Eure Erfahrungen mit Futterzargen für Segeberger

  • Guten Abend zusammen!


    Ich imkere ja mit den Segebergern, mittlerweile im BR 1,5 DNM-Rähmchen und bin bis auf eine Kleinigkeit sehr zufrieden mit "meinem" System.


    Bei der Auffütterung in einer Leerzarge mit hineingestelltem Eimer inkl. Schwimmhilfe kommt es immer wieder zu sehr massiven Verbauungen rund um die Eimer / Schüsseln.
    Diese sind dann voller Futter und Bienen und müssen unter immensem Arbeitsaufwand, Sauerei sowie Verlust verklebter Bienen entfernt werden.
    Auch aufgrund bienenfreier Fütterungsmöglichkeit wollte ich mir ggfs. Segeberger Futterzargen zulegen und mich an dieser Stelle trotz bereits abgeschlossener Suche hier im Forum nach euren Erfahrungen und den Tricks und Tücken dieser Zargen erkundigen.
    Insbesondere interessiert es mich natürlich, wie es mit Verbauungen unter der Zarge, sprich in dem Raum unter dem Futtertrog und im Aufstieg, aussieht.
    Legt ihr bei der Verwendung dieser Zargen IMMEr Folie unter und falls ja, gibt es einen Vergleich bzgl. Verbau mit und ohne?


    Vielen Dank schonmal und verschneite Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrick,


    ich habe die Futterzargen in diesem Jahr zum ersten Mal benutzt. Die Folie habe ich druntergelassen, nur den Bereich des Aufstiegs freigemacht.


    Bei den meisten Völkern hat alles prima geklappt. Zwei Völker haben ratzfatz den Aufstieg verbaut, obwohl in den Waben durchaus noch Platz war.


    Die Zargen wieder entfernen geht problemlos, wenn sie komplett leer sind. Sind noch Futterreste drin die nicht mehr abgenommen werden, wird es schwierig ohne Sauerei die Bienen abzufegen, die noch hier und da unter der Futterzarge sitzen. Da muß man also aufpassen, wieviel man nachschüttet.


    Manche Völker hatten sofort raus, wo es Futter gibt, anderen mußte ich mehrmals eine Spur legen.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo Patrick


    ich benutze die Futterzargen das 2. Jahr und bin damit sehr zufrieden. Die Beuten sollten möglichst Waage stehen, damit das futter zum Aufstieg läuft. Bleiben Futterpfützen auf einer Seite stehen, besteht die Gefahr das einige Bienen umkommen.
    Ich habe auch versucht Wabenstücke ausfressen zu lassen, da ja die Bienen in den Futterraum können, da verbauen sie alles, mache ich nicht mehr.Wie Heike schribt verbauen manche Völker den Aufstieg etwas, aber das ist kein Problem. Ich benutze keine Folie, das klappt ohne Verbau. Könnte mir aber vorstellen wenn man die FZ 14 Tage oder länger drauf läßt, das sie dann verbauen.
    Ich füttere nach dem Abschleudern 10 l auf einmal auf und nehme da nach 4-5 Tagen die FZ wieder runter, wenn es sehr kalt ist kann es auch mal länger dauern. Wenn du nur 5l auffüllst und dann nochmal nachfüllen willst, kann es sein das die Bienen schon im Futterraum sind. dann mußt du sie erst ausfressen lassen, dann bienenfrei machen und kannst dann erst wieder auffüllen. Wenn du die Aufstiegabdeckung aus Plaste hast ist es möglich das dort die Bienen durchkommen, da ertrinken dann auch viele.Ich habe dann die "großen" Öffnungen mit etwas Wachs verklebt. Bin mit den FZ aber sehr zufrieden und kann sie guten Gewissens empfehlen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • N`Abend Heike und Reinhard!
    Danke erstmal für eure schnellen Antworten.


    @ Reinhard: Ich denke bzw. sah bei den FZ, dass da eine Plaste- oder Lochblechabsperrung ist, die die Bienen daran hindern soll, in den Trog zu laufen, oder?!
    Geht die nicht bis zum Boden oder wo kommen / kamen bei dir die Bienen durch?


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Eigentlich können die Bienen da nicht durch kommen, es gibt unten nur einen schmalen spalt .


    ich nehme die Kunstoffabsperrung am ende der Fütterung weg damit die Bienen alles sauber putzen

  • Da ist unten eine kleine Nase im Styropur die musst du unbedingt lassen, das ist auch der Abstand wo die Bienen durch können, um alles blitz blank zu machen. Nur manchmal kommen sie auch oben durch, wenn die Plaste nicht ganz passt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo zusammen,


    ich benutze den mit dem Mittelaufstieg und Haube. Die Haube mache ich aber nie drauf. Zuckerwasser kommt rein und dann Korken, Deckel drauf, Fertig, am nächsten Tag ist es wie ausgeschleckt. Je nach Volkstärke wird der Mittelaufstieg auch etwas verbaut, ist aber nicht schlimm. Bei Frost lässt er sich sehr gut reinigen.


    Gruß
    Markus

  • Moin,
    bei meinem Paten haben wir das ohne eine Folie unter der Futterzarge gemacht und darauf geachtet das das Lochblech gut Sitzt und da keine Bienen durchkommen können!
    Die Zargen wurden so aufgesetzt das zum Lochblech ein leichtes Gefälle war.
    Verbau gab es auch kaum und einen Tag bevor wir die leeren Futterzargen entfernt haben wurde eine Bienenflucht eingelegt, damit da nicht so viele Bienen noch in dem Aufstieg rumhängen.
    War das erste mal das ich das mitgemacht habe, schien mir aber alles einleuchtend zu sein und hat Reibungslos funktioniert!
    Die leeren Futterzargen haben wir dann noch ausgewaschen!
    Erstmal,
    Borderbee

  • N`Abend zusammen!


    @ Drobi: Danke, dann passt das Ganze ja. Da ich ja eine bienenfreie und damit tierfreundlichere weil quetschfreiere Fütterungsmethode suche, die dem Imker nebenbei auch noch entgegenkommt. Die sollte somit gewährleistet sein.


    @ Jörg: So ein finales Ausschlecken wie von dir beschrieben wäre ja auch okay für mich, dann ist die Zarge sauber und schimmelt nicht. Ist natürlich wieder mehr Arbeit, da Bienen abzustoßen und -kehren sind.


    @ Borderbee: Danke für deine Antwort, die Bienen im Aufstieg sollten aber doch durch Abstoßen auf die Waben auch ohne BF leicht zu händeln sein, oder?!
    Und ob ich auswasche, auslecken lasse oder das Ganze doch innen mit der von Henry empfohlenen Latexfarbe streiche, dass muss ich mir noch überlegen.


    Falls noch jemand andere Erfahrungen hat, bitte immer her damit!


    Dank und Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrick,


    wir benutzen die von dir angesprochene FZ im 2. Jahr. Die Bienen verkleben eigentlich garnicht und man hat so auch keine Bienenverluste.
    Man kann auch ohne Probleme zwischendurch nachfüllen da ja durch das Gitter nix passiert. Wenn mal etwas übrig ist muss man das ganze eben über eine Ecke
    wieder zurück in einen Eimer geben und ausspülen bzw. auslecken lassen.


    Verbauungen konnten bisher nicht festgestellt werden.


    Clausis

  • Hallo,


    meine Erfahrungen sind dergestalt:
    - sehr bequem zum Einfüttern
    - Verbau im Aufstieg: immer
    - Verbau unter Futterzarge (habe keine Folie darunter): wenn länger als ca. 5 Tage drauf
    - Abstoßen nach Benutzung: da im Aufstieg bei mir immer Verbau ist, gehen die Damen da nicht so ganz leicht raus.
    All diese "Nachteile" spielen aber überhaupt keine Rolle angesichts der bequemen und sauberen Handhabung.


    Was mir ganz wichtig erscheint, ist die Bemerkung, die irgendjemand hier im Forum in einem alten Thread bezüglich des Umschlagens der unter der Futterzarge liegenden Folie gemacht hat: nach unten umschlagen, damit "sich verkrabbelnde" Bienen wieder zurückfinden.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • All diese "Nachteile" spielen aber überhaupt keine Rolle angesichts der bequemen und sauberen Handhabung.


    Hallo allerseits,
    ich habe noch einige der Segeberger Futter Zargen, aber nicht mehr im Gebrauch.
    Für mich überwiegen die Vorteile durch die 16 kg Cubitainer.
    Einfach aufs Volk stellen. Steigrohr rein. Fertig.
    Keine Kosten für Futterzargen, kein Lagern, kein Säubern, kein Zurück füllen von Resten, keine Futter Verderbnis, kein Verbauen, einfacher Transport und Handling.
    Fazit: Nie wieder Futterzargen.
    Gruß Hubert

  • ...16 kg Cubitainer. Einfach aufs Volk stellen. Steigrohr rein. Fertig.


    Hallo Hubert,


    so füttere ich meine Golzvölker. Ist wirklich optimal.
    Ich hatte zwar keine Cubitainer, sondern ganz normale 5-L-Kanister.
    Auch hier Siebrohr rein...
    Anfangs sind viele Bienen ertrunken. Mein Fehler!
    Habe dann die Rohre mit Wachs beschichtet, und gut war`s.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.