°C. Nach 24h ist mein 40kg Rapshonig (Hobbock verschlossen wegen Geruchsaufnahme) schon recht cremig, aber noch nicht wirklich flüssig.


    Jetzt ist meine Frage, ob der Rapshonig überhaupt wieder so flüssig wird, wie kurz vor der Abfüllung nach der Ernte oder ob ich mit der Cremigkeit versuchen muss ihn abzufüllen.


    Schon mal Danke für eure Antworten.


    CU big_a

  • Hallo big_a,


    wenn er cremig ist, durchrühren und nochmal wärmen und wieder durchrühren und evtl. nochmal.
    Kannst ihn erst abfüllen, wenn er fließfähig ist.


    Darf aber auf keinen Fall dünnflüssig werden!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin,
    das ist jetzt keine aktuelle Hilfe, aber dein IV sollte mal über die gemeinschaftliche Anschaffung einer Nassenheider Fill-up nachdenken, wenn ihr groß genug für sowas seid.
    Es lohnt sich wirklich, alternativ bleibt nur das Rührwerk vom NdsChristian & seinem Vater (oder ein Melitherm), alles andere sind nur arbeitsintensive Provisorien, aber keine echten Lösungen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Radix und Sabi(e)ne.


    Vielen Dank für die schnellen Antworten. Hab den Honig eben abgefüllt. Hab ihn heute früh einmal kurz versucht durchzurühren und siehe da es klappte schon ganz gut. Hab ihn dann noch bis Nachmittag im Wärmeschrank gelassen (muss nebenbei auch noch arbeiten) und dann heut abend nochmal durchgerührt. War dann schön fließfähig.


    Ich wusste nur nicht, ob er wieder so "flüssig" wird wie nach der Ernte oder ob er doch eher "zähflüssig" bleibt. Jetzt weiß ich, dass er nicht die Ursprungskonsistenz annimmt sondern eher etwas zäher bleibt und trotzdem gut abzufüllen ist.


    sabi(e)ne
    Unser IV ist nicht groß genug und soweit ich das einschätzen kann wird die von dir angesprochene Anschaffung auf keine Zustimmung stoßen. Man tauscht sich zwar untereinander aus aber im großen und ganzen kocht jeder sein eigenes Süppchen.


    Nochmals danke für eure schnellen Antworten.


    CU big_a

  • Hallo big_a, noch was:


    Beim Rühren immer darauf achten, daß der Rührer mit einem Teil des Rührstiels im Honig ist.
    Sonst rührt man Luft ein, die nach und nach im Glas wieder aufsteigt.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • fürs "Auftauen" habe ich mir selber was gebaut. Ich imkere in der Frankenbeute (aus Styropor) und habe immer auch freie Magazine; gerade nach der Ernte oder im Herbst. Der Aufbau von unten nach oben.


    - PU-Platte von 2 cm für die Isolierung nach unten zum Fußboden
    - Holzplatte für die Gewichtsübertragung (damit PU-Platte geschont wird)
    - Holztisch mit einer Höhe von ca. 20 cm, wo die Elektrogeräte untergeschaubt werden (Tisch kann auch später zum Abfüllen verwandt werden.) Für die Zirkulation ist der Tisch umlaufend 2 cm kleiner als der Innenraum der Beute.
    - untergeschraubte Elektrogeräte: Thermostat bis 40° C (bis auf 1° C einstellbar), kleiner Ventilator, 40 W Glühbirne
    - 3 Styropormagazine
    - 1 Styropordeckel


    Funktionsweise:
    Das Thermostat ist vor dem Ventilator angebracht. Hinter dem Ventilator hängt die Glühbirne. Bei Erreichen der eingestellten Temperatur geht die Glühbirne aus. Der Ventilator läuft durch. Sobald die Temperatur um 1° fällt, geht die Birne wieder an.


    Ich habe es mit einem Digitalthermometer über mehrere Tage getestet. Die 38° wurden unter dem Deckel nicht überschritten. Anschließend habe ich einen Hobbock mit Rapshonig aufgetaut. Klappe super und konnte nach einem Tag abgefüllt werden.


    Meine Kosten:
    Styroporbeuten sind vorhanden, Ventilator war auch vorhanden, Thermostat 15 €, Glühbirne+Holz+PU-Platte sind für ca. 10 € zuhaben (sofern keine Rest da sind). Mit etwas Geschick ohne weiteres nachzubauen. Viel Spaß!

  • Laut meiner "aktuellen Lektüre" "Die Hauptstücke aus der Betreibsweise der Lüneburger Bienenzucht" von G. H. Lehzen erwärmten Heideimker 1922 den Honig "bis er [der Imker] nicht mehr die Hand darin lassen kann". Ich meine dies wäre wesentlich zu heiß. Wie heiß ist das im Honig?


    Freundliche Grüße
    Friedrich